Wetten, dass? Entweder Impfzwang – oder Spahn bleibt auf Millionen Dosen sitzen

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Solange diese Pandemie währt, so selbstherrlich und großzügig wirft vor allem Gesundheitsminister Spahn mit öffentlichen Geldern um sich, um die Grundversorgung und Logistik im Gesundheitswesen sicherzustellen – mit leider katastrophalen Folgen: Die Misswirtschaft und Unfähigkeit dieser Regierung zieht sich wie ein roter Faden durch die Krise: Mangelnde Ausrüstung an Desinfektionsmitteln und Schutzmasken, Fehlkäufe, unbezahlte Überkapazitäten, Schenkungen ans Ausland. Und jetzt zeichnet sich schon die nächste Fehlplanung beim Impfstoff an.

Seit Monaten sichert sich Spahn, wo immer es geht, für die Bundesregierung Impfstoffe, schließt Vorverträge über Lieferungen und fährt in scheinbar weiser Voraussicht mehrgleisig, um eine frühestmögliche und umfassende Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Das Problem nur: Die Skepsis gegenüber der neuartigen Vakzine, die erstmals gentechnische Komponenten in einem Massenimpfstoff vorsieht, ist trotz aller organisatorischen Vorbereitung, Aufbau einer kompletten Infrastruktur an Impfzentren und einer informellen Werbe- und Imagekampagne durch die Medien für die erlösende Impfung so groß, dass sich zumindest freiwillig wohl weit weniger Menschen den „Schuss“ verpassen lassen werden, als bislang geplant.

Nun sieht sogar die Ständige Impfkommission (StIK) am Robert-Koch-Institut die niedrige Impfbereitschaft als Problem, weil dadurch der Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland gefährdet werde. „Das ist ein Problem und deshalb müssen wir auch versuchen, das Vertrauen zu gewinnen, dass sich eben einfach mehr Menschen impfen lassen„, so der StIK-Vorsitzende Thomas Mertens laut „dts Nachrichtenagentur“. Als Grund nennt er „zu viele Vorurteile“ über die zu erwartenden Impfstoffe, „die so nicht stimmen“. Zwar sei es zwar richtig, dass die neue mRNA-Technologie noch nie bei einem menschlichen Impfstoff angewendet worden sei, aber die Wissenschaft dahinter sei „seit Jahrzehnten untersucht und bekannt„. Anscheinend genügt diese Zweckzuversicht vielen jedoch nicht mehr; der gesunde Menschenverstand und eine rationale Risikoabwägung legen nahe, dass angesichts des tatsächlich extrem geringen Risikos der Corona-Infektion für Menschen außerhalb vulnerabler Gruppen ein solches Vabanque-Spiel mit einer völlig neuartigen Impfung entbehrlich ist.

Wahl zwischen Pest und Cholera

Am Ende wird es deshalb darauf hinauslaufen, dass der Staat doch zu einer – bislang zwar vehement ausgeschlossenen – Impfpflicht greift, die dann eher indirekt erfolgen wird (etwa über die Bedingung eines Impfnachweises zur Teilhabe am vertrauten Alltagsleben, etwa vorzuzeigen bei Reisen oder als Zutrittserlaubnis, wie bereits von ersten Firmen vorausgesetzt). Oder aber, falls die Freiwilligkeit bleibt, es kommt zum nächsten „Ladenhüter“-Phänomen im Haus Spahn, der dann diesmal – so wie im Frühjahr auch hunderten Millionen unbezahlter Atemschutzmasken – auf ganzen Speditionshallen voll Impfstoffen sitzenbleibt, die sich niemand spritzen lassen will.

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Um sie loszuwerden, kann das Corona-Regime dann natürlich wieder mal nach dem Prinzip „Zuckerbrot & Peitsche“ den einen oder anderen Lockdown nachschieben, bis die Zweifler mürbegemacht sind – doch für viele kritische Geister und „Impfskeptiker“ (keinesfalls zu verwechseln mit ideologischen „Impfgegnern“!) dürfte dies dann die Wahl zwischen Pest und Cholera darstellen. Denn ein naturgemäß noch nie in der Langzeitanwendung an Menschen ausprobierter – Impfstoff, über dessen Spätfolgen und mögliche Nebenwirkungen bei Durchimpfung größeren Stichproben nichts bekannt ist, ist eher noch abschreckender als ein Virus, dessen Gefährlichkeit definitiv nicht über der der alljährlichen saisonalen Grippe liegt. (DM)