Bald erste bundesweite Stromausfälle – dank grüner „Energiewende“

(Symbolbild:Imago/7aktuell)

Die grandiosen Segnungen der Energiewende – um die uns der Rest der Welt doch eigentlich dereinst „beneiden“ soll, die aber bisher nur zu den teuersten Strompreisen des Planeten führte – können dieser Tage eindrucksvoll bestaunt werden: Erste richtige Kältewelle, weitgehende Windstille, kaum Sonnenschein – da ist die regenerative Energie Fehlanzeige. Noch steht uns Kernkraft und Kohle zur Verfügung – doch für beide ist das Aus beschlossen. Die Folge werden in Zukunft hausgemachte Versorgungsengpässe sein – mit flächendeckenden Stromausfällen.

Ohne einen funktionierenden Alternativplan, ohne Garantien für eine reibungslose Grundversorgung, bei weitgehend fehlender Infrastruktur und nichtvorhandenen Speicherkapazitäten steuert Deutschland ohne jede Not zurück in die Steinzeit. Anfang 2022 gehen mit Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen C die letzten Kernkraftwerke vom Netz. Und nun „führt uns die Wetterlage drastisch vor Augen, wohin die Reise geht: Ohne Kraftwerke wäre es dunkel geworden“, schreibt „Tichy’s Einblick“ (TE) und weist unter Berufung auf Horst Arlt von der Bürgerinitiative „Keine Windkraft im Emmerthal“ darauf hin, dass es ohne die AKW und ohne konventionelle Kohlekraftwerke am vergangenen Freitag, am 27. November, nicht genügend Strom im Land gegeben hätte. Eine an sich absolut alarmierende Top-Meldung, die jedoch Deutschlands grünverstrahlten Journalisten keine Schlagzeile wert war – typisch für Sorg- und Achtlosigkeit sowie Zukunfsvergessenheit ausgerechnet jener, die sich doch angeblich um unser aller Zukunft sorgen.

Wie TE feststellt, konnten an diesem Tag um 7 Uhr früh alle 30.000 deutschen Windräder und Millionen Fotovoltaikanlagen gerade einmal 774 Megawatt liefern – weniger als die Strommenge eines mittleren Kohlekraftwerks. Zum selben Zeitpunkt wurden jedoch 72,613 Gigawatt Strom verbraucht –  rund das Hundertfache also. Die Lücke konnte nur durch die Stromproduktion konventioneller Kohlekraftwerke und Kernkraftwerke geschlossen werden – genau die Erzeugungsformen, für die in Deutschland, rein ideologiegetrieben, bereits das Aus beschlossen wurde.

Michael Grandt - Kommt die Klima Diktatur - Eine faktenriche Analyse des grünen Klimawahns - Kopp Verlag - 22,99 Euro
Michael Grandt – Kommt die Klima Diktatur – Eine faktenriche Analyse des grünen Klimawahns – Kopp Verlag – 22,99 Euro

Durch noch mehr plan- und staatswirtschaftlich organisierte Installation von erneuerbarer Energiegewinnung lässt sich dem Problem nicht beikommen; denn, so TE: „Da nutzt auch die Forderung von begeisterten Energiewendlern wie Claudia Kemfert und Genossen nichts, es müssten nur noch mehr Windräder aufgestellt werden… auch hunderttausend mal Null ist Null.“ Ein temporärer Ausweg besteht (noch) im Vertrauen auf die Möglichkeit des Stromimports aus dem Ausland – vor allem von französischer Atomenergie. Ein heuchlerischer Irrwitz: Die hierzulande demontierte Industrien florieren im Ausland munter weiter und müssen uns über Wasser halten, während die Deutschen ihren grünen Wahnsinn weiterzelebrierten. Das Phänomen ist nicht nur in der Stromversorgung zu bestaunen, sondern auch bei der aktuellen Selbstzerstörung der deutschen Automobilindustrie: Die Verbannung des Verbrennungsmotors hierzulande wird gefeiert, dafür bauen die Konzerne diesen fortan in China – zum Wohle der dortigen Wirtschaft und Arbeitnehmer.

Grüne Selbstvernichtung schreitet voran

Wenn aber die Versorgungssicherheit irgendwann nicht einmal mehr durch akute Stromzukäufe von Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland möglich ist, dann gehen durchaus in naher Zukunft bei uns die Lichter aus. Was ein solcher Stromausfall im Ergebnis bedeutet, können sich die FFF-Wohlstandskids der Generation Greta, für die der „Ökostrom“ aus der Steckdose kommt, ebenso wenig vorstellen wie SUV-fahrende Grünen-Wähler auf dem Alnatura-Parkplatz und rundumversorgte Staatsdiener: Ein Blackout von 24 Stunden kostet bereits Menschenleben – durch Engpässe der medizinischen Versorgung, im Straßenverkehr und bei der Grundversorgung. Ab 48 Stunden kommt es zu Engpässen bei der Nahrungsversorgung der Bevölkerung, und spätestens ab 72 Stunden ist dann so etwas wie öffentliche Ordnung nur noch militärisch aufrechtzuerhalten (in Deutschland also überhaupt nicht), weil Kriminalität und Plünderung in massive Unruhen übergehen.

Wer dies für Katastrophengeunke hält, irrt: Die Behörden bereiten sich mehr und mehr auf genau diese Zukunft vor. Wie der „Norddeutsche Rundfunk“ (NDR) berichtete, sorgt Schleswig-Holstein nun als erstes Bundesland vor und bereitet sich „auf flächendeckende Stromausfälle vor„: Kreise und kreisfreie Städte bekommen je zwei Notstromaggregate, die – so das Innenministerium – noch in dieser Woche verteilt werden sollen, um im Fall eines längeren, flächendeckenden Stromausfalls eingesetzt werden. Primär sind sie vorgesehen, um jeweils zwei Tankstellen am Laufen zu halten. „Ohne Strom funktioniert heute fast nichts mehr. Deswegen haben nahezu alle lebenswichtigen Grundversorger Notstromaggregate. Die laufen allerdings mit Diesel. Und der kommt aus Tankstellen, die für ihre Pumpen Strom brauchen„, so CDU-Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU).

Fritz Vahrenholdt - Unerwünschte Wahrheiten - Was Sie über den Klimawandel wissen sollten
Fritz Vahrenholdt – Unerwünschte Wahrheiten – Was Sie über den Klimawandel wissen sollten – Kopp Verlag – 25,00 Euro

Nur so könnten die im Krisen- und Katastrophenfall erforderlichen Behörden und Einrichtungen des Landes durchgehend handlungsfähig gehalten werden – vor allem auch Feuerwehr und Polizei. Außerdem kann laut NDR nur so sichergestellt werden, dass die Bevölkerung an Lebensmittel und andere Versorgungsgüter kommt. Der Zusammenhang zwischen der Ankündigung und der derzeitigen Erzeugungsflaute „grüner Energie“ infolge ungeeigneter Witterungsverhältnisse  – ein Zustand, der sich jederzeit wiederholen kann – lässt wohl die ersten Politiker nervös werden. Derweil verschließt die Mehrheit der Deutschen, zumindest das gute Viertel Grünen-Wähler, weiter tapfer die Augen vor der größten freiwilligen Demontage im Primärsektor sein Beginn des Industriezeitalters – und beklatscht weiter den Kohle- und Atomausstieg, für den sie schon heute tief in die Tasche greifen müssen. (DM)