Löw darf weiterpfuschen: Der Merkel als Trainer

Langzeitversager vom selben Schrot und Korn: Merkel & Löw (Foto: Imago/MIS)

Einst galt der Fußball als Spiegelbild der Gesellschaft. Heute ist er allenfalls noch ein Spiegelbild der Politik: Mittelmaß, Haltungssymbolik durch Virtue-Signalling, Abkehr vom Leistungsprinzip. Auch auf Funktionärsebene. Da ist es nur konsequent, dass Bundestrainer Joachim Löw weiterhin „die Mannschaft“ leitet und das Vertrauen der DFB-Spitze genießt. In der Nationalelf wie in der Bundesregierung gilt somit: Leute von Gestern entscheiden über das Morgen. 

Unter Merkel wurden Staatszerrüttung und politisches Totalversagen zu Tugenden: Deutschland machte sie ungefragt zum multikulturellen Experimentierlabor, womit sie die Sicherheit der Bevölkerung tagtäglich hunderttausendfach gefährdet und die Sozialkassen zur Plünderung freigab. Schlüsselindustrien werden, dankbar beschleunigt durch Corona, demontiert und vertrieben. Immer mehr Souveränität, Vermögenswerte und Steuergelder verschwinden Richtung Brüssel, zum Moloch EU. Doch das tat dem „Vertrauen“ einer Bevölkerungsmehrheit in die erwiesene Unfähigkeit dieser Kanzlerin keinen Abbruch.

Und so scheint es auch völlig unerheblich zu sein, in welche internationale Drittklassigkeit Löw „La Mannschaft“ geführt hat, wie sehr er alleine noch vom Glanz vergangener Zeiten zehren kann: Der DFB gibt ihm auch nach der geschichtsträchtigen 0:6-Niederlage in Spanien weiterhin sein Vertrauen. Damit bleibt ein Neuanfang nach der höchsten Länderspielpleite seit 89 Jahren aus; Löw wird die Nationalmannschaft ins EM-Jahr 2021 führen. Von wegen „The Great Reset“: Im Fußball findet er jedenfalls nicht statt. Löw ist im Fußball das, was Merkel im politischen Berlin ist. Es gilt: Durchhalten bis zum bitteren Ende, die Katastrophe muss erst vollkommen sein, ehe sie als solche erkannt wird.

Keller und Löw – „Weltoffenheit“ wichtiger als sportlicher Erfolg

Eigentlich hätte man das Resultat des Treffens der Verbandsspitze um DFB-Präsident Fritz Keller mit Löw in der Frankfurter Zentrale, nach dem das Präsidium „einvernehmlich“ einer entsprechenden Empfehlung des Präsidialausschusses und von DFB-Direktor Oliver Bierhoff gefolgt war, schon blind vorhersagen können. Keller, ein mentaler Bahnhofsklatscher und Verfechter der Willkommenskultur auf Deutschlands Fußballplätzen ebenso wie Zuschauerrängen, hatte erst im Mai verkündet, „Rechte“ (was immer darunter zu verstehen ist) hätten im Fußball nichts verloren. Von so einem war dann auch nichts anderes als die blinde Unterstützung und Honorierung eines Trainers zu erwarten, der weder Islamisten-Applaudierer noch Hymnenverweigerer aus seinem Kader schmiss und die „Buntheit“ zum alles bestimmenden Attribut machte.

In der Ära Löw wurden die Parallelen zwischen dem deutschen Linksstaat und dem, was vom einst stolzen deutschen Profifussball übriggeblieben ist, so augenfällig bis ins Detail wie nie: Bekenntnis zur Diversität, nicht zu Deutschland. Ein Kampf gegen Rassismus, der wichtiger ist als der Kampf gegen den sportlichen Gegner auf dem Platz. Toleranz bis zum Erbrechen – auch für Erdogan-Jünger. Von irgendeiner Identifikation der Nationalspieler mit Deutschland, geschweige denn als Vaterland, kann heute ebenso wenig die Rede sein wie bei unseren Spitzenpolitikern, die Begriffe wie Patriotismus, Volk und Heimat zu unerwünschten Pfui-Worten gestempelt haben – und die nach dem Grundsatz regieren, den Grünen-Wunschkanzler Robert Habeck einst artikulierte: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen… Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.“ (DM)