Panikmache beim Virus, Beschwichtigung bei der Impfung: Sind wir alle nur Laborratten?

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Mit allen Kräften versucht die Politik derzeit – mit offen bekannter aktiver Unterstützung der Medien, vor allem der öffentlich-rechtlichen – die Akzeptanz der Bevölkerung für die Impfstoffe zu steigern. Ob vorgestern bei „Hart aber fair“, gestern „Markus Lanz“ oder in täglichen Sondersendungen über die einzelnen Anbieter und laufenden Notzulassungsverfahren: Alles wird getan, um durch Beschwichtigungen und Beruhigungsfloskeln begründete Einwände gegen die Präparate zu zerstreuen. Doch wer kritisch bleibt und zwischen den Zeilen liest, der bleibt stutzig – zu Recht…

Denn fast jede positive Verlautbarung zu den neuen Vakzinen, die zum Teil kurz vor der Auslieferung stehen, zeugt bei genauem Hinhören vor allem vom Versuch des jeweiligen Fürsprechers, sich selbst in den entscheidenden Punkten juristisch abzusichern und unangreifbar zu machen. Da werden dann Virologen zum Biontech-Impstoff etwa zitiert mit Floskeln wie „dieser Impfstoff ist höchstwahrscheinlich sehr sicher und wirksam“ oder „…enthält möglicherweise keine Nebenwirkungen“ und ähnlichen Konjunktiven. Vertrauenswürdig ist das nicht. Auch die gestrige Betonung von CDU-Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, jedes Präparat müsse „wirksam und sicher“ sein, klingt mehr nach Wunsch als verpflichtender Bedingung. Und dass uns nun von allen Seiten eingebleut wird, es gäbe „keinen Impfstoff ohne Nebenwirkungen„, klingt auch nicht sehr vertrauenerweckend.

Interessanterweise werden beim Impfstoff aufgetretene Nebenwirkungen in der Größenordnung von 10 Prozent ebenso wie Wirksamkeitsnachweise bei 90-94 Prozent der Probanden als großer Erfolg und für die Patientensicherheit hinreichende Werte betrachtet – während umgekehrt bei der Viruserkrankung, die sie besiegen soll, sogar eine gänzliche und nachweisliche Unbedenklichkeit und Ungefährlichkeit für über 98 Prozent aller Infizierten besteht – und wegen der verbleibenden 2 Prozent für Monate das öffentliche Leben lahmgelegt wird.

Dass also das schon zu allen Zeiten normale Sterben von Risikopatienten (größtenteils jenseits ihrer statistischen Lebenserwartung) seit 2020 plötzlich als „Pandemie“ und Grund für globale Ausnahmezustände betrachtet wird, während die Risikobewertung des Impfstoffs wiederum ganz anderen, nüchterneren Maßstäben folgt, passt nicht zusammen.

Irrationale Risikoeinschätzung

Und dass Hofvirologe Christian Drosten einerseits jetzt schon empfiehlt, die Menschen sollten „bei einem Kratzen im Hals“ zuhause bleiben, während sie sich allerdings blauäugig auf das Menschheitsexperiment einer im Eilverfahren durchgepeitschten mRNA-Impfung einlassen sollen, sagt wohl alles über die Irrationalität im Umgang mit diesem Virus aus. Es scheint tatsächlich so, als wären die Studien der dritten Phase im Zulassungsverfahren von Impfstoffen nicht etwa abgeschlossen, sondern würden mit Markteinführung der Vakzine erst ihre eigentliche Feuerprobe durchlaufen – womit dann faktisch alle, die sich in den ersten verfügbaren Durchgängen impfen lassen, zu Versuchskaninchen für den späteren Rest würden. Zu diesem Eindruck trägt auch bei, dass etwa das US-Biotechunternehmen Moderna vorgestern nur einen Antrag auf „bedingte Zulassung“ seines Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union gestellt hat.

Diese Unvollkommenheiten nahm Karliczek denn auch zum Anlass, eine einheitliche Regelung für alle vergleichbaren Impfstoffe zu fordern: „Wir sollten eine normale Zulassung beantragen für alles, was wir in Europa verimpfen. Denn es geht darum, den Kritikern kein Wasser auf die Mühlen zu geben und dafür zu sorgen, das Vertrauen zu erhalten“, so die Ministerin laut „dts-Nachrichtenagentur“. Dass sie zudem die Hersteller auffordert, „umfassend über die Wirkstoffe aufzuklären“ und vor allem darüber, „welche Nebenwirkungen die Impfstoffe haben, damit die Menschen sich da nicht wundern“, trägt ebenfalls nicht zum Vertrauen bei.

Apropos Moderna-Impfstoff: Bei diesem kam noch eine weitere Auffälligkeit ans Licht. Wie „Bild“ heute berichtet, wurde das Mittel von dem Pharmariesen in gerade einmal zwei Tagen entwickelt – und zwar schon Anfang des Jahres, als der Sars-CoV2-Erreger angeblich noch neu und unerforscht war. Als Begründung erklärte Moderna-CEO Stéphane Bancel, „dies ist kein kompliziertes Virus“. Wie kann dies sein? Und wenn es so ist: Wofür all die Milliardeninvestitionen und staatlichen Zuschüsse für diverse Impfallianzen, Forschungsprojekte und Testverfahren? Was wird uns hier eigentlich vorgemacht? (DM)