Wieler und die kommenden Impftoten: Plötzlich will das RKI „ganz genau hinschauen“

RKI-Boss Wieler in typischer Pose (Foto:Imago/IPON)

Hat sich da etwa jemand verplappert? Dass der Chef des Robert-Koch-Instituts nun ganz beiläufig indirekt vor möglichen Todesfällen in Folge der bevorstehenden Corona-Impfungen warnt, markiert den vorläufigen Höhepunkt einer wachsenden Reihe von Ungereimtheiten und Zweifeln rund um die neuen Impfstoffe, die der Weltbevölkerung als einziger Ausweg aus den Zumutungen der Pandemie schmackhaft gemacht werden. Zu diversen Nebenwirkungen und ungesicherter Wirkungsweise sowie vor allem -dauer kommt jetzt noch die „Chance auf den Hauptgewinn“ – einen letalen Ausgang des Abenteuers Covid-Impfung.

Damit wäre dann sozusagen der maximale „Grenznutzen“ einer im Eilverfahren durchgepeitschten neuartigen Form von Vakzinen erreicht – denn diese wären damit mindestens ebenso so riskant, wenn nicht sogar noch gefährlicher als die Infektion selbst, gegen die sie schützen soll. Die von der Politik in Kauf genommene Schieflage bei der Risikobewertung und Vertretbarkeit möglicher Schadfolgen ist ohnehin schon ganz erstaunlich: Um ein in 98 Prozent aller Fälle harmloses Virus zu bekämpfen, soll also eine nur in 90 Prozent überhaupt wirksame Impfung durchgedrückt werden, die bei einer hohen Zahl der Geimpften zu ernsten und potentiell tödlichen Nebenwirkungen führt. Offenbar sind „schwere Verlaufsfälle“ hier plötzlich akzeptabel.

Was Wieler im jüngsten RKI-Lagebericht zur Pandemie herausrutschte, macht jedenfalls hellhörig – und müsste eigentlich alle Alarmglocken schrillen lassen: „Es wird (…) vorkommen, dass auch Menschen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung versterben werden. Dann ist extrem wichtig, herauszufinden, ob der Grund die Impfung war oder eine andere zugrunde liegende Krankheit.“ Aufschlussreich ist hier nicht nur, dass der Tod von den nationalen Gesundheitsbehörden als Nebenwirkung offenbar bereits „eingepreist“ ist – sondern es fällt vor allem eine plötzliche Bereitschaft zur deutlichen Differenzierung der Todesursache auf – etwas, das es bei Corona nie gab und bis heute nicht gibt. Während unter der Formel „an und mit verstorben“ ausnahmslos jeder als Covid-Toter Eingang in die Statistik findet, der zu Lebzeiten oder postum irgendwie positiv auf Sars-CoV2 getestet wurde (auch wenn die Infektion längst überstanden war oder die eigentliche Todesursache von Selbstmord, Unfall, Herzinfarkt bis Hirntumor eine kausal ganz andere war), soll also laut Wieler „genau hingeschaut“ werden, sobald die Impfungen angelaufen sind.

Kein „an und mit“ bei der Impfung

Konkret bedeutet das: Man kann Gift darauf nehmen, dass bei jedem Risiko- oder gar gesunden Patienten, der womöglich an unabsehbaren Folgen der Impfung verstirbt, jede andere Mit- oder Vorerkrankung herausgestellt und als eigentliche Todesursache präsentiert wird, um die Impfung zu verharmlosen. Und zwar mit derselben Akribie, wie sie bei jedem Covid-Toten ausgeblendet werden, um Corona zu dramatisieren. Ein „an und mit Corona-Schutzimpfung verstorben“ werden wir in keinem RKI-Bulletin je lesen; soviel ist sicher. Und die Manipulation der deutschen Bevölkerung ist bereits soweit vorangeschritten, dass ihr gar nicht mehr auffällt, für wie dumm sie mittlerweile verkauft wird –  wenn seit März absichtlich und planmäßig auf jegliche „Einordnung“ von Todeszahlen und -ursachen verzichtet wird, wenn das RKI jetzt auf einmal demonstrativ hervorhebt, wieviele Menschen jährlich insgesamt sterben, um künftige Impftote zu relativieren.

Es drehen und wenden, wie es gerade passt: Dieser Opportunismus war von Anfang an das strategische Kennzeichen der Pandemie- und Gesundheitspolitik in dieser Krise. Hier schlägt die abgewandelte Logik, dass das erste Opfer im Krieg immer die Wahrheit ist, voll durch –  und findet ihre Entsprechung im Krieg gegen ein Virus, das nach allen Maßstäben der Verhältnismäßigkeit von Anfang an für die Bevölkerung als Ganzes zu jedem Zeitpunkt weniger bedrohlich, erschreckend und belastend war als die zu ihrer Eindämmung ergriffenen Maßnahmen. Dieses Missverhältnis setzt sich nun bei der Impfung fort. (DM)