Fake-news-Zeit ist wieder da

Bild von Gerhard G. auf Pixabay

Wir treten soeben in eine Zeit des Jahres ein, die ich als „fake-news-time“ bezeichnen möchte.

Von Quo usque tandem

In dieser Zeit erzählen uns viele Vertreter der beiden christlichen Kirchen (aber auch viele Laien- Gutmenschen) mit vor Emotion zitternder Stimme (oder vor Emotion auf dem Keyboard zitternden Fingern) eine ganz eigene Version der biblischen Weihnachtsgeschichte – eine Version, die darauf abzielt, unsere Herzen (und unsere Geldbörsen) für die „Leiden“ von Heerscharen von nach Deutschland drängenden Wirtschaftsflüchtlingen aus allen möglichen Armenhäusern dieser Welt zu öffnen.

Zu diesem Zweck werden die in Kapitel 2, Versen 1 bis 5, des Lukas-Evangeliums dargestellten Vorgänge (gemeinhin bekannt als die Weihnachtsgeschichte) bewusst aus den Zusammenhang gerissen und entstellt; das Ergebnis sieht dann so aus:

Josef und seine schwangere Ehefrau Maria müssen aus ihrem Wohnort Nazareth fliehen und gelangen auf ihrer Flucht nach Betlehem. Dort verweigern ihnen die hartherzigen Bewohner eine Übernachtungsmöglichkeit, sodass sie gezwungen sind in einem (selbstverständlich kalten) Stall unterzukriechen, wo dann ihr Kind – Jesus – geboren wird.

Betrachten wir diverse Komponenten dieser rührende Geschichte einmal wissenschaftlich und unter Berücksichtigung der historischen Hintergründe:

Die „Flucht“-Komponente: Im Neuen Testament ist nirgendwo von einer Flucht die Rede (zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt). Gemäß den o. g. Passagen des Lukas-Evangeliums, hatte der (auch über das damalige Palästina gebietende) römische Kaiser Augustus ein Volkszählung angeordnet, mit der Maßgabe, dass alle Personen sich in ihren jeweiligen Geburtsorten zur statistischen Erfassung zu präsentieren hätten. Da Josef und Maria ursprünglich aus Bethlehem stammten, mussten sie von ihrem derzeitigen Wohnort Nazareth dorthin reisen – ein einfacher Akt der Erfüllung einer staatsbürgerlichen Pflicht.

Die Komponente der „hartherzigen Aufnahmeverweigerung“: Da, wie gesagt, das Ehepaar ursprünglich aus Bethlehem stammte, ist es unwahrscheinlich, dass sie dort nicht noch Verwandte hatten sowie noch unwahrscheinlicher, dass diese – in einer Weltgegend, in der Familienbande und Gastfreundschaft traditionell hohe Stellenwerte im Gesellschaftsgewebe einnehmen – bei ihrer Bitte um Unterkunft abgewiesen worden wären. Vermutlich waren sie in einer Sektion des verwandschaftlichen Domizils untergebracht, die an die Stallungen grenzte. Dies war im Altertum (und bis hinein in die Neuzeit) eine durchaus gängige Anordnung von Wohnstätten in ländlichen und semi-ländlichen Gegenden – man denke nur an das traditionelle norddeutsche Bauernhaus.

Nochmals die Komponente „Flucht“: Eine Flucht der heiligen Familie fand, (diesmal gemäß Matthäus, Kapitel 2, Verse13 bis 15) tatsächlich statt und das auslösende Motiv war auch tatsächlich unmittelbare Bedrohung. Das Ziel der Flucht war Ägypten und es findet sich nirgendwo im Neuen Testament ein Hinweis darauf, dass Josef und sein Familienanhang dort seitens des ägyptischen Steuerzahlers, ohne erkennbare Gegenleistung ernährt, beherbergt und medizinisch versorgt worden wäre. Ebenso wenig findet sich ein Hinweis darauf, dass er unverzüglich Bestrebungen begonnen hätte, die ägyptische Gesellschaftsstruktur nach seinen Vorstellungen umzuformen.

Fazit des Vorstehenden: Gewisse Kreise in unseren Land (darunter solche, die aufgrund ihres beruflichen Hintergrundes besser wissen müssten) betreiben vorsätzliche Falschmünzerei mit den christlichen Traditionen rund um Weihnachten und die Geburt Jesu, die sich in Verdrehung, Falschinterpretierungen und gequälten Vergleichen der in den Evangelien enthaltenen einschlägigen Inhalte ausdrückt.

Ziel dieser Falschmünzerei ist, in die – mehrheitlich durch wirtschaftliche Motive getriebene – derzeitigen Massenzuwanderung nach Deutschland von außerhalb Europas, ein Element der Berechtigung hinein zu konstruieren sowie in das Bewusstsein der autochthonen Bevölkerung unseres Landes das Gefühl einer moralischen Verpflichtung zu Tolerierung und finanzieller Unterstützung dieser Zuwanderung einzupflanzen.

Was die Autoren der diesbezüglichen Irreführung (sowie die Kreise, die ihre fake-news gläubig aufschnappen) offenbar nicht erkennen ist, dass die – mehrheitlich muslimischen – Zuwanderer, auf der Grundlage steten Einsickerns sowie überdurchschnittlicher demografischer Multiplikation, in (konservativ geschätzt) drei Generationen die Bevölkerungsmehrheit (und damit die Hoheit über die Gesetzgebung) in Deutschland erreicht haben werden und dann, dem Zwang ihrer religiösen Ausrichtung folgend, eben denjenigen christlichen Traditionen ein Ende bereiten werden, welche derzeit (unberechtigter Weise) zu ihren Gunsten missbraucht werden.