So muss es laufen: Zuwachs bei der AfD, Abgang bei der SPD

Während die AfD mit dem ehemaligen Bundeswehr-General und Träger des Bundesverdienstkreuzes Joachim Wundrak ein Schwergewicht in die Bundestagwahl schickt, gibt´s bei den Genossen einen prominenten Abgang: Ex-Porsche-Betriebsrat Uwe Hück verlässt SPD nach 40 Jahren, weil diese ihre „Grundwerte verraten“ habe und gründet seine eigene „Offene Partei“.

Der AfD-Landesverband Niedersachsen hat den früheren Drei-Sterne-Bundeswehr-General Joachim Wundrak auf Listenplatz 1 für die Bundestagswahl im kommenden Jahr gewählt. Der 65-Jährige setzte sich am Samstag in Braunschweig bei der Wahl der Landesliste mit 283 zu 229 Stimmen gegen den früheren Landesvorsitzenden Armin-Paul Hampel durch. Wundrak ist ein ehemaliger Generalleutnant der Luftwaffe und war bis 2013 Kommandeur des Kommandos Operative Führung Luftstreitkräfte in Kalkar. Zudem ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes, hat als Diplom-Ingenieur ein fundiertes Studium der Elektrotechnik  hinter sich und trat für die AfD als Kandidat zur Bürgermeisterwahl in Hannover an.

Aus Berlin kamen von Georg Patzerski, ehemaliger Offizier (Oberst a. D.). schon mal Glückwünsche:

Während die AfD ihre personelle Kompetenz aufstockt, haben die Genossen von der SPD wieder einmal einen semi-prominenten Abgang zu verbuchen. Uwe Hück, ehemaliger Betriebsratchef bei Porsche, gibt sein SPD-Parteibuch ab.

Hück zeigt sich laut den Badischen Neuesten Nachrichten hinter der Bezahlschranke mehr als nur enttäuscht. Die SPD habe ihre Grundwerte verraten, so Hück, der Anfang 2019 überraschend seine Tätigkeiten bei Porsche niederlegte, um politisch „schneller nach oben zu kommen, als viele denken“. Damals tat er kund, für den Gemeinderat Pforzheim kandidieren zu wollen, denn er mache sich „Sorgen um Deutschland“. Offensichtlich scheint ihm die Deutschland-Rettung mit seinen ehemaligen Genossen nicht mehr möglich, da er bereits vor seinem Parteiaustritt der Auffassung war, die SPD sei dabei, „ihr Erbe zu verraten“.

Nachdem der extrovertierte 65-Jährige nun nach 40 Jahren die SPD verlassen hat, will er seine eigene „Offene Partei“ gründen. (SB)