Corona-Quartett vom 6.12.2020 – Die Corona-Woche beim Corona-Quartett | Kurzfassung

Es ist fix: Österreich bleibt auch nach dem 7. Dezember im Lockdown. Die Zahlen seien nach wie vor zu hoch, der Rückgang zu langsam, mahnt die Bundesregierung. Kinos und Konzerthallen bleiben ebenso geschlossen wie Hotels und Lokale. Nur Museen, Bibliotheken, Kindergärten und Pflichtschulen dürfen öffnen – doch im Unterricht besteht Maskenpflicht.

Gleichzeitig setzt die Regierung nun auf Corona-Massentests, die in Wien, Tirol und Vorarlberg bereits laufen. Innerhalb 20 Minuten soll jede Testperson ihr Ergebnis in der Hand halten. Doch auch hier zeichnen sich bereits Umsetzungsschwierigkeiten ab – und wie sinnvoll ist ein massenhaftes Testen der Bevölkerung überhaupt? Wie verhältnismäßig sind Lockerungen im Handel, wo doch Gastronomie und Hotellerie geschlossen bleiben? Und wie wirkt sich die Maskenpflicht im Unterricht auf die Psyche von Kindern und Jugendlichen aus?

Darüber diskutieren wir diesen Sonntag beim „Corona-Quartett“ u. a. mit dem Internisten und Krebsforscher Richard Greil, der vor weiterhin deutlich zu hohen Fallzahlen warnt. Der zweite harte Lockdown hätte bereits früher kommen müssen, die Situation in den Spitälern sei weiterhin sehr angespannt. Der Publizist und Ökonom Roland Tichy begleitet die staatlichen Corona-Maßnahmen seit Beginn der Pandemie kritisch. Eine Verlängerung des Lockdowns hält Tichy für mehr als problematisch, es wäre ausreichend Zeit gewesen, um Risikogruppen gezielt zu schützen. Die Psychotherapeutin Rose Wellek-Mestian befürchtet nach dem neuerlichen Lockdown psychische Langzeitfolgen bei Kindern. In einer ängstlichen Atmosphäre könnten Kinder schlecht bis gar nicht lernen, warnt Wellek-Mestian. Und auch die Vorfreude auf Weihnachten werde bei vielen auf der Strecke bleiben. Die Bevölkerung werde durch die Aussicht auf einen sicheren Corona-Impfstoff irregeleitet, kritisiert der Infektionsepidemiologe und Autor Sucharit Bhakdi. Er warnt vor den Gefahren genbasierter Impfstoffe, die er für weitgehend unerforscht hält. Eine von Politik und Pharmakonzernen gewünschte, rasche Zulassung sei schlichtweg kriminell, so Bhakdi.

(Quelle)