Allergie-Probleme: Ist der Impfstoff für 30 Millionen Deutsche tabu?

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Der nächste Dämpfer für die Euphorie über den Biontec/Pfizer-Impfstoff, das derzeit das Rennen als erster zugelassener Kandidat zu machen scheint: In Großbritannien, wo gestern als erstem Land per Notzulassung flächendeckende Corona-Impfungen starteten, kam es zu allergischen Reaktionen auf die Impfung – mit der Folge, dass sofort eine Warnung für Allergiker ausgerufen wurde.

Damit reduziert sich die Zahl der für eine Impfung überhaupt in Betracht kommenden Personen wohl nochmals deutlich  – und mit ihnen nochmals die ohnehin schwindende Akzeptanz der Impfung, die mittlerweile eher einem medizinischen Großfeldversuch als einer zweckmäßigen gesundheitspolitischen Intervention gleicht. Die britischen Behörden riefen Menschen mit „signifikanten Allergien“ auf, sich vorerst nicht impfen zu lassen, wie „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet. Die Vorsichtsmaßnahme wird allerdings womöglich weltweit zulassungsrelevant sein  – und  zu entsprechenden Warnungen auch in den weiteren demnächst mit den Impfungen beginnenden Staaten führen. Damit erhöht sich die Liste der Nebenwirkungen der Vakzine weiter.

Laut dem Bericht hatten zwei Mitarbeiter des nationalen britischen Gesundheitsdiensts NHS allergisch auf die Impfung reagiert; beide waren Allergiker. Da in Europa rund 60 Millionen Menschen von Allergien betroffen sind – in Deutschland sind es 20-30 Millionen – wäre eine angestrebte breite Durchimpfungen ganzer Bevölkerungen ein fast unerreichbares Ziel – selbst wenn die Akzeptanz für die im Eilverfahren entwickelten Impfstoffe höher wäre als derzeit, was jedoch nicht der Fall ist: In Deutschland sind es neuesten Schätzungen zufolge gerade einmal noch 40 Prozent, die zu einer Impfung – zumindest in der Anfangsphase – bereit wären. Vertrauenserweckend ist auch dieser neuerliche „Side effect“ des Impfstoffs keineswegs.