Lockdown-Heulsuse Merkel droht mit toten Großeltern: Krisenpolitik am Tiefpunkt

Heute, bei Merkels „Appell“ im Bundestag, war wieder einer jener Momente, in denen nicht nur eingefleischten Chauvinisten womöglich leise Zweifel daran kamen, ob es wirklich sinnvoll ist, in dieser Krise eine Frau an der Staatsspitze zu haben (zumindest eine solche) – denn die einst dem weiblichen Geschlecht zugeschriebenen Eigenschaften Irrationalität, Emotionalität und Flatterhaftigkeit sind tatsächlich prägend für das Regierungshandeln in der Corona-Krise, wo Vernunft, Verhältnismäßigkeit und nüchternes Augenmaß längst ausgedient haben.

Es tue ihr „im Herzen“ weh, so Merkel bei ihrer Parlamentsansprache, was jetzt unbedingt kommen müsse: Harter Lockdown, alles dichtmachen, „Schulferien“ möglichst sofort, Läden nach Weihnachten wieder zu – und, und, und. Wann immer diese kinderlose, ganz offenkundig hochsoziopathische Frau mit dem „Herzen“ Politik macht, kommt nur Unheil heraus; das bezeugen die Gräberfelder ihrer katastrophalen Migrationspolitik seit 2015. Aber noch schlimmer als die weinerlichen Untergangsszenarien, mit denen Merkel die Bevölkerung heute auf immer unverantwortlichere Weise einschüchtert und erpresst, um ihre ebenso plan- wie wirkungslosen Nachschärfungen beim nächsten Bund-Länder-Direktorium zu erzwingen, sind die servilen Medien-Schlappschwänze in diesem Land. Wacker propagieren sie den Glaube an den Endsieg gegen das Virus, indem sie sich zu unkritischen Verstärkern einer immer entgrenzteren Panikrhetorik machen. Statt Merkels Kurs zu hinterfragen, preisen sie heute ihre „erstaunlich emotionale Rede“ („Cicero“) und schießen sich stattdessen von „n-tv“ bis „taz“ auf die einzige wirkliche fundamental-oppositionelle Brandrede von AfD-Fraktionschefin Alice Weidel ein, die Merkels Amtszeit das ihr gebührende vernichtende Zeugnis ausstellte. Auch „Welt“-Chefredakteur Ulf Poschardt blieb auf der Kanzleramts-Schleimspur.

Inhaltlich war Merkels Bundestagsrede eine Mixtur aus Ohnmacht, Ideenlosigkeit – und purer Anmaßung: Die Kanzlerin glaubt also besser zu wissen, was für deutsche Kinder und Senioren gut und richtig ist, als die Familien selbst (wie sie erst gestern wieder mit ihren Klatsch- und Kniebeugen-Tips für frierende Schüler bekundet hatte). „Wir tun gut daran, das zu tun, was die Leopoldina gestern gesagt hat„, sagt Merkel in bestem Sonderschuldeutsch – und offenbart damit, wie hilflos sie sich inzwischen dem Rat der immerselben Berater ausgeliefert hat, deren selektive Betrachtungsweise zwar unendlich viele nicht minder gewichtige Alltagsbereiche von Sozialleben über Wirtschaft bis Kultur völlig ignoriert (für die die Politik ebenfalls Verantwortung trägt!), aber dafür umso überzeugender den pandemischen Wahn vergrößert, dem dieses Land anheimgefallen ist. „Wenn die Wissenschaft uns anfleht, eine Woche der Kontaktreduzierung zu ermöglichen…“, rechtfertigt sich Merkel. Ja, was dann eigentlich? Dann folgt man „der Wissenschaft“ – präziser: den selektiv erwünschten Stimmen der Wissenschaft – blind… statt zu hinterfragen, wieso eigentlich dieselben Berater, auf die sich ihr grandioses Urteilsvermögen stützt, noch vor sechs Wochen den damals verkündeten Lockdown Light als „maßgeschneiderte“ Lösung anpriesen? Am 29. Oktober hatte Merkel erklärt: „Die Maßnahmen sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig„.

Vom eigenen Versagen abgelenkt

Jetzt aber steht fest, dass diese „maßgeschneiderten“ Maßnahmen überhaupt nichts gebracht haben – im Gegenteil – und sich die Regierung bass geirrt hat. Doch als Schuldigen macht sie nicht etwa eigenes Versagen aus, nicht ihr Beharren auf absehbar ineffektiven Shutdown-Maßnahmen, sondern das angeblich unverantwortliche Verhalten der Bürger. Schlimmer noch: Sie setzt nun noch eines darauf, indem sie das als wirkungslos Bewiesene nochmals verschärfen will – weil zu viele den Ernst „noch nicht begriffen“ hätten. Staatlicher Zwang brachte also deshalb nichts, weil Einsicht und Freiwilligkeit fehlten. Moment mal: Sollte nicht der staatliche Lockdown gerade das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit ersetzen? Zutreffend kommentiert die „Welt„: „Die politischen Schlüsselfiguren scheinen zu hoffen, dass keiner den Widerspruch bemerkt: Erst schlägt man einen Kurs ein, der gerade nicht auf Eigenverantwortung setzt, sondern auf Schließungen, strenge Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren in Hotspots. Wenn dieser Weg dann aber nicht zum Ziel führt, tragen die unvernünftigen Bürger die Schuld.

Und um dieses Schuldgefühl zu steigern, ist dann jedes Mittel recht. Im Bundestag faselte Merkel heute von der Situation auf den Intensivstationen und den „gestern wieder 500 Toten“ – obwohl sie ganz genau weiß (oder wissen müsste), dass die Mehrheit davon gar nicht in Krankenhäusern stirbt, dass mehr als zwei Drittel der gezählten Verstorbenen über 80 Jahre als sind, dass der Terminus „Covid-Tote“ nichts über die Corona als Todesursache besagt. Ihr muss auch bekannt sein, dass nur rund 1,5 Prozent aller Infizierten „an und mit“ sterben (ursächlich nur ein Teil von diesen wiederum wirklich an Covid) – und nur 4 Prozent dieser Verstorbenen sind unter 60: Das ist schlichtweg keine lebensgefährliche Pandemie. Dieses Virus ist für genau die vorerkrankten, immungeschwächten und/oder hochbetagten Menschen lebensgefährlich ist, für die auch jede andere Infektionskrankheit potentiell tödlich ist.

Verzerrte Sensationsberichterstattung wirkt

Und es ist für alle anderen nachweislich eben nicht häufiger tödlich als andere Atemwegsinfektionen, vor allem die gewöhnliche Grippe. An letzterer sterben Nicht-Vorerkrankte und Jüngere ebenfalls; der einzige Unterschied ist, dass wir in den Medien noch nie die all die Geschichten über die schweren Verläufe der Grippe mit Folgen wie Lungenentzündung, Herzbeutelentzündung, Hirnhautenzündung, Sepsis oder neurologischen Schäden bis hin zum Tod gehört und gelesen haben – obwohl dort die herausstellbaren Einzelfälle noch zahlreicher wären. Niemand hat uns mit stündlich genussvoll ausgemährten Einzelschicksalen der 30.000 Grippe-Toten von 2018 bombardiert. Genauso wenig wie uns die Medien ehrlicherweise darüber aufklären, dass derzeit die Krankenhäuser und Intensivstationen eben NICHT stärker belegt sind als zur selben Jahreszeit in den Jahren 2016-2019. Es hatte nur damals schlichtweg keinen interessiert.

Immer wieder kam es auch in den Vorjahren zu dramatischen Notfallengpässen und Intensivstationüberlastungen in zahlreichen Kliniken – ein Zustand, von dem wir sogar jetzt übrigens immer noch weit entfernt sind, obwohl uns seit nunmehr fünf Wochen trotz ungefähr gleichbleibender Auslastungsrate eingetrichtert wird, „die Kliniken laufen voll“, es bleibt uns „nicht mehr viel Zeit“. Derzeit kommen täglich einige Dutzend Neubelegungen von Intensivbetten dazu (heute waren es etwa 21), doch ungefähr ebensoviele werden wieder frei – durch Entlassungen, Tod oder Genesung. Bei heute 4.278 mit Covid belegten Intensivbetten (bei einer Gesamtkapazität von 28.000, die durch Mitarbeiter-Quarantänen auf rund 26.000 abgesenkt wurden, denen jedoch noch eine Reserve von 11.000 binnen Wochenfrist aktivierbaren Betten zuzurechnen ist) kann hier von einem Kollaps keine Rede sein. Dennoch wird dieser taktisch herbeigeredet, vor allem auch von den Kliniken, die auf lukrative Freihhaltepauschalen der Bundesregierung schielen.

Dieselben faulen Halbwahrheiten als Begründung 

Auch die Politik der „Infektionszahlen“ arbeitet noch immer mit der falschen Prämisse, PCR-Positivtests seien gleich Infizierte, und akzeptiert vorsätzlich und undifferenziert –  durch viel zu hoch gedrehte Zyklenzahlen (ct-Wert) von 35 plus  – eine riesige falsch-positive Zahl an Tests, um ihren Daueralarmismus aufrechtzuerhalten. Dabei existieren weder schlüssige statistische Kriterien, wieviele Bürger wann und wo getestet werden, sondern es werden einfach willkürlich schwankende absolute Testzahlen pro Region als „Inzidenzen“ gewertet und auf ihrer Grundlage wahnwitzige Grundrechtseinschränkungen, Stilllegung der Wirtschaft und Abwürgung des gesamten Soziallebens verfügt.

All das weiß Merkel – oder müßte es wissen, wenn sie nicht allein den Fachidioten, Tunnelblick-Technokraten und Katastrophenvirologen mit ihren wieder und wieder nicht eingetretenen Horrorvisionen, die uns das ganze Jahr über begleiten, Gehör schenken würde, sondern stattdessen endlich eine rationale, universelle Sichtweise einnähme, die auch kritische Wissenschaftler berücksichtigte und eine Abschätzung ALLER volkswirtschaftlich-gesellschaftlich in Kauf genommenen Schäden einschlösse. Stattdessen perpetuiert sie ihre Warnung von „exponentiellem“ Wachstum – und versteigt sich auf die wohl unmöglichste Sprache, die ein Politiker wählen kann: die des Angstmachens. „Ich will nur sagen, wenn wir jetzt vor Weihnachten zu viele Kontakte haben und anschließend es das letzte Weihnachten mit den Großeltern war, dann werden wir etwas versäumt haben. Das sollten wir nicht tun.

Diese Drohung mit dem Tod der Großeltern ist ein Topos, den man bislang eher aus dem Staate Söder kennt – wo ja neuerdings auch Flugzeugabsturz-Metaphern oder Sterbe-Taktungen („alle vier Minuten ein Covid-Toter“) bemüht werden, um die Bürger in Schockstarre zu halten. Konditionierung durch vorgezogene Schuld: Das scheint nun endgültig auch Merkels Masche geworden zu sein. Was diese Kanzlerin damit eigentlich ausdrückt, ist ungeheuerlich: Wenn ihr Weihnachten zusammen feiert, seid ihr Mörder. Offenbar gefällt sich die Frau in ihrer Rolle als Totengräberin der Republik; bislang nur im übertragenen Sinne, jetzt auch ganz wörtlich in ihrer Rhetorik. (DM)