„Drohkulisse mit tödlichen Folgen“: Ethik-Professor rechnet gnadenlos mit Söder-Panikmache ab

Mit Propagandatricks, die vermutlich selbst Joseph Goebbels neidisch werden ließen, indoktriniert und verunsichert der bayerische Ministerpräsident vorsätzlich die deutsche Öffentlichkeit – und vermittelt den Eindruck vor März 2020 hätte in Deutschland Unsterblichkeit geherrscht – und erstmals drohe nun mit Corona eine tödliche Gefahr. Hinterlistige Flugzeugabsturz-Vergleiche, 4-Minuten-Opfertaktungen und die Behauptung eines „nonchalanten“ Umgangs mit Toten zeugen von einer Zweck-Heuchelei, die in der deutschen Politik bislang einmalig ist.

Von welcher dreckigen Verlogenheit ist eine Politik, die immer weitere Freiheitseinschränkungen und Verbote mit einem Virus begründet, dem inzwischen die gesamte gesundheitspolitische Aufmerksamkeit der Nation gilt – obwohl es für gerade einmal 2 Prozent aller Toten verantwortlich ist (und auch dieser Wert kommt wohlgemerkt nur deshalb zustande, weil eine bizarre Zähl- und Erfassungsmethodik künstliche Opfer generiert)? Die 98 Prozent aller Toten verschweigt der bayerische Katastrophentaktiker Södolf geflissentlich; Krebstote, Herz-Kreislauf-Verstorbene, Opfer anderer Krankheiten und Infektionen erfahren nicht die Ehre einer plakativen Vergleichsmethaphorik, die in abgestürzten Fliegern oder Todeskohorten rechnet.

Nun erfährt Söder heftige Kritik – ausgerechnet von einem Mitglied des von ihm selbst berufenen Ethikrats der bayerischen Landesregierung: Christoph Lütge, Wirtschaftsethik-Professor an der TU München, liest dem durchgeknallten Landesvater zwei Tage nach dessen Ausrufung des „Katastrophenfalls“ die Leviten. „Bild“ zitiert den Wissenschaftler wie folgt: „Der Vergleich mit abstürzenden Flugzeugen hat mit der Realität nichts zu tun… wenn ein Flugzeug abstürzt, sterben auch junge Menschen und Familien. An und mit Corona sterben vor allem hochbetagte und vorerkrankte Menschen.“ Der Experte wird deutlich: „Das kann man nicht ausblenden!

Laut dem Ethikrats-Mitglied zufolge sollen derartige Vergleiche nur dazu dienen, „alle paar Tage eine neue Drohkulisse aufzubauen – aber auch das hat tödliche Folgen.“ Die Politik lasse so jegliche Kollateralschäden des Lockdowns außer acht, was „völlig unglaubwürdig“ sei. Beispielsweise stürben derzeit massenhaft Menschen, weil sie nicht zum Arzt und nicht ins Krankenhaus gehen – vor allem weil sie fürchten, wegen der andauernd (falsch)berichteten angeblichen „Überlastung“ dort ohnehin nicht behandelt zu werden. „Das sind meist ebenfalls ältere Menschen mit Vorerkrankungen, die später tot in ihrer Wohnung gefunden werden„, so Lütge. Für diese direkten Lockdown-Folgen trage letztlich die Politik die Verantwortung.

Klatsche für die Alarmistenpolitik

Auch warnt der Ethik-Professor laut „Bild“ eindringlich davor, die täglich vermeldeten Corona-Todesfälle als Haupt-Kennzahl für politische Entscheidungen zu verwenden: „Wir können nicht nur auf die Corona-Todesfälle schauen und alles andere einfach ausblenden. Jeden Tag sterben in Deutschland etwa 2700 Menschen. Die Gesellschaft akzeptiert das auch. Zudem sagen Mediziner, dass wir keine wesentliche Übersterblichkeit haben.
Es scheine, als ob Politiker entweder Todesfälle nicht mehr akzeptieren – was dann allerdings der Anmaßung gleichkommt, Menschen um jeden Preis vor dem Tod zu schützen und zu diesem Zweck das Leben abzuwürgen. „Oder sie versuchen, damit politische Ziele zu erreichen“. Lütge postuliert, die Politik dürfe nicht einfach die Todeszahlen nennen, ohne zu erwähnen, dass das Durchschnittsalter der Verstorbenen bei deutlich über 80 Jahren liege.

Gertrud Höhler - Die Würde des Menschen ist unantastbar - Kopp Verlag 12,00 Euro
Gertrud Höhler – Die Würde des Menschen ist unantastbar – Kopp Verlag 12,00 Euro

Wir schauen seit Monaten nur noch auf eine einzige Krankheit, ohne uns zu fragen, was sonst noch passiert. Dadurch sind schwerste gesundheitliche, psychische und soziale Langzeitfolgen zu befürchten„. Es ist genau das, was Querdenker bzw. Corona-Skeptiker –  und eben keinesfalls „Leugner“ – seit Monaten propagieren. Vermutlich wird Lütge nicht mehr lange in Söders Diensten bleiben – denn ein Politiker, der kein Gewissen mehr hat, kann als Letztes jemanden gebrauchen, der ihm ein Schlechtes einredet. (DM)