Lauterbachs Corona-Logik: Man kann nichts planen – deswegen alle wegsperren!

"Der verrückte Professor": Karl Lauterbach (Foto:Imago/Thiel)

Die schlimmste Alarmisten-Luftpumpe dieser Pandemie, das „Orakel von Köln“ Karl Lauterbach, offenbarte gestern ein Eingeständnis, das für die wenigen noch klar Denkenden in diesem Land wenig überraschend kommt: Dass nämlich die Politik praktisch ohnmächtig ist und nichts im Voraus planen kann. Allerdings zieht Lauterbach daraus – was sonst – die völlig falschen Schlussfolgerungen.

Auf die Frage, was für den Fall des jetzt avisierten (und von Lauterbach natürlich wieder besonders vehement geforderten) Total-Lockdowns bis 10. Januar eigentlich anschließend passieren soll – vor allem dann, wenn die „Zahlen“ bis dahin immer noch nicht gesunken sind -, antwortete der SPD-„Gesundheitsexperte“ wörtlich: „Man kann keine Pläne für die nächsten Monate machen. Dafür ist die Pandemie zu unberechenbar„. Welch ein Bekenntnis!

Damit bestätigt der leidenschaftliche Verfechter eines veritablen Nordkorea-Kurses, was Kritiker der Corona-Politik sei den Tagen des ersten Lockdowns wissen: Die Politik ist plan- und ahnungslos, weil eine Wirkung sämtlicher Maßnahmen schlichtweg nicht nachweisbar ist. Länder mit härteren Lockdowns stehen schlechter da als solche ganz ohne oder mit moderaten Maßnahmen – und das Kosten-Nutzen-Verhältnis der getroffenen Entscheidungen ist schon längst nicht mehr gegeben.

Doch weil die Logik im Bevormundungs-Weltbild dieses Gesundheitsstalinisten keinen Platz hat, leitet Lauterbach – wie auch die Bundesregierung, Bayern und andere Länder – aus dieser Ungewissheit das Recht ab, dann eben einfach mal auf gut Glück die Menschen wegzusperren, die Wirtschaft an die Wand zu fahren und das Land völlig zu ruinieren. Und das muss natürlich besser gestern als heute sein: Lauterbach hält den Vorschlag von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, erst zu Weihnachten mit dem Lockdown zu starten, für „nicht weitreichend genug“; die Pläne Laschets, diesen zudem nur bis zum 10. Januar zu verhängen, reichten außerdem zu kurz und kämen zu spät, so der SPD-Politiker laut „dts Nachrichtenagentur“.

Gesundheitsstalinisten außer Rand und Band

Und wo immer sich noch Restleben in den Innenstädten regt, muss es beendet werden: Der Glühweinverkauf in den Städten müsse sofort gestoppt werden, denn es handle sich bei den Ständen um „Weihnachtsmärkte durch die Hintertür“, so der Dauer-Coronazi. Auch an den Schulen müssten die Kontakte sofort reduziert werden. „Deswegen sollten die Schulferien schon in der nächsten Woche starten“, forderte Lauterbach.

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Und die Krönung: Die bislang zwischen Weihnachten und Silvester geplanten Lockerungen bei den Kontakten dürfe es nicht geben, forderte der Gesundheitsexperte. Insbesondere sei die von NRW erlaubte Öffnung der Hotels zu stoppen. Erinnern wir uns: der „Lockdown Light“ war damit begründet worden, dass vier Wochen nochmaligen moderaten Anziehens der Zügel im November der Preis dafür sei, wenigstens Weihnachten wieder in Normalität zu verbringen. Davon ist nichts übrig geblieben; im Gegenteil: Unfähige Totalversager ohne jedes Konzept, mit ihren Maßnahmen von (nun evident gewordener) völliger Wirkungslosigkeit, strafen sich selbst Lügen und setzen ihren fatalen Destruktionskurs noch weiter fort.

Wenn, wie Lauterbach sagt, die Pandemie „unberechenbar“ ist, wozu dann eigentlich Maskenpflicht, Abstandsregeln, Gaststättenschließungen? Wir lassen uns von Flaschen regieren, die nichts wissen, nichts können, aber sich alles herausnehmen. Wie lange wollen wir diesen Zustand im Namen eines pervertierten „Lebensschutzes“ eigentlich noch hinnehmen? (DM)