Wilde Corona-Spekulationen nach dem Tod des AfD-Politikers Hänisch

Trauer (Symbolbild: shutterstoc.com/T Von T.Photo)

Harald Hänisch, AfD-Stadtrat in Böhlen (Kreis Leipzig), ist verstorben. In den sozialen Medien wird nun ebenso laut wie auch empathielos über die Todesursache spekuliert. Hänisch nahm an Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der „Querdenker“-Bewegung teil. 

Den Tod des AfD-Stadtrates bestätigte Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) auf Anfrage. Zur Todesursache konnte er keine Angaben machen. Hänisch zog 2019 zusammen mit Falk JahrIngo Weitzmann und Hans-Jürgen Krebs mit 22,3 Prozent der Stimmen für die AfD mit dem zweitbesten Stimmergebnis in den Böhlener Stadtrat ein.

Die AfD-Fraktion Böhlen hatte in einem – mittlerweile gelöschten –  Facebook-Beitrag am 30. November öffentlich bekannt gemacht, dass Hänisch erkrankt sei und ihm darin „schnellst mögliche Genesung“ gewünscht.

Laut dem Nachrichtenmagazin t-online wurde ein bekannter „Querdenker“ im Klinikum Leipzig behandelt. Das Magazin bezog sich hier auf einen verantwortlichen Mediziner. Weshalb dieser Auskunft erteilte, welcher Gruppierung einer seiner Patienten angehört, wird indes nicht thematisiert, sprich nicht nachgefragt, ob es sich um die Verletzung des Arztgeheimnisses handelt.

Mainstreammedien wie die LVZ, aber auch Kommentatoren in sozialen Netzwerken spekulieren, an was der AfD-Politiker Harald Hänisch verstorben sein könnte. Nachdem Hänisch vor einigen Wochen an Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen teilnahm, wird er rundweg von Kritikern als „Corona-Leugner“ diffamiert und sein Tod in direktem Zusammenhang mit den Demonstrationen gestellt.

Die „Querdenker“ selbst dementieren die Nachrichten über eine Infektion mit dem Coronavirus. Laut einer Pressemitteilung gäbe es weder einen Zusammenhang zwischen dem Tod von Harald Hänisch und dem Patienten in Leipzig, noch sei dieser Patient ein Mitglied der Bewegung:

Unbeirrt wird jedoch sowohl die Zuschreibung „Corona-Leugner“, wie auch eine Ansteckung des Verstorbenen auf einer „Querdenken“-Demo verbreitet.

So Jürgen Kasek, Grünen-Politiker, Rechtsanwalt in Leipzig und wegen seiner obsessionshaftem „Kampf gegen rechts“ sogar von seinen eigenen grünen Genossen gerügt, zwitschert in die Twittergemeinde:

Auf Facebook verbreitet ebenfalls ein „kritischer Watchblog mit dem Fokus auf Konservative, deren Verflechtungen nach Rechtsaußen als auch deren Gemeinsamkeiten“, nachfolgende, wahrheitswidrige Aussage zum Tod des AfD-Politikers Harald Hänisch:

Stimmen aus den Freien Medien:

In den Kommentarspalten spült es aktuell besonders „emphatische“Zeitgenossen an die Oberfläche: