Die Aktuelle Kamera informiert: ZDF-Chefredakteur Peter Frey bejubelt Lockdown als „Chance“

Wer verstehen will, wieso sich das Altparteienkartell in Merkeldeutschland in Bund und Ländern so rührend für die nächste Gebührenerhöhung zugunsten des weltweit teuersten öffentlich-rechtlichen Medienapparats einsetzt (und über das vorläufige Scheitern den Staatsvertrag vor Wut kocht), der braucht sich nur den gestrigen Kommentar von ZDF-Chefredakteur Peter Frey zu den vernichtenden Lockdown-Beschlüsse anzuschauen. Telegenere Jubelperser zur Beförderung der Regierungslinie lassen sich auf Kosten der wehrlosen Opfer-Zuschauer kaum finden.

Ein wenig fühlte man sich hier an den legendären Auftritt von ARD-Kommentator Rainald Becker in den Tagesthemen Anfang Mai, kurz vor Ende des ersten Lockdowns erinnert, der sich im Kommisston über „Öffnungsorgien“ lustig machte, dekretierte, eine „Rückkehr zur Normalität“ könne und dürfe es nicht geben und des Weiteren verkündete, wie froh wir alle sein könnten, Merkel zur Kanzlerin zu haben. Sehr zu Beckers Verdruss kam es bekanntlich kurz darauf dann doch zu den von ihm verteufelten Lockerungen.

Diesmal, wo auf den absehbar ergebnislosen „Lockdown Light“ – wie bei dieser völlig konzeptlosen Politik nicht anders zu erwarten – nun der „Knallhart-Lockdown“ folgt (treffender: Overkill-Lockdown), oblag es also Peter Frey fürs ZDF, für die angebliche Richtigkeit der Beschlüsse zu werben: Der Shutdown sei „richtig, aber er kommt zu spät und allein wird er nicht reichen„, belehrte Frey das Publikum: Es brauche jetzt vor allem „Verantwortung„. Das hören Einzelhändler, Dienstleister wie Friseure und Masseure und Millionen jetzt zusätzlich und erneut in die Kurzarbeit geschickte Arbeitnehmer doch gerne! Monatelang haben sie, wie die Gastronomen, Verantwortung gezeigt, haben alle Auflagen erfüllt und sich an Regeln gehalten, bekamen dafür noch im Oktober von erwiesenen Regierungs-Flaschen wie Peter Altmaier und Jens Spahn attestiert, in ihren Branchen sei das Infektionsgeschehen vernachlässigbar – nur um dann jetzt doch dichtgemacht zu werden. Übrigens hängt ZDF-Freys Existenzsicherung, anders als bei Millionen in die Pleite gejagten Unternehmern, nicht von staatlichen Corona-Hilfszusagen oder gnädigen Abschlagszahlungen ab, sondern fusst auf einem gebührenfinanzierten, satten und auch in der Krise stets pünktlich ausgezahlten Luxusgehalt. Da lässt sich leicht „Verantwortung“ predigen.

Da geht noch viel mehr

Nicht zufällig vermeidet Frey das Wort „Lockdown“ und spricht stattdessen fortwährend von „Shutdown“. Zwar redet die Politik selbst pausenlos vom „leichten Lockdown“ und jetzt „harten Lockdown“ – doch der ZDF-Chefredakteur will diesen Begriff lieber noch für weitere Eskalationsstufen zurückstellen – die doch wohl hoffentlich und bestimmt schon bald kommen werden, sollten die Untertanen jetzt nicht endlich spuren und die „Zahlen“ zum Sinken bringen. „Nur zur Klarstellung: Ein Lockdown ist das nicht„, doziert Frey zynisch. Denn ein solcher „würde Ausgangssperren einschließen wie in vielen europäischen Ländern, und zwar nicht nur nachts, sondern auch tagsüber und im ganzen Land. Das wird den meisten in Deutschland nicht zugemutet.“ Und drohend schiebt er nach: „Noch nicht.“ Doppelbotschaft hier: Erstens – wie gnädig ist doch unsere Regierung, so milde und rücksichtsvoll zu handeln und uns Restfreiheiten gnädig zu gewähren! Und zweitens – da geht noch mehr, wenn Ihr nicht pariert! Der Shutdown war noch lange nicht die letzte Patrone! Vielleicht werden wir ja im Februar zuhause eingemauert à la „Wuhan-style“ – oder es gibt Lautsprecherdurchsagen wie „Superspreader werden erschossen“?

Wortklaubereien zur Erträglichmachung und Verharmlosung einer – angesichts der Faktengrundlage dieser „Pandemie“ mittlerweile nur noch verbrecherisch zu nennenden –  Zerstörungspolitik ohne Plan, ohne Hand und Fuss und vor allem ohne jegliche „Nachhaltigkeitsstrategie“, wie dies auf Neusprech heisst, sind das Mindeste, was Merkel, Söder und die anderen wildgewordenen Bevormunder von ihren öffentlich-rechtlichen Pappenheimern erwarten dürfen. Frey schloss seinen Andachtsmonolog mit einer vielsagenden Botschaft: „Sehen wir also den Shutdown als Chance: Viel stille Nacht und keine Böller. Das heißt: Zeit zum Nachdenken, wer die Lasten in dieser Krise trägt„. Was gibt es darüber groß nachzudenken? Ganz sicher nicht die, die sie uns eingebrockt haben. (DM)

Nachfolgend der Kommentar Peter Freys: