Will Jens Spahn mit unbrauchbaren Masken die Pflegeheime „leeren“?

Foto: Jens Spahn (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Es ist einfach nur noch unfassbar, wie diese Bundesregierung mit dem Leben ihrer Untertanen spielt:

Nach Vorwürfen der Arbeiterwohlfahrt in NRW, sie habe vom Bund zehntausende Masken für Pflegeheime geliefert bekommen, die nicht für den Einsatz im medizinischen Bereich geeignet seien, fordern Patientenschützer eine rasche Aufklärung der Vorfälle. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte der „Rheinischen Post“ (Dienstag), dass es schon im Frühjahr Ärger mit sechs Milliarden FFP2-Masken gegeben habe. „Damals haben Lieferanten gegen die Bundesregierung prozessiert, weil das Gesundheitsministerium wegen Beanstandung der Qualität nicht bezahlen wollte“, sagte Brysch.

Deshalb verwundere es, dass jetzt die Regierung selbst FFP2-Masken von offenbar zweifelhafter Qualität verschickt haben soll. Solche Hinweise gebe es aus Pflegeheimen, die vorab Pakete im Auftrag des Ministeriums erhalten haben. „Jens Spahn muss den Vorwurf jetzt unverzüglich aufklären. Denn schon Dienstagfrüh werden die ersten Menschen ihre drei kostenfreien Masken in der Apotheke abholen wollen“, sagte der Patientenschützer. Es sei für einen Laien kaum zu erkennen, ob die Maske die Standards erfülle. Ob jeder Apotheker zwischen gut oder schlecht unterscheiden könne, sei fraglich.

Denn die Fachleute im Ministerium schienen damit Schwierigkeiten zu haben. „Von einer ersten Tranche in Höhe von knapp einer halben Milliarde Euro muss erwartet werden, dass sie einwandfrei ist“, sagte Brysch.

Es wird wirklich allerhöchste Zeit, dass diese unverantwortlichen Politiker juristisch zur Rechenschaft gezogen werden können. Aber gibt es Richter und Staatsanwälte, die noch parteipolitisch unabhängig agieren? (Mit Material von dts)

Dazu dann noch diese Leserzuschrift:

Hallo liebes Jouwatch-Team,

ich habe heute mir meine „Ration“ Maulkörbe aus der Apotheke abgeholt. Die verteilten Masken stammen von einem Händler namens Hygisun, der zwar in Deutscland seinen Firmensitz hat, aber wohl in chinesischem Eigentum ist. Auf der Maske, bzw. der Verpackung, ist kein Hinweis auf den Hersteller oder das Ursprungsland. Eine Internet-Recherche hat ergeben, dass diese Masken vorwiehend über den Bau- oder Bürobedarf vertrieben werden. Auf der Homepage des Händlers ist die Maske für den „zivilen“ Gebrauch zugelassen, aber nicht für den medizinischen!.

Das Ding ist also genauso wirksam gegen den „Virus“ wie ein Hühnerdraht gegen Mücken.