Ausgangssperre an Heiligabend bleibt! Söder: Jesus kann mich kreuzweise!

Markus Söder (Bild: shutterstock.com/Von photocosmos1)

Das ist pure Schikane: In der Kirche kann man sich nicht anstecken. Zu viel Abstand, gut gelüftet. Deshalb hatten sich auch die bayerischen Bischöfe wegen der Knallhart-Coronaregeln an Heiligabend an die Staatsregierung gewandt. Hardcore-Corona-Söder bleibt jedoch hart. Es wird keine Ausnahmen geben. Auch nicht für die Christen!

An Heiligabend wird bei der ab 21 Uhr geltenden Ausgangssperre in Bayern keine Ausnahme gemacht. Das kündigte Knallhart-Corona-Warrior Markus Söder(CSU) am Dienstag in seiner Regierungserklärung im Bayerischen Landtag an. Es werde keine Sonderregelung geben, auch nicht für Familien und Kirchen.

Laut den widersprüchlich und mutmaßlich bewusst verwirrend formulierten Corona-Regeln hieß es bislang noch, Besucher von Christmetten sollten davon ausgenommen sein. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) forderte jedoch im immer totalitärer werdenden Corona-Modus, dass auch Gottesdienstbesucher gefälligst bis 21 Uhr wieder daheim zu sein hätten. Damit könnten die Kirchen ihre abendlichen Christmetten, die meist um 22 Uhr oder später beginnen, nicht feiern.

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Die sieben katholischen Diözesanbischöfe wandten sich laut dem Portal katholisch.de an die Staatsregierung und baten „dringend“ darum, „dass diese schmerzhafte Entscheidung der Ausgangssperre an Heiligabend eine einzige Ausnahme erfahren kann“. Die katholischen Bischöfe seien sich des Ernstes der Lage voll bewusst, hieß es. Alle betonten ihr Anliegen, dass von den Weihnachtsgottesdiensten kein erhöhtes Infektionsrisiko ausgehen dürfe. Ihrer Ansicht nach würde aber die zeitliche Ausweitung der Gottesdienste über den ganzen Abend hinweg das Infektionsrisiko mindern – im Gegensatz zu einer Verdichtung in der Zeit vor 19:30 Uhr. Es wurde zudem darauf verwiesen, dass für alle Pfarreien strenge Hygienekonzepte entwickelt worden seien, auch persönliche Platzkarten würden vergeben. Zudem sei das Gottesdienstangebot über den Nachmittag und Abend erheblich erweitert und somit entzerrt worden.

Wenig verwunderlich das Agieren der evangelischen Landeskirche. In ihrer seit Jahrhunderten eingeübten devoten Haltung und ihrer Klüngelei mit Regierenden jeglicher Couleur, wurden alle zu später Stunde geplanten Christmetten und Vespern abgesagt. Man sehe dies als Teil einer großen Kraftanstrengung, um auf die Pandemie entsprechend zu reagieren. Allahu akbar?(SB)