Idealbürger des Corona-Staats: Social Distancing statt persönlicher Begegnungen

(Symbolbild:Imago/epd)

Solche Berichte gehen den großen Transformatoren in den Machtzentralen doch runter wie Öl: Eine Mehrheit der Bürger setzt auch in Deutschland auf Kontakt-Selbstbeschränkungen zur Eindämmung der sogenannten Corona-Pandemie – und weicht in der Weihnachtszeit verstärkt auf IT-Krücken statt persönliche Begegnungen aus, etwa durch Video-Telefonie. Ein neuer Dauerzustand? Der ideale Untertan bleibt gefügig, kontrollierbar, vermummt und vereinzelt sich brav.

In Zeiten, da bereits die kleinste gesellschaftliche Einheit – die Familie – zu einer infektiologischen Terrorzelle wird und ein Treffen unter Freunden als potentiell kriminelle Zusammenrottung gilt, kann sich der Staat gar keinen idealeren Musterbürger denken als den, der sich digital gläsern macht – und alles Zwischenmenschliche in die globalen Netze verlagert. Genauso stellen sich die globalistischen Kulturzersetzer und Zukunftsplaner die Welt von morgen vor: Keine Umarmung, keine Nähe, keine Intimität mehr.

Laut einer aktuellen Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom, die gestern veröffentlicht wurde, wollen mehr als zwei Drittel der Deutschen an Heiligabend und in den Tagen davor ihre Weihnachtsgrüße per Video-Anruf überbringen;
Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 82 Prozent, immerhin noch 78 Prozent bei den 30- bis 49-Jährigen. Auch 71 Prozent der 50- bis 64-Jährigen richten Weihnachtsgrüße in diesem Jahr per Videocall aus – und immerhin 43 Prozent der Generation 65 plus, wie die „dts Nachrichtenagentur“. Vor allem rufen etliche Senioren ihre Kinder an.

Mehr lässt ihnen die Lockdown- und Separierungspolitik allerdings auch gar nicht übrig – und sogar wenn, hat die Angstpropaganda schon so prächtige Früchte getragen, dass sich sowieso viele Großeltern nicht mehr in die Nähe ihrer Enkel trauen, auch wenn es ihnen das Herz zerreißt – obwohl die reale Gefahr eines schweren Corona-Verlaufs auch bei den über 60-jährigen extrem überschaubar ist. Doch diese nüchternen Betrachtungen, wie auch die Abwägung einer sozial-medizinischen Kosten-Nutzen-Ratio, bleiben gänzlich auf der Strecke. (DM)