Bewährungsstrafe: Neonazi-Überfall auf „linke Aktivistin“ war erfunden

Erstunken und erlogen (Bild: shutterstock.com/Von Lisa-S)

Das Amtsgericht München hat eine „Aktivistin der linken Szene“ – auf gut Deutsch eine Linksradikale – wegen Vortäuschung eines angeblichen Neonazi-Angriffs zu einer Geld- und Bewährungsstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Die linke Lügnerin muss zudem die Kosten des Verfahrens in Höhe von rund 20.000 Euro bezahlen.

Die Linke sollte im Dezember 2019 in in einem Prozess gegen Mitglieder aus der „rechtsextremen Szene“, der wegen Körperverletzung angesetzt war, aussagen. Einen Tag vor Prozessbeginn tat die Linke kund, dass sie in ihrer Wohnung von zwei ihr unbekannten Männern bedroht und misshandelt worden sei.

Die 36-Jährige behauptete gegenüber der Polizei, im Dezember 2019 hätte es an ihrer Tür geklingelt. Als sie diese öffnete, sei sie gewürgt und gegen den Kopf geschlagen worden. Die Täter hätten ein Graffiti in der Wohnung angebracht – angeblich eine unmissverständliche Drohung. Der Prozess gegen den Neonazi wurde daraufhin abgesagt und verschoben, der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen, berichtet hierzu die AZ.

Jedoch habe sich herausgestellt, nachdem Widersprüche und Zweifel am beschriebenen Tatablauf aufkamen, dass der angebliche Überfall erstunken und erlogen war. Die Linke wurde wegen Vortäuschung einer Straftat angezeigt.

Das Amtsgericht sprach die Frau nun schuldig und verurteilte sie zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Monaten, die der Richter jedoch zur Bewährung aussetzte. Zudem muss die Münchnerin eine Geldstrafe bezahlen und die Kosten des Verfahrens übernehmen. Die Summe soll sich laut der Zeitung auf insgesamt rund 20.000 Euro belaufen.

Ganz ähnlich erging es dem Schweriner Genossen und Linkspartei-Politiker Julian K. Im November 2016 hatte das Amtsgericht Schwerin K. wegen des Vortäuschens einer Straftat zu einer Jugendstrafe von mehreren Tagen Arrest verurteilt. Die linke Politikhoffnung hatte behauptet, von drei Neonazis überfallen und mit mehreren Messerstichen an Armen und Brust verletzt worden zu sein. (SB)