Eine neue Kinderehe pro Woche in Deutschland

Muslima (Symbolbild: shutterstock.com/Z Von ZouZou)

Aufgrund der unkontrollierten Masseneinwanderung – vorwiegend aus muslimischen Kulturkreisen wie Afrika und Asien – nimmt die Zahl der Kinderehen in Deutschland stetig zu. Mittlerweile leben hunderte Mädchen in diesem psychischen wie physischen Gefängnis. Wie ist dies eigentlich trotz eines „Gesetzes zur Bekämpfung von Kinderehen“ möglich?

Laut UNICEF (2018) leben weltweit über 650 Millionen Mädchen und junge Frauen, die vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet wurden. Jedes Jahr kommen geschätzt weitere 12 Millionen hinzu. Eine Kindheit ist im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention so nicht möglich. Das „Phänomen“ der Kinderehe – vor allem in Afrika und Asien, sowie im muslimischen Kulturkreisen gängige Praxis – war in bisher Deutschland eine Randerscheinung. Vor Vollendung des 16. Lebensjahres konnte in Deutschland eine Ehe nicht wirksam eingegangen werden. Spätestens nach Merkels Grenzöffnung 2015 hat sich die Zahl verheirateter minderjähriger Mädchen explosionsartig vervielfacht.

„Wir gehen davon aus, dass in Deutschland jede Woche eine Minderjährigen-Ehe geschlossen wird“, so die Frauenrechtsorganisation Terre des Femme. Die Frage, die sich an dieser Stelle aufdrängt: Wie ist es möglich, dass trotz eines, 2017 unter dem Menschenrechtskämpfer und ehemaligen Justizminister Heiko Maaß (SPD) erlassenen „Gesetzes zur Bekämpfung von Kinderehen“ junge Mädchen zu Tausenden in Deutschland in die Ehe gezwungen werden können? Vor mehr als drei Jahren hatte der Bundestag benanntes Gesetzt verabschiedet, das Betroffene besser schützen soll. Gab es bis dahin noch eine Ausnahmeregelung, mit der man ab 16 Jahren heiraten konnte, wurde mit Beschluss des neuen Gesetzes das Mindestheiratsalter in Deutschland auf 18 Jahre ohne Ausnahme festgelegt. Zudem werden Ehen, die im Ausland mit Minderjährigen geschlossen werden, in Deutschland nicht mehr anerkannt bzw. aufgehoben: Ehen, die unter 16 geschlossen werden, seien in Deutschland nichtig. Ehen, die im Alter von 16 und 17 Jahren eingegangen werden, sollten in der Regel aufgehoben werden, heißt es im Maaß´schen Gesetz. Weshalb also gibt es dieses Leid, dass junge  – mehrheitlich muslimische Mädchen – an mehrheitlich ältere Männer verheiratet werden, in Deutschland in diesem erschreckenden Ausmaß?

Die Frauenrechtsorganisation resümiert: „Diese Regelungen sind in der Praxis noch gar nicht angekommen. Viele Behörden wissen überhaupt nicht, wie das Gesetz umzusetzen ist“, so Monika Michell von Terre des Femmes gegenüber dem Focus. Die Organisation hatte 2019 eine Studie zu dem Phänomen durchgeführt. Die erschütternde Bilanz: Seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes wurden deutschlandweit 813 Ehen mit Minderjährigen gemeldet. Skandalöserweise wurden nur zehn davon dann tatsächlich aufgehoben.

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Die Organisation, die sich ebenfalls für ein Kinderkopftuchverbot in Bildungseinrichtungen ausspricht, geht davon aus, dass in Deutschland in Wirklichkeit noch wesentlich mehr Minderjährige verheiratet werden oder in Kinderehen leben, als bislang bekannt. In vielen Bundesländern würden zudem gar keine Statistiken zu der Problematik geführt werden, berichtet Terre des Femmes weiter. Dass ein Mädchen minderjährig ist, komme so manchmal erst ans Licht, wenn zum Beispiel die Geburt des Kindes im Standesamt registriert wird.

Solche Eheschließungen finden in den hermetisch abgeschotteten muslimischen Parallelwelten statt. Am häufigsten betroffen seien in Deutschland junge Mädchen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, aber auch aus der Türkei und sogar Bulgarien. Der angebliche Rechtsstaat bleibt außen vor. 93 Prozent der Betroffenen seien  Mädchen, 98 Prozent haben einen Migrationshintergrund. Sie würden entweder unter Androhung von körperlicher Gewalt oder sogar Mord in die arrangierte Ehe gedrängt oder subtil hineingezwungen, so die Frauenrechtsorganisation weiter. Das rückständige Frauenbild muslimischer Gesellschaften, gespeist aus der Ideologie des Islams, macht die jungen Mädchen nach der Heirat zum Eigentum des Ehemannes. Ihre Aufgabe ist es, in ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter maximal viele Kinder zu gebären. Spätestens ab diesem Zeitpunkt brechen Sozialkontakte weg, die Betroffenen besuchen keine Schule mehr. Die Mädchen sitzen – aus Angst oder Unwissen – in ihren arrangierten Ehen fest.

Um diesem importierten Problem Herr zu werden, wird einmal mehr der Steuerzahler zur Kasse gebeten. Dieser soll Aufklärungs- und Sensibilisierungprogramme, sowie Theaterprojekte an Schulen finanzieren, um ein Problem zu bekämpfen, das ihm durch eine verantwortungsvolle Migrationspolitik nicht auch noch auf die Schultern gehievt worden wäre. Ein Problem, dass Deutschland in Anbetracht des schier unermesslichen Ausmaßes in den betreffenden Herkunftsländern nicht wird lösen können.  (SB)