Wie Corona den Ultranationalismus der Linken enttarnt

Das Elend Afrikas wird durch die Lockdowns immer größer (Foto:Imago/ZUMAWire)

Dass die Corona-Maßnahmen in erster Linie dazu angetan sind, die globale Armut immer weiter zu vergrößern, scheint die Fürsprecher von Lockdowns, stillgelegten Wirtschaftsbranchen und unterbrochenen Handelsströmen nicht weiter zu bekümmern – selbst wenn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen Alarm schlägt. Hier zeigt sich, dass die sonst stets so globalistisch gepolten Linken insgeheim einem tief verwurzelten Nationalsmus nachhängen. Noch mehr als geschlossene Grenzen fürchten sie den Kontrollverlust.

Wenn es darum geht, bedingungslose Flüchtlingsaufnahme selbst in der schlimmsten Pandemie zu gewährleisten, oder ausländische Straftäter und sogar IS-Terroristen keinesfalls in ihre Heimat abzuschieben, weil ihnen dort ja möglicherweise Verfolgung und Bürgerkriegswirren drohen: Da wollen die selbsterklärten Humanitätswächter in diesem Land keinen Unterschied zwischen Menschenleben in Deutschland und Menschenleben in Syrien, Afghanistan oder Nigeria machen. In einer postnationalen, globalistischen Weltgemeinschaft zähle nicht mehr der Rückzug in die eigenen, engen Grenzen, sondern der Blick über den Tellerrand. Das Lebensrecht der Einheimischen stehe nicht über dem von Schutzbedürftigen und Mittellosen irgendwo sonst auf dem Planeten.

Genau davon wollen linke Pandemie-Hardliner in der Corona-Krise aber nichts mehr wissen, wenn die Selbstausfrierung der gesamten Gesellschaft innerhalb ihrer, na sowas, nationalen Grenzen (!) unter einer stramm auf Zentralismus gebürsteten Regierung vollendet werden muss, koste es was es wolle. Auf über 30 Millionen Tote in der Dritten Welt schätzen die UN derweil die unmittelbaren Folgen der von den Industrieländern (vor allem Deutschland als wichtigsten Export- und Handelspartner vieler Schwellenländer) beschlossenen Lockdown-Maßnahmen – und die weltweite Armut der ohnehin Prekären verschlimmert sich immer weiter. Doch ausgerechnet hierzulande, wo um das Leben jedes 100jährigen im Zuge einer hochneurotischen Virusbekämpfung gekämpft wird, als stünde der Fortbestand der Menschheit auf dem Spiel, juckt dies niemanden.

Journalisten brechen in Tränen aus, wenn die nach Selbstabfackelung ihrer Unterkünfte durch EU-Gelder errichteten Ersatzcontainer der Flüchtlinge auf Moria witterungsbedingt im Morast versinken – doch wenn die Corona-Maßnahmen die Entwicklungshilfe und damit Grundversorgung ganzer Landstriche unterbrechen, dann interessieren sie die Folgen noch weniger als die Kollateralschäden der Pandemie durch Selbstmorde, Drogen, Alkoholismus und verschobene OP´s. Dies ist nicht mehr Heuchelei, es ist Ignoranz an der Grenze zur Schizophrenie. (DM)