RKI-Chef besorgt wegen Anfeindungen

RKI-Boss Wieler in typischer Pose (Foto:Imago/IPON)

Berlin – Was Wahrheit ist, darf in diesem Land nur die Bundesregierung und die ihr untergeordneten Beamten bestimmen und auch Fakten gibt es nur von oben. Wer widerspricht oder alternative Fakten präsentiert, ist Nazi und damit böse:

Den Präsidenten des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler besorgen nun die „Anfeindungen“, die er in diesem Jahr erlebt hat. „Das bedrückt mich, es bedrückt auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber niemand von uns hat deshalb den Mut verloren“, sagte Wieler dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wir arbeiten seit der ersten Krisenwoche daran, nach bestem Wissen und Gewissen Probleme zu lösen. Wir sind faktengetrieben, wir können diese Fakten und Daten ja nicht einfach leugnen. Und wir dürfen nicht vergessen: Die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung steht hinter dem Robert-Koch-Institut und weiß unsere Arbeit zu schätzen.“ Wieler kritisierte ferner Mediziner, die seine Appelle ignorieren.

„Ich weiß, dass wir eine sehr heterogene Gesellschaft haben und dass es nicht immer gelingt, in jede Gruppierung die richtigen Botschaften zu bringen“, sagte Wieler dem RND. „Was mir aber absolut unverständlich ist, das ist, dass es noch immer sogar Ärzte gibt, die behaupten, dass Masken keinen Schutz bieten. Das ist eine Negierung von Fakten – und das ist nicht akzeptabel.“

Wieler erklärt leider nicht, warum die „Fallzahlen“ dermaßen nach oben schießen, obwohl fast überall und immer Masken getragen werden. (Mit Material von dts)