Wahlkampf Baden-Württemberg eröffnet: Onkel „Bräsi“ Kretschmann – der nette Maoist von nebenan

Foto: Imago

Da war der 72jährige Regierungschef Winfried Kretschmann wieder in seinem Element. Im Element früherer Politjugendjahre. Dank Corona können Politiker aus Bundes- und Landesregierungen jetzt endlich mal so richtig die obrigkeitsstaatliche, autoritäre Sau rauslassen. Da wird – zack – angeordnet und verordnet, da stehen die Ordnungshüter zur Exekution bereit, wird im Zeichen pandemischen Dauernotstandes dem Bürger mal ordentlich was vor den maskierten Latz geknallt. 

Von Hans S. Mundi

Wenn der Landesvater mal hart durchgreift– Onkel Kretschmann via TV sinngemäß zum neuen Shutdown, mit einer Wisch-und-Weg-Handbeweguing: Er habe weder diese noch jene Sonderregelung akzeptiert, hier werde jetzt einheitlich gehandelt, aber richtig und für alle. Ihm war das Vergnügen anzusehen. Hier bestimme ich. Und ich weiß was gut für das Volk ist. Macht ist der Sex der alten Männer, sagen die alten Frauen und Witwen italienischer Mafiabosse voller Weisheit. Kretschmann ist der erste und bislang einzige Grüne Ministerpräsident in deutschen Landen – und er will es bleiben. Noch im hohen Pensionsalter will der ehemalige Pauker die Grünen im Ländle an der Macht halten. Die Chancen stehen nicht schlecht. Kretschmann ist der wohl einzig bürgerlich wirkende Spitzenpolitiker des einst maoistischen Haufens – und so fragen sich Wähler und Medien im Südwesten: Was kommt nach ihm…?!

Linksradikalismus im Umweltschutz-Gewand

Das schmerzt: Beim aktuellen Dienstwagencheck der Deutschen Umwelthilfe unter deutschen Spitzenpolitikern wird dem Grünen-Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann die Rote Karte vorgehalten. 193 Gramm pro Kilometer soll der CO2-Ausstoß seines Dienst-Mercedes betragen. Viel zu viel in den Augen der Umweltschützer. Stimmt nicht, wehrt sich das Staatsministerium in Stuttgart, da sei wohl ein Wert früherer Dienstwagen zugrunde gelegt worden. Kretschmanns zuletzt gefahrene S-Klasse vom Typ Mercedes S 350 Bluetec hat laut Herstellerangaben einen Wert von 148 g CO2/km.“

Sag mir, wo du herkommst, dann sag ich dir, wer du bist

Lustig, wenn Giftgrüne unter sich streiten, wer denn nun der Grünste ist im ganzen Land. DUH versus Kretschmann, das erinnert an den Kampf unter Kommunisten gegen „Abweichler“ und „Revisionisten“. Alles schon gehabt, als der junge Kretschmann noch Asta-Vorsitzender an der Universität Hohenheim war – und aktives Mitglied im Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW), eine linksextreme Vereinigung, die den chinesischen Weg der Revolution unter dem Massenmörder Mao Tse-Tung hierzulande auch gehen wollte. Maos „Kulturrevolution“ kostete 55 (!) Millionen Menschen das Leben. Aus diesem ideologischen Sud entstanden die Grünen, die diese Vergangenheit heute gerne leugnen oder als „Irrtum“ bezeichnen, wie es auch Kretschmann tut.

Grüne eröffnen Landeswahlkampf mit Skandal – aber Grüne treten nicht zurück, Grüne sind Götter

Die Grünen fordern Tempolimit 130. Laut Parteichef Robert Habeck gibt es „kein Recht auf Rasen“. Jetzt entpuppt sich ausgerechnet ein grüner Umweltminister als Raser – und das auch noch im Verbrenner – Nach seiner drastischen Tempoüberschreitung steht Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller im Kreuzfeuer der Kritik. Ein grüner Raser, der ein striktes Tempolimit fordert – dann aber so schnell fährt, wie es ihm passt? Und das auch noch als Minister? Obendrein in einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Mit seinem Gasfuß hat Untersteller sich und die Grünen in eine unangenehme Lage manövriert: Viele Menschen zweifeln an seiner Glaubwürdigkeit – und an der seiner Partei.“

Buch "Pack" - Alp Mar - Die Abschaffung der Demokratie oder Was man über Linke wissen sollte - E-book: 4,49 Euro
„Pack“ – Alp Mar – Die Abschaffung der Demokratie oder Was man über Linke wissen sollte – E-book: 4,49 Euro

CDU kuscht vor den Grünen, man will es sich mit Merkel nicht verderben

Der Skandal um den rasenden Umweltminister in Baden-Württemberg ist schon ein paar Tage alt (Jouwatch berichtete). Jetzt kam es darüber im Stuttgarter Landtag zur parlamentarischen Aussprache. Während 177-KmH-Untersteller auf reumütig machte und hier den denkbar schlechten Schauspieler gab, hackte einzig die FDP hörbar auf dem Grünen Lügenbaron herum, der ansonsten strikt 130 Stundenkilometer auf allen Autobahnen fordert. Was aber machte die CDU? Bekanntlich regiert sie als „Stützstrumpf“ in einer Koalition unter Regie der Alt- und Neulinken mit, stets am Rande der totalen Selbstverleugnung. Im Südwesten ist also die CDU die Totale Merkel-Partei, nach links devot und mit Hofknicks, bloß nicht Grüne, Rote oder Neokommunisten verprellen. So auch hier. Eigentlich eine Steilvorlage. Ein ökosozialistischer Bonze demonstriert seine miese Gesinnung mit durchgedrücktem Gaspedal und zeigt, wer was sollen darf und wer nicht. Und die CDU? „CDU stützt Untersteller“ lautet am nächsten Tag die Schlagzeile in allen Zeitungen des Ländles. Das bürgerliche Lager existiert kaum noch. Staat zu Beginn des Wahlkampfs einen Grünen aus dem Amt zu kippen um sich dadurch Punkte bei den Wählern zu holen, wird den linken Grünen der Rücken frei gehalten. Merkel hat aus dieser Partei ein Nichts gemacht. Kretschmann hat einen leichten Gegner.