Ahnungslose Experten: Weder Politiker noch Virologen haben die Pandemie im Griff

Experten der Krise: Zwei Virologen und ein Bankkaufmann - Foto: Imago

Die Deutschen klammern sich in dieser Krise hoffnungsfroh an die scheinbare Fachkompetenz der Virologen  – doch Tag für Tag beweisen uns die vom RKI oder der Johns Hopkins University publizierten, für jedermann zugänglichen Zahlen eindeutig, dass selbst sie sich im weitgehend ahnungslosen Blindflug befinden. Alle tappen im Dunkeln – und die Halbwertszeit, bis eine heute vermeldete Gewissheit schon wieder in Frage gestellt wird, verkürzt sich stetig. Genau dies treibt immer mehr denkende Menschen in die Resignation. Immer neue Informationen zur Infektionsdynamik und die Zweifelhaftigkeit der PCR-Tests stiften weitere Verwirrung.

So bekräftigte jetzt niemand Geringeres als der Hersteller der in Deutschland zum Einsatz kommenden PCR-Tests persönlich, dass rund die Hälfte der „Corona-Positiven“ gar nicht ansteckend ist. Derartige Einwände waren bislang von „seriösen“ Experten und Politikern stets als Legende aus dem Querdenker- oder „Leugner“-Lager abgetan worden – zu Unrecht, wie sich jetzt zeigt. „Wieder bestätigt eine seriöse Quelle, was bislang als Verschwörungstheorie galt„, kommentiert der „Nordkurier„. Die Zeitung interviewte jetzt den Geschäftsführer der TIB Molbiol GmbH, Olfert Landt. Sein Unternehmen produziert die Tests, von denen aktuell bis zu zwei Millionen Stück pro Woche ausgeliefert werden.

Was Landt nun selbst bestätigt, hat es in sich: Seiner Einschätzung nach sind die Hälfte aller positiv getesteten Personen gar nicht infektiös – denn um gefährlich für Dritte zu sein, müsse man „100 Mal mehr Viruslast in sich tragen als die Nachweisgrenze der Tests„. Hier spielen wieder die in der täglichen Laborpraxis viel zu hoch und lange gedrehten Vermehrungszyklen die entscheidende Rolle, die zur Folge haben, dass in Deutschland auch solche positiven PCR-Tests als „Infektionen“ gezählt werden, die nur durch abnorme Zyklenzahlen (ct-Werts) bestimmt wurden – obwohl in der Ursprungsprobe des Abstrichs nur verschwindende Spuren des Virus gefunden wurden, die niemals eine Ansteckungsgefahr begründen könnten. „Es wäre daher klug, wenn man die Testergebnisse mit einer Bewertung herausgeben würde„, befindet Landt.

PCR-Hersteller selbst bestätigt die Skeptiker

Der „Nordkurier“ schlussfolgert zu Recht, dass Horrorzahlen, Fall-Explosionen und nicht zuletzt auf dieser Datenbasis beschlossene Maßnahmen wie der aktuelle Lockdown somit auf einer riesigen Masse positiver Testergebnisse fußen – welche ein in Wahrheit „vollkommen unrealistisches Gefahrenszenario“ abbilden.“ Dass ausgerechnet der Hersteller der PCR-Tests und wissenschaftlicher Weggefährte von Chef-Virologe Christian Drosten nun jene These unterstützt, die bislang als illegitime Verharmlosung galt, ist da schon eine Überraschung„, schreibt die Zeitung. In der Tat; vor allem zeigt es, wie wenig selbst den als objektive Bewertungsgrundlage gelobten Verfahren in dieser Pandemie zu trauen ist – und den Wissenschaftlern, die uns ebendiese Verfahren als zuverlässig garantieren, während zugleich jeder Zweifler, jeder Andersdenkende auch unter den eigenen Fachkollegen als unseriöser Spinner, Scharlatan oder Aluhut stigmatisiert wird.

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Die nun auch von wohl berufenster Stelle bestätigte Fragwürdigkeit der PCR-Testresultate (die von Politik und Medien irrigerweise weiterhin mit „Neuinfektionen“ und „Inzidenzen“ gleichgesetzt werden) sind nicht der einzige Glitch in dieser Pandemie. Ein riesiger Widerspruch wohnt weiterhin der fragwürdigen, allein auf entweder extern angeordnete oder auf Verlangen der Probanden selbst basierenden Testpraxis inne. Die Politik suggeriert mit ihren vermeldeten Zahlen und Inzidenzwerten, dass die Woche für Woche durchgeführten Test das gesamte tatsächliche Infektionsgeschehen in Deutschland abbildeten. Dies ist jedoch gar nicht der Fall: Sämtliche neuen Fälle werden aus der Masse der Woche für Woche rund 1,5 Millionen durchgeführten Testungen ermittelt; zugleich werden also 82,5 Millionen Deutsche in derselben Woche NICHT getestet.

Wer glaubt nun ernsthaft, dass ausgerechnet in diesen gerade getesteten 1,5 Millionen alle tatsächlichen Fälle von Corona enthalten wären, die es gerade wirklich im Land gibt? Ein absurder Gedanke. Alle Maßnahmen, die die Politik aus den Fallzahlen ableitet, wären nur dann zulässig, wenn Woche für Woche ausnahmslos jeder Deutsche getestet würde; erst und nur dann ließen sich valide „Zahlen“ bestimmen, deren Veränderung bewerten und hieraus halbwegs seriöse Schlüsse zur Entwicklung der Pandemie treffen.

Die verschwiegene Dunkelziffer

Weil dies natürlich schon logistisch unmöglich ist, die Politik allerdings gleichzeitig repräsentative Stichprobentestungen der Bevölkerung unterlässt, ist somit von einer geradezu gigantischen Dunkelziffer auszugehen – und die dürfte sich mindestens in einer Größenordnung des Faktors 5 bewegen, wenn nicht höher. Aber selbst wenn man nur vom unrealistisch niedrigen Faktor 2 ausgeht, führt die unbestreitbare Tatsache der Dunkelziffer ganz automatisch dazu, dass die Schwellenwerte und Inzidenzen bedeutungslos werden –  uns somit der gesamte Lockdown als unsinnig anzusehen ist. Der größte Teil der realen Infektionen erfolgt mithin nämlich ganz unbemerkt von Laboren, Gesundheitsämtern und Ärzten und kann ohnehin niemals nachverfolgt werden. Das nüchterne Fazit lautet: Corona geht durchs Volk, so oder so und ganz egal, wie sehr wir noch weggesperrt, wirtschaftlich ausgetrocknet und sozial überstrapaziert werden! Dass weder Journalisten noch Epidemiologen diese Wahrheit auch nur aussprechen, nährt begründete Zweifel an ihrer Aufrichtigkeit.

Und es gibt noch weitaus mehr Corona-Ungereimtheiten: Auch die uns seit der ersten Welle im April versicherte Erkenntnis, das Virus schwäche sich im Frühjahr/Sommer automatisch ab, wird durch neueste Zahlen aus Südafrika – wo gerade Hochsommer ist – widerlegt. Dort gehen die Infektionen dennoch munter weiter durch die Decke, wie die aktuellen Positivenzahlen der dortigen Sommermonate belegen:

COVID Fallzahlen Südafrika / Quelle:JHU

Und wie wenig die (uns ebenfalls von scheinbar allwissenden und doch so umsichtigen Virologen und Experten als zielführend und wirksam gepriesenen) AHA-Regeln die Virusausbreitung anscheinend bremsen können, das belegen die aktuellen Fallzahlen derselben Quelle zu Japan – dem Land, das uns von den hiesigen Masken-Fetischisten stets ehrfürchtig als Beispiel für auch vor Corona seit jeher kultisch befolgte Hygieneregeln, behutsam-respektvoller Abstandszeremonielle und angeblich alltägliches Maskentragen („dort schon immer ganz normal“) vorgehalten wird:

COVID Fallzahlen Japan / Quelle:JHU

Die einzige Schlussfolgerung aus alledem: Alles was wir wissen ist, dass wir nichts wissen. Diese demütige Einsicht stünde vor allem den Medienstars dieser Pandemie, den Drostens, Kekules und Wielers, gut zu Gesicht – die sich fast im Wochentakt irren und Prognosen hinausposaunen, deren Nichteintreffen sie anschließend mit dem wissenschaftsimmanenten „ständigen Dazulernen“ und einem permanentem Neuerkenntnisgewinn rechtfertigen. Statt „erst denken, dann reden“ wäre deshalb „erst forschen, dann reden“ das Gebot der Stunde. Vielleicht sind die allwissenden Experten aber so durchdrungen von der Überzeugung, der Impfstoff werde es global schon richten – dass sie fest daran glauben, es werde sich sowieso niemand mehr für ihre Widersprüche interessieren, wenn der ganze Spuk dann irgendwann vorbei ist.  (DM)