Weihnachten, das Fest der nächsten Hiebe: Spalter Bedford-Strohm hetzt gegen Andersdenkende

EKD-Chef Heinrich Bedford-Strohm (Foto:Imago/epd)

Der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm setzt seinen Kurs der De-Klerikalisierung und des Umbaus der evangelischen Kirche zu einer weltanschaulichen NGO immer weiter fort: Nachdem er sich schon bei Klima und Migration stramm hinter die linksideologische Regierungslinie stellte, grenzt er jetzt Kritiker der Corona-Politik aus und diffamiert sie pauschal als „Leugner“ – eine wahrhaft „christliche“ Weihnachtsbotschaft dieses Polit-Aktivisten, die dieser zu Beginn der evangelischen Landessynode Bayerns zum Besten gab.

Zwar gibt es wohl so gut wie keinen in Deutschland, der Corona in Tat und Wahrheit „leugnet“, also die Existenz des Virus abstreitet – nicht einmal eher konfuse Köpfe, die an eine „Plandemie“ oder eine Laborherkunft glauben, tun dies. Das hält Bundesregierung, pandemisch gleichgeschaltete Länderkabinette, das gesamte Altparteikartell sowie die Mehrheit der deutschen Medienschaffenden freilich nicht ab, seit den Tagen des ersten Lockdown ausnahmslos jeden, der die offiziellen Maßnahmen und den deutschen Umgang mit Corona insgesamt hinterfragt bzw. die Verhältnismäßigkeit der Mittel bestreitet, nuancenfrei mit einer absoluten Minderheit radikal-esoterischer Spinner und Verschwörungstheoretiker in einen Topf zu werfen. Zwischen „Holocaustleugnern“ und „Corona-Leugnern“ verwischen da jegliche Grenzen – und genau so ist es gewollt.

Das praktische Ziel dieser systematischen Verhetzung eines völlig legitimen Teil des zulässigen Meinungsspektrums liegt auf der Hand: Pluralismus und Ideenwettstreit sind nämlich Markenzeichen einer offenen Demokratie und passen daher nicht zu der gelenkten Pseudo-Demokratie in Merkeldeutschland; zu einem moralinsauren Regime, das nach vielen Jahren faktischer Einparteienherrschaft aus Großer Koalition inklzsive assoziierter Service-„Oppositionsparteien“ jeden Widerspruch und Widerstand für toxisch erklärt und Andersdenkende von der Debatte auszuschließen versucht. Und seit den Corona-Ausnahmebestimmungen und dem Infektionsschutz-Ermächtigungsgesetz steckt die demokratische Kultur in Merkeldeutschlands ohnehin in ihrer tiefsten Krise seit Gründung der Bundesrepublik.

Moralinsauere Predigten der Ausgrenzung

Dass sich religiöse Würdenträger, die ständig Werte wie „Vielfalt“ und „Toleranz“ im Munde führen und „Haltung“ wie eine Monstranz vor sich hertragen, an dieser Verleumdungskampagne beteiligen, markiert einen neuen Tiefpunkt der Staatshörigkeit und servilen Konformitätsbereitschaft speziell der Evangelen in diesem Land, die sich historisch schon unter allen Fahnen den Mächtigen stets unterwürfig angedient haben –  und von der Kanzel (bzw. heute in Interviews und Talkshows) genau das predigten, was diese von ihnen hören wollen. Und zur Zeit sind dies eben Corona-Durchhalteparolen – inklusive aktiver Stigmatisierung und Absonderung jeglicher kritischer Stimmen, die eine offensichtlicher fehlgeschlagene Krisenpolitik anprangern.

Da springt Bedford-Strohm den Rechtgläubigen der Pandemie gerne mit ein paar abgedroschenen Phrasen bei, die sich im wohlfeilen Kampf gegen „Querdenker“ und Grundrechts-Demonstranten immer gut machen: Die schlichte Leugnung der Gefahren sei „unverantwortlich„, sagte der Bischof zum Auftakt der aktuellen Herbsttagung des evangelischen Kirchenparlaments (die zum ersten Mal rein digital als Videokonferenz stattfindet). Er attackierte die bundesweiten Demonstrationen von Corona-Leugnern und nannte die „schlichte Leugnung“ der Gefahren des Virus: „Wer die Corona-Bekämpfung systematisch sabotiert, wer die Ignoranz gegenüber der Pandemie zum Programm macht, riskiert das Leben von vielen Menschen.“ Verantwortungslosigkeit werde „dadurch nicht besser, dass sie im Gestus des Protests“ daherkomme, so Bedford-Strohm; dies übrigens ein Satz, den man zweimal lesen muss: Wann war Protest jemals nicht „verantwortungslos“ aus Sicht derer, denen er galt?

Desweiteren distanziert sich der Bischof von allen Corona-Demonstranten, die im Namen des Christentums für Freiheitsrechte auf die Straße gingen: Diese Demonstranten, so Bedford-Strohm laut „Bayerischem Rundfunk„, brächten „Menschen in Gefahr„. Also könnten sie sich „nicht auf das christliche Freiheitsverständnis“ berufen, das verlange, „auf die Schwachen Rücksicht“ zu nehmen. Was Jesus wohl dazu sagen würde? Die populistische Schlichtheit dieser Aussagen beleidigt nicht nur die Intelligenz von fachkundigen Kritikern der Lockdown-Politik aus Medizin und Wirtschaft – sondern auch die eines jedes normaldenkenden, hinterfragenden Durchschnittsbürgers, der sich etwa die ketzerische Frage stellt, was an dieser Pandemie eigentlich anders sein soll als bei früheren Grippeepidemien, die sich weder in Opferzahlen noch in puncto temporärer Klinikauslastung von der aktuellen Lage unterschieden. Oder der sich kritisch fragt, was all die immer schärferen Lockdownmaßnahmen und Kontaktverbote samt ihren galaktischen Folgeschäden eigentlich brachten, wo doch der Schutz der Risikogruppen ganz offensichtlich fulminant versagt hat, in dessen Namen sie ergriffen wurden!?

Erst gegen „Corona-Leugner“, dann gegen „Rechtsextreme“

Dass es Bedford-Strom vorrangig um Spaltung geht, beweist er mit einem weiteren Schlenker zu einem anderen Thema – dem Rechtsextremismus, der „keinen Platz in der Kirche“ hat. „Alle politischen Ideologien, die menschliche Kälte zum Programm machten und Menschengruppen pauschal abwerten„, stünden außerhalb des christlichen Grundkonsenses. Soweit, so gut – das ist keine neue Position; neu ist jedoch die inflationäre Ausweitung des Rahmens, wie „rechtsextremes Gedankengut“ definiert wird: Darunter fällt heute bekanntlich jede Art der Gegnerschaft zu unbegrenzter Flüchtlingsaufnahme, Gender- und Diversitätsdogmen, AfD-Sympathisanz und neuerdings sogar die Ablehnung der autoritären, grundrechtswidrigen Corona-Politik erstreckt. Seit Jahren betreibt die politische Linke, zu deren Sprachrohr sich der Bischof nicht zum ersten Mal macht, die Kriminalisierung jeglicher Opposition gegen eine moralisch als alternativlos und für unfehlbar erklärte Politik. Das Ergebnis sind dann Meinungsverbrecher, chiffriert als „Rechtsextreme“, für die „kein Platz in der Kirche“ ist.

Vielleicht sollte sich Bedford-Strohm lieber umgekehrt fragen, wieso die Kirche keinen Platz mehr im Leben von immer mehr Menschen hat und gerichtlichen Termine zum Vollzug der Kirchenaustritte auf Monate im Voraus vergeben sind … Vielleicht ja, weil sie der einseitigen Moralpredigten und spalterischen Suaden solcher Kirchenmänner überdrüssig sind, und weil die Gläubigen in diesem Land einer Realität viel näher sind als die Kleriker, zu der fortschreitende Islamisierung, Heimats- und Sicherheitsverlust im öffentlichen Raum sowie die Preisgabe freiheitlicher Ideale gehören? Wahrlich: Dieser „nützliche“ Bischof wäre auch in finsteren Zeiten der deutschen Geschichte ganz nach dem Geschmack der Obrigkeit gewesen. (DM)