Wenn die Angstmache nicht mehr zieht: Die „Tagesschau“ staunt über hohe Impfskepsis

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Da wundern sich die öffentlich-rechtlichen Erziehungsmedien: Die „Tagesschau“ zerbricht sich den Kopf darüber, dass eine ungebrochen hohe Skepsis der breiten Bevölkerung gegenüber den am Sonntag anlaufenden Covid-Schutzimpfungen besteht. Die Frage, die sich das ARD-Framingleitmedium deshalb stellt, klingt zugleich wie eine interne Aufgabenstellung an die Redakteure: „Wie kann das sein – und was kann man tun?“.

Tja, wie kann das sein? Offenbar entzieht es sich dem Vorstellungsradius gebührenfinanzierter Journalisten völlig, dass inzwischen doch eine beachtenswerte Zahl an Bundesbürgern den Braten gerochen hat – und vor dem Hintergrund fortwährend gebrochener politischer Versprechen, nicht eingetretener Prognosen und Experten-Fehleinschätzungen zunehmend der „veröffentlichten Meinung“ misstraut. Und dank Internet, sozialer Netzwerke und vor allem auch des unermüdlichen Einsatzes freier/alternativer Medien sind inzwischen potentielle Schadwirkungen, aber auch die ganz objektiv von den Herstellern selbst bezeichneten Nebenwirkungen der Impfung soweit im Volk bekannt, dass viele Deutsche sich die Frage stellen, ob hier die „Medizin“ nicht bitterer schmeckt als die mögliche Krankheit selbst.

Auch wenn die Testreihen, so weit sie angesichts der zwangsläufigen Kürze der Entwicklungszeit überhaupt aussagekräftig sein konnten, passable Resultate hervorbrachten  – jedenfalls so passabel, dass auf massiven politischen Druck hin die Zulassungen erteilt werden konnten -, kann doch bislang keiner sagen, welche „Überraschungen“ die Durchimpfung breiter Bevölkerungsschichten mit einem völlig neuartigen mRNA-Experimentalimpfstoff noch bereithalten, und welche möglichen Gesundheits- und Lebensgefahren hier lauern. Zumal ja die häufigsten Nebenwirkungen wie Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen und Kreislaufprobleme gerade für Risikogruppen )(Hochbetagte, Immungeschwächte, Vorerkrankte) weitaus gefährlicher sind als für Jüngere. Abwegig ist der Gedanke jedenfalls nicht, dass eine „Impfmortalität“ („an und mit Covid-Impfung verstorben“) den Zahlen der Covid-Toten („an und mit Corona verstorben“) am Ende nicht groß nachstehen wird. Selbst RKI-Wieler hat sich diesbezüglich ja bereits abgesichert.

Diese Impfrisiken sind insofern nicht klein zu reden – vor allem, weil auch sie wieder einmal die in dieser Pandemie allgegenwärtige Frage der Verhältnismäßigkeit aufwerfen. Würde Corona beispielsweise jeden fünften und auch nur zehnten Infizierten dahinraffen und wäre die Schreckensseuche, als die sie bei ihrem Ausbruch wahrgenommen wurde (übrigens genau dank manipulativer Bilder der Leitmedien von Intubierten, Triagen und Leichentransporten à la Bergamo), dann würden unerwünschte Side-Effects der Vakzinen gerne in Kauf genommen und es stünde einer sofortigen, durchaus risikobehafteten Impfung – schon im Zuge einer logischen Güterabwägung – nichts entgegen.

Leser und Zuschauer sind offenbar intelligenter als die Journalisten

Weil jedoch (sogar trotz der aktuell hohen Todeszahlen) nur ein verschwindender Bruchteil der Bevölkerung bzw. nur ein marginaler Teil der insgesamt an Corona symptomatisch Erkrankten stirbt, weil eine aufs Jahr bezogene Übersterblichkeit nicht besteht (oder allenfalls durch statistische Kunstgriffe minimal nahelegbar ist) und weil das Durchschnittsalter der „Covid-Toten“ über dem Durchschnittsalter aller in Deutschland Verstorbenen insgesamt liegt, stellt sich die Frage der Unbedenklichkeit einer Impfung durchaus.

Bei der „Tagesschau“ jedoch konstatiert man verblüfft, wie sehr die Impfbereitschaft seit dem Frühjahr zurückgegangen ist: Im ersten Lockdown waren noch 80 Prozent der Deutschen bereit gewesen, sich bei hypothetischer Verfügbarkeit einer Vakzine impfen zu lassen. „Jetzt, wo der Impfstoff da ist, wollen sich der Befragung zufolge nur noch 49 Prozent impfen lassen„, staunt der Sender. Bei der ARD hält man es wohl für die logische, zwingende Konsequenz (und für den gerechten Lohn der eigenen Propagandamühen), dass jeder Deutsche jetzt nach dem Impfstoff – ob von Pfizer/Biontec oder anderen Herstellern – lechzen müsste, um dem Tod final von der Schippe zu springen.

Doch das Angstframing zieht nicht mehr so recht. „Wie kann das sein, angesichts der fürchterlichen Bilder von Intensivstationen und immer höheren Todeszahlen?“, wundert sich da die „Tagesschau“ fassungslos – und lässt den Göttinger Angstforscher Borwin Bandelow mit folgender Erklärung zu Wort kommen: Jetzt werde das Impfen „als die neue unbekannte Gefahr“ wahrgenommen, an Corona habe man sich bereits gewöhnt. „In der Krise übernimmt das Angstgehirn das Kommando„, so Bandelow. Lustig: Genau auf diesen Mechanismus setzen die Corona-Systemmedien selbst seit neun Monaten, die nicht mehr auf den gesunden Menschenverstand und besonnene Vernunft zielen – sondern nur noch auf das Angstgehirn ihres Publikums. Zum Glück offenbar mit nachlassendem Erfolg. (DM)