Ob Klima oder Corona: Die Lügen der Alarmisten

Al Gore, Umweltaktivist und falscher Prophet (Foto:Imago/AAP)

Es war im Dezember 2009, als der linke Klima-Guru Al Gore, demokratischer Präsidentschaftskandidat 1999 und bekannt durch seinen manipulativen und in bedeutenden Teilen widerlegten Klima-Propagandafilma „Eine unbequeme Wahrheit“, eine steile Vorhersage wagte – und ankündigte, „in fünf bis sieben Jahren“ werde der Nordpol „eisfrei“ sein. Nicht nur trat seine Vorhersage nicht ein – sondern in diesem Sommer wuchs das arktische Meereisvolumen mit historischem Rekordttempo.

In der Klimahysterie ist dieselbe Unsitte und wohlkalkulierte Verwirrung zu beobachten, die auch in der Corona-Krise Hochkonjunktur hat: Ein ausgewähltes Zitierkartell von Experten, welche exklusiv „die Wissenschaft“ vertreten, findet als einziges öffentlich-mediales Gehör, und darf unkritisch-unhinterfragt Alarmismus, Panikmache und Horrorszenarien verbreiten, die zu einer vorgefasste, unverrückbare Weltsicht passen. Die Dogmen, die so gestützt werden, sind derart starr und unfehlbar, dass selbst bei Nichteintreten, bei noch so offensichtlicher Widerlegung der Prognosen durch die Realität keiner die Widersprüche offen benennt, geschweige denn die Verantwortlichen zur Rede stellt.

Ob es sich um das Dogma von der menschgemachten Erderwärmung handelt oder um das Narrativ der tödlichen, nie dagewesenen Corona-Pandemie: Stets werden die Alarmisten lustvoll und voll Wohlwollen publiziert, zitiert und in Szene gesetzt – und kommen trotz erwiesener Fehlalarme mit allem durch. Wenn sich Meteorologen so oft irren würden wie die Science-Fraktion beim Klima oder jetzt bei Corona, wo ja stets mit „Fakten“ gegen „Leugner“ operiert wird, dann würde keiner mehr dem Wetterbericht vertrauen.

Gore hatte seine haarsträubende Fehlvorhersage auf der Klimakonferenz von Kopenhagen (COP15) im Dezember 2009 abgesondert und zu deren Stützung wiederholt auf „Computermodelle auf dem neuesten Stand der Technik“ verwiesen, die bestätigten, dass die nordpolare Eiskappe „bis 2014 ihr gesamtes Eis verlieren könnte„. Wie das vom Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE) zitierte Portal „electroverse.net“ in einem Fachbeitrag erinnerte, ließ Gore seiner damaligen Panikvision eine Schimpftirade an die Adresse der reichen Ländern folgen, weil diese gefordert hatten, die Schwellen- und Entwicklungsländer sollten zuerst Beweise für erfolgreiche Emissionssenkungen vorlegen, ehe sie die von Gore und anderen Aktivisten geforderten Mittelerhöhungen für Klimaschutzprojekte bewilligten. Es war eine Art Vorwegnahme dessen, was Klima-Autistin Greta Thunberg 2019 mit ihrem lächerlich theatralischen Auftritt vor den UN betrieb („How dare you!?„).

Nicht Gore, sondern die „Dummköpfe“ sollten Recht behalten

Als Gore dann auf die schmelzende Eiskappe am Nordpol zu sprechen kam, präsentierte er die angeblich eindeutigen wissenschaftlichen Klimamodelle – und äußerte sich dahingehend, dass „nur rücksichtslose Dummköpfe dies ignorieren könnten„. Nichts davon trat bekanntlich ein. Der eigentliche Dummkopf war Al Gore – denn die so geschmähten „Ignoranten“ behielten am Ende eben doch recht. Wieder einmal hatten sich die sogenannten „Klima-Leugner“ realistischer erwiesen als die sogenannten Verfechter der abgeschlossenen wissenschaftlichen Debatte mit ihren 100%ig „bewiesenen“ Thesen.

Denn tatsächlich ist, wie EIKE unter Berufung auf Al- und DMI-Satellitendaten aufzeigt, das arktische Meereisvolumen im Sommer 2020 selbst an seinem tiefsten Punkt kaum unter 5.000 km3 gesunken – und wuchs dann bis September, noch vor eigentlichem Beginn der Winters auf der nördlichen Hemisphäre, in rekordreifer Geschwindigkeit an. Diese Fakten werden schlicht nicht berichtet – denn die tatsächliche Realität könnte ja die Konstruierte ins Wanken bringen.

Deutsche Katastrophenmedien, die sabbernd bis unterwürfig Klima-Gören wie Thunberg, Luisa Neubauer oder ihre Kusine Carla Reemtsma sowie weitere „höhere Töchter“ und privilegierte Wohlstands-Kids in ihrem linksgrünen Lifestyle interviewen (und vor Corona über jede noch so bizarre Fridays-for-Future-Kampagne ehrfürchtig berichteten), blenden grundsätzlich störende Befunde aus, die nicht ins Weltbild passen – obwohl sie von derselben Wissenschaft zutage gefördert wurden, die sie ansonsten absolut setzen.

Gletscherfreie Alpen – ganz ohne menschgemachte Karbonisierung der Atmosphäre

Jüngstes Beispiel war die gerade kürzlich veröffentliche Entdeckung, dass die Gipfel der Alpen bis vor 5900 Jahren praktisch eis- und gletscherfrei waren. Der Schweizer „Blick“ berichtete über entsprechende Forschungsresultate der Uni Bern, die gemeinsam mit dem Paul-Scherrer-Institut (PSI) anhand von Eisbohrkernen gewonnen wurden. Demzufolge waren damals nur die allerhöchsten Gipfel mit einer Eiskappe bedeckt. Gletscher gab es fast gar keine – weil es viel wärmer war also heute, ganz ohne CO2-Emissionen und ohne Einfluss des Menschen, dessen globale Population damals bei rund einem Dreißigausendstel von heute gelegen haben dürfte.

Die Erkenntnis bestätigt, dass selbst die großen Klimaschwankungen auf natürlichen Mechanismen beruhen und die Klimamodelle viel zu komplex sind, als es die politisch versimpelten Scheinkausalitäten der Global-Warming-Untergangspropheten à la Gore/Thunberg nahelegen. Viel wahrscheinlicher ist die durch die neuesten Bohrungen untermauerte Erkenntnis, dass das  Holozän (die aktuelle, seit mehr als 11.000 Jahren bis heute andauernde warmzeitliche Klimaepoche der Nacheiszeit) von kälteren und wärmeren Epochen durchsetzt ist, und dass deren Dynamik unabhängig vom Zutun des Menschen abläuft bzw. durch letzteres allenfalls geringfügig beeinflusst wird. (DM)