Langstrecken-Luisa: Deutsche, bleibt zuhause – und fliegt ganz Lesbos ein!

Der Paso Doble zwischen „Klimaschutz“ und Migrationslobbyismus, der bilaterale Austausch beider Aktivistenszenen untereinander und die Vergesellschaftung zweier zentraler linksradikaler Ideologien lässt sich nicht nur Beispiel des am neuerwachten Anti-Autobahn-„Engagement“ von Ex-Menschenshuttle-Kapitänin Carola Rackete studieren – sondern umgekehrt auch am jüngsten Einsatz von FFF-Quietscheentchen Luisa Neubauer für aktiven Bevölkerungsaustausch.

Neubauer nutzte an Weihnachten ihre im Greta-Windschatten gewonnene Popularität (die sie in erster Linie den männlichen Sabbergesichtern grünaffiner Haltungsjournalisten verdankt, die so manches Interview mit der Hamburger Wohlstandstochter zum subtilen Flirt geraten lassen und an der kessen Klimagöre anscheinend einen Narren gefressen haben), um sich dem Forderungsreigen nach Evakuierung der „Flüchtlinge“ von Lesbos nach Deutschland anzuschließen. Anscheinend wollte „Langstrecken-Luisa“ (Tim Kellner) als grüne Nachwuchskarrieristin auch noch ihren Senf zum Thema abgeben, nachdem Spitzenpolitikerinnen ihrer Partei über die Feiertage wieder einmal ganz Deutschland in die Pflicht zur weiteren Sofortaufnahme nehmen wollten.

Dabei handelte es sich um eine nicht zufällig in zeitlichem Zusammenhang mit den jüngsten Brandstiftungen in Flüchtlingslagern von Kara Tepe und Bosnien stehende Kampagne, die derzeit auch ihre Framing-Entsprechung in deutschen Staatsmedien findet – wo wieder einmal moralischer und publizistischer Druck für eine nächste „arabische Aufnahmerunde“ ins beste Deutschland aller Zeiten gemacht wird. Hierzulande wütet zwar – dem Narrativ derselben Journalisten folgend – angeblich gerade die schlimmste Pandemie aller Zeiten, sind die Kliniken überfüllt und sollen die Menschen am besten nicht die Wohnung und schon überhaupt nicht das Land verlassen – doch für die allmonatliche Aufnahme tausender illegaler Einwanderer gilt unverdrossen die Devise: „Wir haben Platz“.

So twittert denn auch Luisa Neubauer in schönster Selbstentblödung bzw. -entblößung zum Thema, wobei es ihr famoserweise gelingt, den exklusiv an Deutsche gerichteten Hashtag „#Bleibzuhause“ in ein und demselben Post mit dem Ruf nach Evakuierung der Lesbos-Flüchtlinge zu verbinden:

(Screenshot:Twitter)

Gemeint ist mit „die Lager“ hier vor allem Kara Tepe, jene ebenfalls maßgeblich von der EU und Deutschland finanzierte Ersatzeinrichtung für das Lager Moria, nachdem letzteres von den eigenen Bewohner planmäßig abgefackelt worden war, um damit den Vorwand für die (inzwischen bereits erfolgte) Ausfliegung von „minderjährigen“ Flüchtlingen nach Merkeldeutschland zu liefern. Dass sich die Mittelmeer-Inselager, egal wo und wie oft sie niedergebrannt werden und wieviele von dort anschließend ausgeflogen werden, nach dem Prinzip der Kommunizierenden Röhre stets sogleich wieder mit „Schutzsuchenden“ füllen, kapiert Klein-Luisa natürlich nicht, oder sie nimmt es wie ihre grünen Kampfgenossinnen bewusst in Kauf. Letztlich geht es immer um Transformation.

Aufschlussreich an Neubauers Tweet ist übrigens ihre atemberaubende geschichtliche Unbildung und gänzliche Ahnungslosigkeit über politische Kompetenzen und genuine Aufgaben der deutschen Innenpolitik. Ein Twitter-User schrieb treffend unter ihren Post, ihr möge doch bitte jemand erklären, dass „das deutsche Innenministerium am 10. September 1944 seiner Zuständigkeit für Lesbos enthoben wurde.“ Indes sind solche Ausfälle verzeihlich – wenn man jahrelang fürs Klima die Schule schwänzt, kann sowas schonmal passieren.

Hypocrit-Luxusweibchen mimt das linke Weltgewissen

Neubauers Popularität tun solche intellektuell blamablen Offenbarungen anscheinend ebenso wenig Abbruch wie die nach wie vor im Netz zirkulierenden Nachweise des gigantischen ökologischen Fußabdrucks, den dieses typische Wohlstandskind in seiner hedonistischen Frühphase (noch vor ihrer Politisierung und bevor sie den Klimaschutz als neuen Lebensinhalt entdeckte) auf dem Planeten hinterlassen hatte – durch ausgiebiges Globetrotting und Weltreisen auf fast alle Kontinente, damals stolz dokumentiert auf ihrem InstagramKanal, wenn inzwischen auch längst wieder schamvoll gelöscht. Auf der politischen Berliner Laienbühne grüner Zivilversager fällt Neubauer mit alledem nicht weiter auf – weder durch ihre faktuelle Ahnungslosigkeit und Bildungslücken, noch durch ihre bemerkenswerte Heuchelei. Sie muss nur aufpassen, dass sie nicht – und zwar weder optisch noch geistig – zu einer zweiten Jutta Ditfurth degeneriert.

Einfach mal eben so die Evakuierung von Menschen im Ausland  „einleiten“, weil ihnen das von Merkel bereits verantwortungslos zugesagte Kontingent nicht weit genug geht: So simpel stellen sich die deutschen Klima-Migranten-Gewissenshüter die Welt vor. Die Tendenz zur Überschätzung staatlicher Handlungsspielräume atmet den Regulierungs- und Machbarkeitswahn der gesamten FFF-Klimabewegung: Dort hält man es ohnehin für die einzige Aufgabe der Politik, nicht etwa den Wählern zu diesen, sondern diese zu erziehen und – ausschließlich von Umwelt- und Migrationsaktivisten und „zivilgesellschaftlichen“ NGO’s definierte, für unfehlbar erklärte – ideologische Zielsetzungen autoritär umzusetzen. Ganz ohne störende und bremsende Rücksichtnahme auf Verfassung und demokratische Mechanismen, versteht sich. So wird dann fortgesetzter Rechtsbruch zum Normalfall – ob im Dannenröder Forst oder auf Moria: Übergesetzliche Notstand durch „Klimakrisen“ und humanitäre Krisen (selbst wenn diese aktiv herbeigeführt werden)  rechtfertigen eine Politik des Handstreichs. Genau dafür steht der linksradikale, medien- und salonfähige Nachwuchs Deutschlands, als deren virtuelles Pin-Up-Girl Luisa Neubauer ihre Fanbase grüßt. (DM)