Lockdown forever: Auf in die nächste Verlängerung!

Gefängnis (Symbolbild: shutterstock.com/Von sakhorn)

Dass am 10. Januar der Lockdown-Spuk keinesfalls enden würde, das pfiffen die Spatzen schon von den Dächern, als der „Knallhart-Lockdown“ noch gar nicht beschlossen war und das Land sich noch im „Wellenbrecher-Lockdown“ befand (der gemäß Beteuerungen der Bundesregierung ja nur bis Ende November dauern sollte, damit wir an Weihnachten wieder alle frei sein könnten). Jetzt zeichnet sich das ohnehin längst Feststehende ab – die Verlängerung des landesweiten Shutdowns bis in den Februar, realistischer wohl März oder April.

Naive Regierungshörige glauben bekanntlich immer noch daran, dass durch Impfstoff, noch härtere Gangart oder hilfsweise „mildere Temperaturen“ die Lockerungen so schnell kämen, wie die Politik es Mal um Mal verspricht – nur um dann wieder und wieder aufs Neue enttäuscht zu werden. Die Salamitaktik, die ständige Hinausschiebung in erträglichen Dosen zu kommunizieren, scheint tatsächlich nach wie vor zu funktionieren – ohne dass sich irgendwer verarscht fühlt.

Und genau wie schon bei der nahtlosen Überführung des „Wellenrecher-Lockdowns“ in die „Knallhart-Variante“ des Killerlockdowns preschen nun schon wieder planmäßig die Pioniere des Schreckens vor, um die leider notwendige Verlängerung des Corona-Lockdowns über den 10. Januar hinaus als „immer wahrscheinlicher“ in Aussicht zu stellen. Sowohl der saarländische CDU-Ministerpräsident Tobias Hans als auch CDU-Kanzleramtschef Helge Braun erklärten gestern laut „dts Nachrichtenagentur, sie gingen nun definitiv von einer Fortsetzung der Maßnahmen aus. Braun befand – mal wieder – man müsse „jetzt die Zahlen nach Weihnachten genau beobachten„.

Und Hans, der nach wie vor unbeirrt an der völlig wirren und aussagelosen Testpraxis festhält und die „Fallzahlen“ mit Erkrankten gleichsetzt, glaubt natürlich ganz genau zu wissen: „Wir dürfen uns von diesen Zahlen nicht täuschen lassen, denn diese Zahlen haben ‚Feiertagssymptome'“. Damit bezieht sich der Ministerpräsident auf die Tatsache, dass sich über die Feiertage weniger Menschen hatten testen lassen. Nach der „Weihnachts-Sorge“ kommt jetzt also die große „Silvester-Sorge“: „Ich habe große Sorge, dass an Silvester gefeiert wird. Das muss dringend unterbunden werden“, so Hans. Soviel „Sorgen“ um Phantome, soviel Blindheit für die echten Schäden und Nöte!

Einbahnstraßen-Automatismus der Maßnahmen

Zuvor hatten schon zwei weitere Totengräber von Kultur-, Wirtschafts- und Gesellschaftsleben, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sowie Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) verdeutlich, dass sie von einer Lockdown-Verlängerung ausgehen – genauso wie natürlich auch wieder Bayerns CSU-Södolf. Ramelow war dabei übrigens der erste, der die Katze gleich komplett aus dem Sack ließ und nonchalant erklärte, er gehe davon aus und richte sich darauf ein, „dass wir bis März mit Einschränkungen leben müssen“. Das fiele dann, welch Zufall, just mit dem Ende der diesjährigen ausgefallenen Grippesaison zusammen. Stutzig wird hier niemand.

Das Grinsen hinter der Maske – Thomas Böhm – E-Book – 1,00 Euro

Und was ebenfalls niemand auf dem Zettel hat und zu hinterfragen scheint: Glaubt die Politik wirklich ernsthaft, ein Lockdown ließe sich bis in den März aufrechterhalten? Selbst wenn ab Januar „nur“ noch die Fixkosten erstattet werden und nicht mehr 70 Prozent der Umsätze, so sind die kumulierten Erstattungsansprüche von Einzelhandel, Veranstaltungsgewerbe, Dienstleistung und Gastronomie derart exorbitant, dass sie jeden Nachtragshaushalt sprengen werden. Die Frage ist lediglich, wie hoch die Politik die Rechnung bis zum finalen Zusammenbruch noch treiben will. (DM)