Spanien plant Register für Impfverweigerer

Impfung (Bild: shutterstock.com/B Von BaLL LunLa)

Wer sich die Corona-Impfung nicht verabreichen lässt, soll laut Spaniens Gesundheitsminister in einer Kartei geführt werden. Zudem sollen auch andere Staaten Zugriff auf diese Daten erhalten – und das, „mit dem allergrößten Respekt für den Datenschutz“.

Das sozialistisch regierte Spanien will alle Bürger, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen, in einem Register erfassen. Das kündigte Gesundheitsminister Salvador Illa PSOE (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei) in einem Interview mit dem Fernsehsender La Sexta an.

Jeder Bürger werde entsprechend des Impfplanes eine Einladung zu einem Impftermin erhalten. Die Impfung sei, so die nur noch als zynisch zu bezeichnende Aussage der Sozialisten, zwar freiwillig, aber wer der Einladung nicht folge, werde registriert. Das Register werde nicht öffentlich sein, die Daten würden jedoch an andere EU-Länder weitergegeben werden. Diese totalitären Maßnahmen werden durch den Hinweis gekrönt, dass dies alles „mit dem allergrößten Respekt für den Datenschutz“ geschehe. Der „spanische Spahn“ betonte erneut, dass keine Impfpflicht in dem südeuropäischen Land eingeführt werde.

Das systemtreue, staatliche Meinungsforschungsinstituts Zentrum für Soziologische Studien vermeldete in der vergangenen Woche, dass der Anteil der „Impfverweigerer“ in Spanien deutlich gesunken sei. Die Erfolgsmeldung, vom BR zitiert: „28 Prozent der im Dezember Befragten würden eine angebotene Corona-Impfung ablehnen. Im Vormonat betrug dieser Anteil noch 47 Prozent. Gleichzeitig stieg die Impfbereitschaft der Spanier von knapp 37 auf mehr als 40 Prozent“.

Die Gangart der spanischen Sozialisten könnte für die Merkel-Regierung als Blaupause dienen. Auch wenn Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mantraartig wiederholt, es werde keine Sonderrechte für Geimpfte geben: Eine Impfpflicht durch die Hintertür wird das gewünschte Ergebnis liefern. (SB)