Was für ein Gewäsch: Bundestagspräsident warnt vor Impfnationalismus

Wolfgang Schäuble (Bild: shutterstock.com/Von Alexandros Michailidis)

Wir werden von Politikern regiert, die kein Problem damit haben, den Amtseid „Zum Wohle des Deutschen Volkes“ zu brechen. Und das schlimmste: Sie kommen alle ungestraft davon. So wie dieser politische Banause hier:

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Bundesregierung habe für Deutschland nicht genug Corona-Impfstoffdosen gesichert. „Ich kann die Kritik zwar nachvollziehen, aber ich halte sie dennoch für falsch“, sagte Schäuble der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Man könne Ungeduld nicht zum Maß aller Dinge machen und den Menschen in ärmeren Weltregionen den Impfstoff wegschnappen.

Angesichts der Impfstoffknappheit hatte unter anderen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) moniert, die Bundesregierung habe die Dringlichkeit der Impfstoffbestellung anfangs offenkundig unterschätzt. „Es war richtig, dass Gesundheitsminister Jens Spahn den europäischen Weg gewählt hat und wir in Europa gemeinsam vorgehen“, sagte Schäuble dazu. In der Krise wachse die EU zusammen.

Das sei „enorm ermutigend“, so der Bundestagspräsident und CDU-Politiker. „Die Krise überwinden wir nur mit Solidarität, in Europa und auch darüber hinaus“, mahnte Schäuble mit Blick auf Warnungen, es bleibe nicht genug Impfstoff für ärmere Regionen. So geht die Caritas davon aus, dass in 70 ärmeren Ländern kommendes Jahr nur zehn Prozent der Bevölkerung geimpft werden können, weil sich die entwickelten Länder den Großteil der Kapazitäten bereits gesichert hätten.

Schäuble sollte allerdings konsequent sein, und die Impfstoffe erst in Deutschland zulassen, nachdem sich fast die gesamte Weltbevölkerung hat impfen lassen. Dann hat sich das Problem mit den doofen Deutschen, die eh schon die halbe Welt mitfinanzieren, erledigt und wir bräuchten überhaupt keinen Impfstoff mehr.