Welch ein Wunder: Berliner Polizei meldet ruhigeren Silvesterabend als gewöhnlich

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Berlin – Für die meisten deutschen Polizisten war dieser Jahreswechsel garantiert eine anstrengende Arbeitsnacht. Überall musste kontrolliert werden, dass da ja keiner über die Stränge schlägt. Nun gibt es für die Hauptstadt zumindest schon ein erstes Fazit:

Dort hielten sich offenbar viele Menschen an den Appell, zu Silvester auf große Feierlichkeiten zu verzichten. „Auch wenn es hier und da in der Stadt knallt, ist das Stadtbild ein für unsere Einsatzkräfte ungewohnt ruhiges“, teilte die Berliner Polizei am letzten Abend des vergangenen Jahres mit. Das zeige, dass sich die Berliner bisher überwiegend an die Regeln hielten, „wofür sich unser Einsatzleiter ausdrücklich bedankt“, wie es hieß.

In der Hauptstadt waren bis zu 2.900 Einsatzkräfte für die Silvesternacht eingeplant, unter anderem um die 56 Böllerverbotszonen zu kontrollieren, in denen bis auf zwei Ausnahmen auch ein Aufenthaltsverbot gilt. Insbesondere wollte die Polizei Menschen davon abhalten, am Brandenburger Tor der Silvestershow des ZDF beizuwohnen, die ohne Vor-Ort-Publikum stattfindet. Normalerweise feiern dort an Silvester rund eine Million Menschen.

Aber so ganz ruhig ist es wohl doch nicht gewesen. Der „Tagesspiegel“ vermeldet nämlich, dass es bis kurz vor Mitternacht 82 vorläufige Festnahmen gegeben hätte und drei Beamte verletzt wurden. „Gründe waren Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. Vereinzelte Ansammlungen von Personengruppen habe es am Abend am Hermannplatz, im Gleisdreieckpark, im Märkischen Viertel und in der Gropiusstadt gegeben. Teils wurden Feuerwerkskörper gezündet oder Alkohol konsumiert.“

Und nun fragen wir uns, wer hier eigentlich wohnt…

An dieser Bilanz wird sich garantiert noch was ändern. Zumindest in Teilen Ostdeutschlands hat es geknallt und geböllert wie sonst auch. (Mit Material von dts)