Corona nach der Spritze: Ist die Impfung etwa genauso riskant wie das Virus selbst?

Impfung (Bild: shutterstock.com/B Von BaLL LunLa)

Die Pannen rund um die vielgepriesene Corona-Impfung von Pfizer/Biontech häufen sich, auch wenn der mediale Mainstream wacker gegenhält und einen weitgehend reibungslosen Erfolg suggeriert. Besonders häufig scheint als Folge der Impfung eine Infektion mit Corona aufzutreten – was die Frage aufwirft, ob die Impfung am Ende nicht ebenso riskant ist wie das Virus selbst.

Wäre Letzteres der Fall, so bräuchte es allerdings die Impfung nicht: Dann könnte man alle Bürger gleich aktiv mit Corona anstecken; bewegt sich die die Zahl von Komplikationen und schwerer Erkrankungen als Folge der Impfung annähernd auf demselben Niveau wie die schweren Verläufe von Corona, dann ist die „natürliche Exposition“ besser als ein mRNA-Experimentalimpfstoff.

Dass dem so durchaus so sein könnte, das legen zumindest mehrere beunruhigende Fälle aus Nordamerika nahe. In einem Altenwohnheim im kanadischen Quebec erkrankten 66 von 230 Heimbewohnern sowie 20 Pflegekräfte an Covid, nachdem sie Mitte Dezember die erste der beiden vorgesehene Impfdosen erhalten hatten. Und im US-Bundesstaat Kalifornien steckte sich ein Krankenpfleger mit Corona an und erkrankte schwer – trotz einer Impfung mit einem Pfizer-Vakzin. Laut ABC News war  dem 45-jährigen das Serum am 18. Dezember in San Diego verabreicht worden; an Heiligabend traten Frösteln, Gliederschmerzen und Schwächeanfälle auf.

Wenig überraschende Szenarien

Bemerkenswert allerdings ist, was Dr. Christian Ramers, Facharzt für Infektionskrankheiten des Family Health Center in San Diego, in einem anschließenden Interview mit ABC News zu dem Fall mitteilte: Er gab sich „wenig überrascht“ über das Positivergebnis und nannte solche Szenarien „keineswegs unerwartet„. Man wisse aus klinischen Impfstoffstudien, dass es „ungefähr zehn bis 14 Tage dauert, bis sich ein Schutz durch den Impfstoff entwickelt„, zitiert die „Berliner Zeitung“ den Forscher.

Während die bisher ebenfalls aufgetretenen Todesfälle (etwa bei einem 91-jährigen in der Schweiz) oder allergische Reaktionen noch als seltene, aber normale Ausnahmefolgen betrachtet werden können, die potentiell bei allen Impfungen vorkommen können, so sind derartige Reaktionen, sie sich von der Schadwirkung der durch die Impfung bekämpften Krankheit überhaupt nicht unterscheiden, ein Novum.

Es stellt sich die Frage, wieso dieser doch recht häufige Effekt in den Versuchsreihen von Biontech/Pfizer nicht festgestellt wurde. Dort war es bei knapp 40.000 Probanden lediglich zu milden Nebenwirkungen gekommen. Da Vertreter der Hochrisikogruppen, denen das Präparat nun munter geimpft wird, an diesen Testläufen gar nicht teilgenommen hatten, könnte das eine Erklärung sein. (DM)