Schockierende Insider-Berichte von Ärzten: Gesunde, alte Menschen landen auf der Intensivstation

Symbolfoto:Shutterstock

Eines vorab: Niemand bestreitet, dass es als Folge des unterlassenen Schutzes von Risikogruppen durch die Bundesregierung (die stattdessen lieber auf einen wirkungslosen und unspezifischen Totallockdown setzte) derzeit zu vielen schweren Corona-Fällen unter Hochbetagten und Pflegebedürftigen kommt, die in der einen oder anderen Klinik auch für Belastungsspitzen sorgen. Da aber die um diese Jahreszeit normalerweise wütende Grippe zugleich völlig verschwunden ist, handelt es sich insgesamt um keine schlimmere „Gesundheitskrise“ als in vielen früheren Jahren – auch wenn die Medien es so darstellen, und selektiv die Zustände der Kliniken als einzige herausgreifen, die das Bild von der gnadenlosen tödlichen Pandemie zu stützen scheinen.

Dass es handfeste Motive seitens vielen Intensivmediziner und Kliniken, aber auch in der Belegschaft gibt, zum einen Betten möglichst lange auszulasten, zum anderen die Zustände besonders dramatisch zu schildern, erfahren die Bürger meist nicht; wie so oft, ist das Geld auch hier der Schlüssel. Krankenhäuser wollen mehr Geld für Freihaltepauschalen, Ärzte und Pfleger bessere Konditionen und Gehälter gerade in der Krise. Und nicht zuletzt will niemand durch unbequeme Wahrheiten oder der offiziellen Katastrophenrhetorik entgegenstehende Schilderungen der die Politiker in Bund und Ländern in Verlegenheit bringen, welche ihre Lockdowns und Grundrechtseinschränkungen schließlich mit der angeblich apokalyptischen, stets kurz vor dem Totalzusammenbruch stehenden Situation auf den Intensivstationen begründen. Hier mag sich niemand in die Nesseln setzen und den Zorn der Bloßgestellten riskieren.

So kommt es, dass die Wahrheit – oder zumindest unverfälschte, authentische Darstellungen – entweder nur im nichtöffentlichen Rahmen, privat oder anonym verbreitet wird, oder gelegentlich auch in Foren der sozialen Medien, wo sich Mitarbeiter des Gesundheitssystems untereinander austauschen. Welche Umstände nämlich in Wahrheit oftmals dazu führen, dass selbst in den wirklich am Limit arbeitenden Kliniken so hohe Corona-Hospitalisierungen erfolgen, passt nicht ins Bild der Politik: Viele alte Menschen werden regelrecht in die Kliniken „deportiert“ oder aus anderen Stationen der Kliniken ohne echte Notwendigkeit auf die Corona- bzw. Intensivstationen verlegt. Selbst behandelnde Mediziner sind darüber erschüttert.

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Verstörende Erlebnisschilderungen in den sozialen Medien

So fand sich am Sonntag auf Facebook folgende höchst aufschlussreicher Post eines (JouWatch namentlich bekannten) Nutzers, der als Stationsarzt einer Berliner Klinik tätig ist – mithin in einem der absoluten „Hotspots“ und „Krisengebiete“ der Pandemie:

„Ich…..Berlin…..Coronastation: Nach wie vor habe ich 98% asymptomatische (also symptomlose) Patienten bei mir auf Station. Ich habe jetzt 6 Spätdienste hinter mir. Über Weihnachten kam niemand über die Rettungsstelle. Alle Aufnahmen, die ich hatte, waren intern. Also Verlegungen von anderen Stationen. Angeblich positiv. Mir blutet das Herz, wenn ich eine 94jährige Frau bekomme aus der Augenabteilung….gut drauf, mobil und muss bei mir eingesperrt werden. Daneben eine aus der Orthopädie. Auch symptomlos. Bei der alten Dame konnte ich zuschschauen, wie sie täglich abgebaut hat. Keine Bewegung, keine Physiotherapie. Wir haben leider nicht die Möglichkeit, uns adäquat zu kümmern, weil die Zeit fehlt. Durch das An- und Ausgepelle pro Zimmer dauert ein Durchgang bis zu 1,5 Stunden. Wenn ich hinten angekommen bin, fange ich vorn wieder an. Zwei demente Herren…..auch symptomlos, vegetieren seit über einer Woche in ihrem Zimmer dahin. Anruf von der Leukämiestation…..sie hat eine gaaaaanz schlimme Coronapatientin. Ja gut, schick mir her… Dame kommt…..ich so….na, wie gehts ? Sie: ja, mir gehts gut. Ich sollte eigentlich morgen nach Hause (Montag). Sie war ganz traurig.
Ich: Ach, schau an. Na, dann bringen sie der Klinik noch zehn Tage Geld. Ich halte ja mit meiner Meinung nicht hinterm Berg… Edit: Die Station wird zugeballert mit haufenweise symotomlosen Menschen, die ihrer Freiheit beraubt werden. Ich streite nicht ab, das ich die eine oder andere Pneumonie auf Station hatte, die man tatsächlich überwachen und im Auge behalten sollte. Ein Beispiel: Relativ junger Mann, Pneumonie, Fieber. Sättigung nicht ganz so gut. Sauerstoff über Nasenbrille. Antibiose via Vene. Temperatur auf und ab. Aber er war jederzeit stabil. Visite sagt, er solle auf die ITS. Ich: Mit ihm gesprochen, habe ihm abgeraten. Er ist definitiv kein Fall für die ITS. Dann würde es ihm schnell schlechter gehen. Er: ITS abgelehnt. Gott sei Dank: Gestern ist er genesen entlassen worden… Was ich damit sagen will, das mit Sicherheit einige unnütz auf die ITS kommen und womöglich noch beatmet werden ?
Auch sterben bei mir Menschen auf Station, die nachweislich eine schwere Vorerkrankung haben . Bronchial CA…..nicht ins Hospiz darf, weil er angeblich positiv ist, und elendlich verreckt… Aber das hatte ich ja letztens hier schon geschrieben. Gestern war die Rettungsstelle wieder total überfüllt…..ich kann von Station direkt runter schauen. Telefon klingelte ständig, ob ich jemanden aufnehmen könnte. Älterer Herr…..in der Tagespflege einen Tag vorher angeblich positiv getestet, kommt zu mir. Er sei zu Hause vom Sofa gerutscht. Die Frau hat ihn nicht wieder hoch bekomen. Er…..null Symptome. Kein Fieber, kein Husten…..also nix. Mit der Frau telefoniert…..er sei wohl stark dement, war ihr gegenüber ausfallend. Nun liegt er bei mir auf Station.
Mir fehlen so langsam die Worte. So zieht es sich wie ein roter Faden schon seit Wochen.
Station voll. Zu wenig Personal. Wir sind echt am Limit. Vor drei Tagen hatte ich sowas wie einen kleinen Zusammenbruch bei Dienstbeginn. Habe geweint. Nicht weil ich nicht arbeiten will, sondern weil ich mit dem ganzen nicht mehr klar komme. Dass gesunde,alte Menschen bei mir eingesperrt werden, keinen Besuch empfangen dürfen. Weihnachten einsam in ihren Zimmern verbringen müssen. Sich nicht bewegen können. Keine frische Luft bekommen. Also damit meine ich, nicht runter gehen zu können. Fenster öffnen wir natürlich. Ich darf jetzt ein paar Tage zu Hause sein. Und ich hoffe, ich komme ein wenig runter und kann etwas abschalten. Ich bin total erschöpft und leer. Und ich bin traurig.
Ich versuche, die nächsten Tage abzuschalten bevor der Wahnsinn am Montag wieder los geht.“

Gesunde, alte Menschen, die eingesperrt werden: Jouwatch hat wiederholt über solche Fälle berichtet – und tatsächlich ist die fatale Mischung aus einerseits vorauseilendem Gehorsam bzw. Rapporteifer gegenüber der Politik, den Prognosen möglichst nachzuhelfen (was allen Tricks zum Trotz nicht gelingt) und andererseits obsessiver Fixierung auf das positive Corona-Testergebnis, das mit der Diagnose „Covid-19“ gleichgesetzt wird und alle sonstigen Gebrechen und Krankheiten zur Nebensache macht, für viele Patienten ein höheres Risiko als das Virus selbst. Nie war die Tendenz zu leichtfertigen Fehltherapierungen und ungerechtfertigter Intensivbehandlungen höher als dieser Tage. (DM)