Zahl der Corona-Intensivpatienten sinkt dritten Tag in Folge

Viel weniger Tote als gedacht? Covid-Patienten im Krankenhaus (hier in Südamerika) (Foto:Imago/AgenciaEFE)

Berlin – Es geht weiter bergab – zumindest in diesem Bereich: Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Deutschland ist am Neujahrstag den dritten Tag in Folge rückläufig gewesen.

Das gab es Anfang September das letzte Mal, noch bevor die dritte Welle erkennbar war. Konkret wurden am Freitag kurz nach 19 Uhr bundesweit 5.582 Covid-19-Patienten intensiv behandelt 47 weniger als am Tag zuvor.

An Silvester und am 30. Dezember war die Zahl um sechs bzw. neun Fälle gesunken, nach dem bisherigen Allzeithoch bei 5.644 Corona-Intensivpatienten. Nach wie vor werden gut 55 Prozent davon invasiv beatmet. 14.272 Intensivbetten sind in Deutschland nach Angaben der Krankenhäuser derzeit mit anderen Patienten belegt, 14.376 Plätze sind frei oder als Notfallreserve innerhalb von sieben Tagen aufstellbar.

Theoretisch ist denkbar, dass es auch bei der Meldung durch die Kliniken einen Feiertagseffekt mit systematisch weniger Meldungen gibt, allerdings trat der über Weihnachten auch nicht auf – und zudem drohen den Kliniken indirekte Geldstrafen. Denn für jeden Tag, an dem ein Krankenhaus die Meldepflicht nicht vollständig oder nicht fristgerecht erfüllt, kürzt die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde die Höhe der tagesbezogenen Pauschale um zehn Prozent.

Leider wird uns immer noch nicht gesagt, wer eigentlich in diesen Intensivbetten liegt. Aber wahrscheinlich könnte das einen Teil der Bevölkerung nur noch mehr verunsichern. (Mit Material von dts)