Zuchthauswärter Lauterbach: Lockdown, bis der letzte Deutsche kerngesund ist?

Karl Lauterbach (Foto:Imago/Reichwein)

Im Chaos der nutzlosen und überzogenen Maßnahmen bei gleichzeitiger völliger Planlosigkeit braucht es Fanatiker, die pausenlos nicht nur für stetig härtere, sondern möglichst unbegrenzte Zumutungen trommeln. Als „Blitzableiter“ für etwaigen Unmut vertreten sie Maximalforderungen, gegen die sich dann die Drostens, Merkels, Söders und Spahns dieses Landes als geradezu fürsorglich-besonnene Verfechter eines Mittelwegs gerieren können – obwohl diese selbst längst in Extremen denken und reden.

Der schlimmste dieser Blitzableiter und Radikalen ist Karl Lauterbach, ein sogenannter „Gesundheitsexperte“, der fast täglich verrücktere und infamere Benchmarks fordert, um die Pandemie und die sie begleitenden, immer totalitäreren Restriktionen zu verlängern. Eine Rückkehr zur Normalität scheint für diesen Soziopathen, der sich in Corona-freien Zeiten vermutlich schrecklich überflüssig und unbedeutend gefühlt haben muss, eine Horrorvorstellung zu sein. Deshalb gibt er keine Ruhe, um mit der Unnachgiebigkeit und Wachsamkeit eines Gefängniswärters den selbstausgerufenen Daueralarm der Politik zu verstetigen.

Wer sich Archivbilder früherer Lauterbach-Auftritte im TV ansieht, findet ihn dort – mit derselben volkserzieherischen Attitüde wie heute – schwadronierend über die Gefährlichkeit des Salzkonsums; er verzichte „vollständig auf Salz in der Ernährung“, wegen der Gefahren für Blutdruck und Gefäßkrankheiten, und rate dringend dazu, sich beim Salz einzuschränken. Statt Virus-Apokalypse waren es damals Ernäherungstips. Seiner Kauleiste scheint er mit einen Diätmaximen keinen Gefallen getan zu haben, wie Nahaufnahmen von Lauterbachs Gebiss zeigen: Hätte der Mann sich besser doch einmal um seine Zahnhygiene gekümmert. In Lauterbachs Visage sieht es so ruinös aus wie angeblich auf den Intensivstationen des Landes. So einer will den Deutschen vorschreiben, was für sie am gesündesten ist.

Irreale Schwellenwerte für den ewigen Lockdown

Jetzt will Lauterbach wieder mal den Lockdown verlängern – doch ihm reicht nicht einmal März oder April, sondern er will dessen Ende von illusorischen Kriterien abhängig machen, die wahrscheinlich überhaupt nie jemals erreichbar sind. Inzwischen haben selbst kleine Kinder kapiert, dass die Bemessungsgrundlage für die jeweilige Gefährlichkeit der Virusausbreitung VÖLLIG unsinnige Zahlenkonstrukte sind, die weder qualitativ noch quantitativ irgendetwas aussagen – denn hier wird bekanntlich eine weder repräsentativ festgelegte noch der Anzahl nach vereinheitlichte Menge an PCR-Tests pro Woche zur Grundlage jener ominöser „7-Tages-Inzidenzen“ genommen, die (je nach Testwilligkeit und Laune der Getesteten sowie in Abhängigkeit der Laborkapazitäten) wahllos schwankt. Diese absoluten Fallzahlen angeblicher „Neuinfektionen“ (obwohl es sich bei den positiv Getesteten eben gerade nicht automatisch um real Infizierte handelt) entscheiden über Wohl und Wehe. Ein Unding.

Lauterbach plädiert nun auf eine neue Zielmarke zum Ende des Lockdowns – und zwar auf bundesweit 25 „Neuinfektionen“ auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Eine abstruse Verschärfung – wo selbst die geltende Schwelle von 50 pro 100.000 auf unabsehbare Zeit unrealistisch ist. Wegen der PCR-Testungenauigkeit und der Anzahl durchgeführter wöchentlicher Tests könnten diese Inzidenzwerte theoretisch sogar dann weiterhin erreicht werden, wenn Corona faktisch besiegt und die Bevölkerungsmehrheit immunisiert sein wird. „Wir sollten kein Stückwerk machen, sondern sagen, wir gehen aus dem Lockdown raus, wenn wir diese Ziel-Inzidenz von 25 erreicht haben. Vorher nicht“, so der irre SPD-Gesundheitsapostel laut „dts Nachrichtenagentur“. Am liebsten wäre Lauterbach wohl eine Inzidenz von Null, vorher darf keiner mehr auf die Straße. Das Land kann derweil zum Teufel fahren. (DM)