Mit oder ohne Corona: „Übersterblichkeit“ vor allem deshalb, weil es immer mehr Alte gibt

Symbolfoto:Von Tyler Olson/shutterstock

Unter den dauermahnenden Stimmen, die die Auswirkungen der Corona-Krise für gerade für Alten der Gesellschaft hervorheben und Kritik an Corona-Maßnahmen mit der ethischen Bazooka niedermähen, zu deren Schutz seien jegliche Maßnahmen vertretbar bis hin zur Vernichtung der gesamten Volkswirtschaft und Zukunft des Landes, findet sich häufig der Hinweis auf die angebliche Übersterblichkeit bei den Hochbetagten.

Zwar steht außer Frage, dass seit Oktober – paradoxerweise trotz und während des Lockdowns – in den Alters- und Pflegeheimen eine große Zahl an Menschen der Altersstufe 80 Plus das Zeitliche segnet. Und fraglos handelt es sich bei auch um eine Folge von Corona – weil die Politik einen spezifischen Risikogruppenschutz schlicht versäumt oder gar verweigert hat.

ABER – und dieser Aspekt wird in der Diskussion gerne völlig vergessen: Die deutsche Bevölkerung überaltert von Jahr zu Jahr in zunehmendem und konstantem Maße. Vergleich mit 2016 etwa gibt es heute rund 1 Million Menschen in der Altersstufe über 80 mehr als noch vor vier Jahren. Da die Lebenserwartung mit derzeit durchschnittlich 80,99 Jahren seit fünf Jahren ungefähr gleich geblieben ist, bedeutet dies, dass sich die Zahl der natürlichen Todesfälle auch ganz ohne Pandemie massiv erhöht – und zwar mit jedem Jahr, in dem der Altesdurchschnitt der Bevölkerung ansteigt.

Quelle:Destasis / BRD 2016-2020

Damit bietet die natürliche demographische Entwicklung genau den scheinbaren Anstieg an Todesfällen, der den Corona-Alarmisten und politischen Treibern der Pandemie in die Karten spielt – von Angela Merkel, die das Seniorensterben im Parlament morbid ausschlachtet, um Jüngeren ein schlechtes Gewissen für „Kontakt-Schuld“ einzureden, bis Markus Söder, der gerne in Einheiten abgestürzter Passagierflugzeuge rechnet. Dass der Bevölkerung derart wichtige Hintergrundinformationen ebenso von den etablierten Medien wie von den Regierenden in ihren „Information- und Aufklärungsbemühungen“ vorenthalten werden: Das ist ein weiterer Skandal dieser manipulationsträchtigen, politisch orchestrierten Dauerkrise. (DM)