Gesundheitsminister knüpft Lockerungen an Durchimpfung der Ü70 – Erster Biergarten dann im Juni wieder offen?

Foto: Alte Frau mit Mundschutz (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin So etwas nennt man auch späte Einsicht und die Frage darf erlaubt sein, warum man nicht von Anfang an die Alten in Deutschland besser geschützt hat:

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält laut interner Äußerungen eine Lockerungspolitik in der Pandemie für möglich, wenn die besonders gefährdete Altersgruppe der Über-70-Jährigen geimpft ist. Das wären dann rund 15 Millionen Menschen. Nach diesem „entscheidenden Zwischenetappenziel“ werde die Belastung im Gesundheitssystem eine andere sein, sagte Spahn am Montag bei einer nicht-öffentlichen Sitzung des Gesundheitsausschusses im Bundestag, berichtet das „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). Dieser Punkt werde „deutlich vor dem Sommer“ erreicht sein, fügte Spahn laut Sitzungsteilnehmern hinzu.

Fast neun von zehn Menschen, die in Deutschland an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, waren 70 Jahre oder älter. Der Altersmedian liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 84 Jahren. „Wenn wir mit der Impfung der Gruppe über 70 Jahre durch sind, halte ich eine Schließung von Hotels, Gaststätten, Einzelhandel und ähnlichen Einrichtungen in großem Stil nicht mehr für gerechtfertigt“, sagte auch der CDU-Gesundheitspolitiker Michael Hennrich dem „Handelsblatt“.

Diese Einschränkungen würden schließlich mit der drohenden Überlastung der Krankenhäuser begründet, sagte Hennrich. Eine Durchimpfung bei den Über-70-Jährigen sowie in Pflegeheimen werde dazu führen, „dass sich die Zahl der schweren Verläufe und die damit verbundenen intensivmedizinischen Behandlungen in den Krankenhäusern reduziert“, sagte der Politiker. Zwar müssten Abstandsregeln und das Tragen von Masken „bis weit in den Sommer“ gelten, auch große Publikumsveranstaltungen würden schwierig bleiben – doch in der Debatte um die Corona-Strategie komme bislang zu kurz, „welche Auswirkungen die Impfung der Risikogruppen auf die Einschränkung der Freiheitsrechte und die einschränkenden Maßnahmen hat“.

Das klingt wohl eher nach Impfpflicht für Alte und Gebrechliche. Würde auch funktionieren, weil diese Altersgruppe naturgemäß nicht so renitent, sondern eher staatsgläubig ist.

Da das aber erst im späten Frühjahr erreicht werden kann, muss die Gastronomie wohl noch bis Ende Juni mit Steuergeldern durchgefüttert werden, was nicht funktionieren wird.

Das also ist dann das endgültige Ende der „Wirtschaft“ in Deutschland. (Mit Material von dts)