Das sind aber mehr als 15 km! Immer mehr Migranten erreichen Spanien

Afrikaner (Symbolbild: shutterstock.com/Von vic josh)

Das Jahr ist noch jung. Dennoch haben in den letzten sechs Tagen bereits mehr als 300 Migranten die Kanaren über die neue Massenmigrationsroute erreicht. Spanien ist längst schon zum wichtigsten Einfallstor afrikanischer Migranten geworden. Im EU-Land kamen im vergangenen so viele Neu-Europäern an wie in keinem anderen Land. 

300 Migranten sind es bereits in diesem noch jungen Jahr. Über 23.000 waren es in 2020, die erfolgreich über die sogenannte Atlantik-Route Europa erreichen konnten. Angelandet wird auf den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln und machen somit das EU-Land zu jenem Land, in dem die meisten Migranten – kommend von Afrika – erfolgreich das Tor zu Europa aufstoßen konnten – oder – weniger poetisch – die nicht gesicherten Grenzen überrennen konnten. Nach den jüngsten Angaben des spanischen Innenministeriums erreichten 2020 insgesamt 41.861 Menschen das Land, mehr als die Hälfte davon kam auf den Kanaren an. Und das trotz der zur Pandemie erhobenen Corona-Infektion.

Und auch dieses Jahr könnte es mit der Massenmigration zu weitergehen. Nur die Herkunft der „Neu-Europäer“ dürfte sich ändern, berichtet hierzu die FAZ. Anfangs stammte noch eine größere Zahl von Migranten aus weit entfernten Ländern wie Mali, Senegal und der Elfenbeinküste. Inzwischen jedoch stellen die mehr als 11.000 Marokkaner die Mehrheit. Auch aus Algerien „flüchten“ in etwa gleicher Anzahl immer mehr Menschen nach Spanien. So viele wie in keinem Jahr zuvor, weiß das Internetportal „El Confidencial“. Die Rückführung der Magreb-Ankömmlinge verläuft indes diametral zur Einwanderung: Obwohl Spanien mit den betreffenden Staaten entsprechende Abkommen geschlossen hat, fliegt seit Anfang Dezember laut Presseberichten die marokkanische Fluggesellschaft „Royal Air Maroc“ mit bis zu vier Flügen wöchentlich jeweils nur etwa 20 Migranten in die alte Heimat.

Zu den afrikanischen Migranten gesellt sich noch ein Heer von Lateinamerikanern, die visumsfrei per Flugzeug nach Spanien einreisen und dann dort nach Ablauf der dreimonatigen Aufenthaltserlaubnis das Zauberwort „Asyl“ formulieren.

Spanien ist – wie die FAZ darstellt – von dem Ansturm von Asylbewerbern und Migranten völlig überfordert. Das dortige Asylsystem sei schon vor dem Beginn der „Pandemie“ am Rande des Zusammenbruchs gewesen. Vor einem Jahr würden sich in den Behörden rund 120.000 unbearbeitete Anträge stapeln. Zudem seien die wenigen Unterkünfte hoffnungslos überfüllt.

Dass Corona-Merkel sich bereits in der Pflicht sieht, kann einmal mehr angenommen werden, auch wenn die Gäste die 15-Kilometer-Regel mehr als nur überschritten haben.  (SB)