Herbeiphantasierte Zahlen: Warum Lockdown und sämtliche Beschränkungen sofort enden müssen!

Bewegungsradius-Beschränkungen plus Lockdownverlängerung (Foto:Imago/Ohde)

Seit Beginn der Pandemie werden den Deutschen ständig irgendwelche neue, vermeintlich zweckrationale und wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Lockdowns zugemutet, die suggerieren sollen, dass die beschlossenen Einschränkungen irgendeinem logischen Plan folgen. Im ersten Lockdown war es zuerst das „flatten the curve“, das Verhindern des exponentiellen Wachstums; dann kam das „Verdoppelungsintervall“ hinzu, dann folge der legendäre „R-Wert“. Im Sommer wurde dann die Corona-Ampel mit den „7-Tages-Inzidenzen“ kreiert. Anstelle der menschheitsüblichen Grippewelle, die dieses Jahr ausfiel, gab es dann die zweite Welle, die direkt in den zweiten Lockdown mündete. Auch hier war zunächst wieder „flatten the curve“ angesagt, dann folgte (nach Einpendelung der Fallzahlen auf extrem hohen Niveau ) der in ewiger Zeitlupe eingefrorene, stets unmittelbar bevorstehende, aber nie eintretende „Kollaps der Intensivstationen“ samt Überlastung.

Wie es tatsächlich um die ITS-Situation in den Kliniken bestellt ist (und damit um „das letzte verbliebene Argumentationsglied der ‚epidemischen Lage von nationaler Tragweite‘“), das haben Kritiker und unabhängige Mediziner in zahlreichen Publikationen, vor allem in den freien Medien, ausführlich dargelegt (Jouwatch berichtete). Jetzt jedoch, bei der aktuellen neuerlichen Verlängerung, sind es wieder mal die Inzidenzen, die „viel zu hohen Fallzahlen“ und die zahlreichen Risikogebiete, die angeblich keine Alternative zur Fortsetzung der Totalstillegung des öffentlichen Lebens lassen. Der springende Punkt ist: Der Corona-Staat hat nicht nur jedes Vertrauen in die Schlüssigkeit seiner Handlungen verloren. Er hat auch schlichtweg nicht das Recht zu den weitreichenden Freiheitseinschränkungen und Existenzvernichtungen, die im Namen der Pandemiebekämpfung erratisch verkündet werden – und schon gar nicht auf dieser völlig unseriösen, flunkernden Grundlage.

Die wissenschaftliche Pseudo-Basis der gesamten Pandemie ist eine Aleatorik an Zufallsbefunden. Wir erfahren keine Fakten, sondern Behauptungen, hören keine Realbegriffe, sondern Begriffsklitterungen. Positiv Getestete werden gleichgesetzt mit Infizierten, Infizierte mit Erkrankten. Mehr geschlampt, manipuliert, gehirngewaschen und sechzehntonnenweise Sand in die Augen gekippt wurde noch nie.

Drei Riesenprobleme mit den „Fallzahlen“

Dass der Staat sich auf Inzidenzwerte als Rechtfertigung für Lockdown und Grundrechtseinschränkungen beruft, wäre überhaupt nur unter DREI Voraussetzungen möglich, die alle erfüllt sein müssten, bevor auch nur ein Richter in diesem Land einem Dispens der Grundrechte seine Zustimmung erteilen dürfte:

  1. Es dürften nur noch statistisch validierte Testreihen berücksichtigt werden. Die täglichen oder wöchentliche Fallzahlen, anhand derer über Risikogebiete samt Ausgangssperren und neuerdings sogar eingeschränkten Bewegungsradius entschieden wird, könnten ausschließlich dann einen realen Aussagewert haben, wenn entweder theoretisch ausnahmslos jeder Deutsche Tag für Tag (bzw. Woche für Woche), oder stattdessen alternativ eine gleichbleibende, repräsentativ ausgewählte Stichprobe der Bevölkerung, systematisch getestet würde; erst und nur dann würden die beobachteten Veränderungen der Fallzahlen eine belastbare statistische Datengrundlage bilden. DAS IST NICHT DER FALL: Niemand weiß, wer, wann, wo, wie oft und aus welchem Anlass gerade getestet wird. Entschließen sich in bestimmten Regionen weniger Neugierige zum Test oder bleiben angeordnete Massentests aus, sinken die Fallzahlen. Hat ein Testlabor Wasserschaden, arbeitet (z.B. wegen Quarantänefällen seiner Belegschaft) nur eingeschränkt oder macht, wie an Weihnachten, für ein paar Tage dicht, dann sinken die „Fallzahlen“. Meldet ein Gesundheitsamt wegen irgendwelcher Datenpannen eine Zeitlang nicht, sinken die „Fallzahlen“. Haben hingegen irgendwo besonders viele gleichzeitig verschnupfte, reisewillige oder schlicht neugierige Menschen Interesse an ihrem Testergebnis oder lädt eine Kommune zum freiwilligen Massentest, dann steigen die „Fallzahlen“. Weder wird bis heute die reale Zahl tatsächlich symptomatisch Erkrankter berücksichtigt, noch die anzunehmende enorme Dunkelziffer, alleine deretwegen schon jegliche „Kontaktnachverfolgung“ eine Illusion ist.
  2. Es müsste sichergestellt sein, dass das Testverfahren zumindest hinreichend aussagekräftig ist, um eine „Inzidenz“ überhaupt bestimmen zu können. DIES IST NICHT DER FALL. Beim als „Gold-Standard“ geltenden PCR-Test liegt die falsch-positive Fehlerquote der Getesteten immer noch erheblich höher ist als die zur Risikoschwelle erklärte Fallzahlenquote. Bei wöchentlich 1,2 bis 1,5 Millionen Test ist das Gesamtergebnis zwingend falsch. Denn im optimistischsten Fall – und auch nur dann, wenn ct-Werte bis maximal 30 betrachtet würden – liegt diese Fehlerquote  nach Herstellerangaben und Angaben des RKI bei 1,5 bis 2 Prozent (in Wahrheit sogar deutlich höher). In Deutschland werden jedoch ct-Werte von weit über 35 herangezogen (bei denen dann potentiell sogar ein Toastbrot oder Mondgestein corona-positiv wird), wodurch die falsch-positive Fehlerquote extrem ansteigt – auf 30 oder 50 Prozent. Die Risikoschwelle ist jedoch definiert bei 50 Inzidenzen pro 100.000 Einwohnern, entsprechend 0,5 Promille (!), also nur 0,05 Prozent – und soll nach Forderung Lauterbachs und Söders auf 0,025 gesenkt werden. Somit führt also die normale Fehlervarianz schon zur Ausrufung von Risikogebieten. Fazit: Der PCR-Test ist in keiner Weise sensibel genug – erst recht nicht in seiner ungenauen Anwendungspraxis in Deutschland – und somit gänzlich ungeeignet, belastbare „Inzidenzen“ zu ermitteln.
  3. Weiterhin müsste der Nachweis erbracht werden, dass positiv Getestete tatsächlich ansteckend sind somit tatsächlich zur Ausbreitung des Infektionsgeschehens beitragen. DIES IST NICHT DER FALL. Die Viruslast, die nach hiesiger Testpraxis zum Anschlagen des Tests ausreicht, ist außerdem so minimal, dass dadurch gar nicht zwingend weder auf das Vorhandensein von SarsCoV2 im Probanden geschlossen werden kann, sondern auch Virentrümmer überstandener Infektionen mit sonstigen Coronastämmen oder sogar Kreuzimmunitäten mit Influenzaerregern – etwa nach Grippeimpfungen – für positive Testresultate sorgen können.

Grundrechtszertrümmerung im Namen reiner Kaffeesatzleserei

Es ist ein Ding der Unmöglichkeit und schier nicht mehr zu glauben, wie uns stattdessen mit einem von Politik und Medien aufgetischten Hokuspokus eine Droh- und Angstkulisse eingebimst wird, die ausschließlich auf der Legende von den überall explodierenden „Infektionszahlen“ basiert – und auf deren Grundlage das gesamte Land dichtgemacht wird, bis hin zur immer autoritäreren Einschließung und Kujonierung der Bevölkerung. Gegenüber „Bild“ äußerte sich jetzt der Hygiene-Experte Professor Klaus-Dieter Zastrow mit bislang ungekannter Offenheit über den absurden Mumpitz, den „Inzidenzwert“ als Maßstab zu nehmen: „Die Inzidenz, die Zahlen, die da immer genannt worden sind – die sind gewürfelt, tut mir leid. Da gibt‘s keine wissenschaftliche Basis für, gar nichts! Also irgendeiner hat da gewürfelt und die Politik hat‘s dann eben übernommen.“ Konsequenzen aus dieser Kritik selbst ausgewiesener Fachleute? Keine. Die Deutschen sagen Ja und Amen zu allem – selbst zu Einschränkungen, die mittlerweile ans Kriegsrecht erinnern.

Konfrontiert mit der ständigen Verlängerung des Lockdowns, der in Wahrheit auch mit seiner neuesten Zwischenmarke „Ende Januar“ absehbar noch lange nicht zu Ende sein wird, hört man viele untertänig-verzagte Bürger oft schulterzuckend, mit todernster Miene entgegnen: „Ja, aber was soll die Politik denn machen, bei diesen Zahlen? Was habt Ihr denn für eine Lösung?“ Die Antwort ist ganz leicht: Die ganzen „Zahlen“ komplett in die Tonne treten – und endlich zu der gesundheitspolitischen Beurteilungspraxis zurückkehren, die zu ALLEN Zeiten vor Corona immer schon normal war: Eine Epidemie und folglich auch Pandemie wird an der Zahl erkrankter Fälle bemessen, nicht an indirekten Labortestresultaten überwiegend kerngesunder, symptomfreier Menschen! „Die Klinik hat immer Vorrang“ lautet eine alte medizinische Weisheit. Seit Corona haben nur noch die Kaffeesatzleserei aus Rachenabstrichen und Zyklendrehungen bis zum Gehtnichtmehr „Vorrang“, so scheint es.

Und in Wahrheit sind der Lockdown – wie auch die jetzt nochmals schärfere Freiheitsbeschränkung der Bürger – für weitaus längere Zeiträume als bislang zugegeben – wohl längst beschlossene Sache. Die auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums durchgesickerte entlarvende Vorplanung einer Geschäfte- und Gastronomieschließung bis in den Sommer ist hierfür nicht das einzige Indiz; auch die jeweils für drei bis vier Wochen, in homöopathischen Dosen bekanntgegebene ständige Hinausschiebung der Maßnahmen lassen keinen anderen Schluss zu – weil die zur Bedingung für „Öffnungen“ gemachten Kriterien, siehe oben, völlig unerreichbar sind. Eigentlich heißt es ja: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – doch einer Bundesregierung, die viermal einen Totalshutdown verlängert, den es ihren eigenen Beteuerungen zufolge gar nicht mehr hätte geben dürfen: der glaubt man in Deutschland gerne wieder und wieder und wieder. (DM)