Corona: Viel mehr Menschen als angegeben haben ihren Job verloren

Kurzarbeit (Bild: shutterstock.com/Von saravutpics)

Die Corona-Krise hinterlässt jetzt bereits einen Kahlschlag auf dem Arbeitsmarkt, auch wenn die Bundesregierung mit Kurzarbeitergeld versucht, die kommende Katastrophe zu überdecken. Insbesondere hat die verheerende Corona-Politik für viele geringfügig Beschäftigte, die sogenannten Minijobber, existenzielle Folgen. Tausende dieser Menschen tauchen nicht einmal in der Arbeitslosenstatistik auf.

Eine nie dagewesene Zahl von Kurzarbeitergeldanträgen hat die Agentur für Arbeit durch die verheerende Corona-Politik der Merkelregierung erreicht. Dem Bürger wird die seit rund zehn Monaten geltende Kurzarbeiterregelung als funktionierendes Instrument verkauft, das angeblich Arbeitsplätze vor der Corona-Vernichtung rettet. So behaupten „Arbeitsmarktforscher“, dass die „Pandemie“ allein in Berlin mehr als 50.000 Jobs vernichtet habe, doch sehr viel mehr seien durch Kurzarbeitergeld gerettet worden. „Würde der Staat“ – sprich der Steuerzahler – „kein Kurzarbeitergeld zahlen, hätten in der Stadt nach Schätzungen von Arbeitsmarktforschern derzeit wenigstens 300.000 Menschen keine Arbeit. Die Arbeitslosenquote läge dann bei 16 statt bei zehn Prozent“. Bislang hat es etwa eine Milliarde Euro an Kurzarbeitergeld gekostet, um allein in Berlin derzeit 200.000 Menschen das Gefühl zu geben, irgendwie noch eine Arbeit zu besitzen.

Die Trickserei der Arbeitslosenstatistik wird auch oder gerade in Corona-Zeiten munter weiter betrieben. Denn: Die staatlich betriebene Augenwischerei verdeckt, dass weitaus mehr Menschen ihren Job verloren haben, und das nicht nur im rot-rot-grün regierten Berlin. Denn: Tatsächlich sind tausende Menschen in der Arbeitslosenstatistik nicht berücksichtigt. Die sogenannten Minijobber. Während sie manchem Betrieb das Überleben sicherten, sind sie nun die ersten, die vor die Tür gesetzt werden. In der ersten Corona-Welle haben deutschlandweit 850.000 dieser Arbeitnehmer ihre Arbeit verloren. Im Gegensatz zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben Minijobber keinen Anspruch auf Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld.

Im besten aller Deutschlands, das wir je hatten, arbeiten in diesem Segment nicht nur Studenten. Sondern auch Rentner, die von dem bisschen, was ihnen dieser Staat von ihrer Hände Arbeit übrig gelassen hat und so nicht existieren können, sich in Minijobs verdingen. Generell ist das Heer jener, für die der Minijob nicht Neben-, sondern Haupttätigkeit ist, massiv angewachsen. 2019 waren laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung fast fünf Millionen Minijobber darauf angewiesen. In Berlin hatten vor einem Jahr 216.000 Menschen einen Minijob. Die meisten in Handel, Gastronomie und Dienstleistungsbereich. Wie viele dieser Menschen heute noch ihre Stelle haben, ist nicht bekannt. Bei den Arbeitsagenturen sind diese Zahlen „passenderweise“ erst mit sechsmonatigem Nachlauf zu erfahren, auch wenn dies eine unabdingbare Information wäre, um das aktuelle Chaos, welches die Merkel-Regierung nicht nur auf dem Arbeitsmarkt angerichtet hat, halbwegs einschätzen zu können. (SB)