Polizei löst Gebetskreis nach Corona-Denunziation auf

Gebet (Symbolbild: shutterstock.com/Von palidachan)

Niedersachsen/Papenburg – Nach einem „Zeugenhinweis“ – sprich einer Denunziation – hat die Polizei Papenburg am Dienstagnachmittag einen christlichen Gebetskreis aufgelöst.

Dass sich Christen zu einem Gebetskreis im niedersächsischen Papenburg getroffen hatten, das war einem dieser selbsternannten Corona-Blockwarts eine Denunziation bei der Polizei wert. Diese stürmte am Dienstagnachmittag die religiöse Veranstaltung mit insgesamt 15 Teilnehmern und löste sie auf. Wie unter anderem der NDR berichtet, hätten sich die Christen im Alter zwischen 53 und 81 Jahren in einem Wohnzimmer eines privaten Wohnhauses versammelt, um gemeinsam zu beten. Bei Eintreffen der Beamten hielt der Pastor gerade eine Predigt. Die Gläubigen hätten „eng an eng und ohne Mund-Nasen-Schutz“ nebeneinander gesessen. Der Pastor ergriff noch vor Feststellung seiner Personalien die Flucht. Die Daten der übrigen „Corona-Verbrecher“  wurden aufgenommen. Sie müssen mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen. Die Identität des Pastors wird derzeit von der Polizei ermittelt.

Bereits am vergangene Sonntag wurde Merkels „Corona-Polizei“ in einem ähnlichen Fall tätig. Im niedersächsischen Diepholz wurden ebenfalls Menschen, die gemeinsam Trost im Gebet suchten und dazu in einem Wohnhaus einen christlichen Gottesdienst abhielten, von der Polizei auseinander getrieben. Die Wolfenbütteler Zeitung berichtet hierzu: „Zu dem Zeitpunkt waren mindestens 40 Erwachsene und 11 Kinder der Gemeinde bei dem Gottesdienst, nur einige trugen Masken. Genug Abstand hielten sie auch nicht. Die Polizei stellte die Personalien fest“. Es waren offensichtlich ebenfalls keine Muslime darunter. (SB)