Jahresbilanz zu „jungen Geflüchteten“: Täglich kommen zwei UMFs in Berlin an und kosten jeweils 8.500 pro Monat

Migration (Symbolbild: Shutterstock/Crawford)

Nur damit der Corona-Bürger weiß, warum für ihn kein Geld mehr da ist: Täglich kommen zwei Minderjährige in Berlin an. Die Eltern wollen oft über Familiennachzug folgen. Das „Landesjugendamt“ – sprich der Steuerzahler – zahlt 8500 Euro pro Kind pro Monat. Die gesellschaftlichen Kosten sind da noch nicht mit eingepreist.

„Viele Eltern und Kinder verdrücken Tränen, wenn es – vor und nach Corona – für ein paar Tage Klassenfahrt heißt, Abschied zu nehmen. Unvorstellbar, was es für ein Kind und die Eltern bedeutet, Tausende Kilometer entfernt voneinander zu leben, oft über Jahre hinweg. Nur Videotelefonate über Whatsapp bieten ihnen Nähe. So sind in Berlin im Jahr 2020 rund 500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ohne Mutter oder Vater angekommen.“ Sogar Säuglinge und Babys ohne Eltern wurden vom Landesjugendamt in Obhut genommen, heißt es dazu weiter. Mit diesen rührseligen Worten bereitet der Tagesspiegel die finanziell wie auch gesellschaftlich „kostspielige“ Massenmigration einmal mehr für seine treudoofen Leser auf.

Hinter diesem Tränengeschichtlein stecken nachfolgende Zahlen: Durchschnittlich kommen alle zwei Tage drei sogenannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) in Berlin an.  Die „geringe“ Zahl ist – vergleicht man das Vorjahr – laut der Berliner Senatsjugendverwaltung mit Corona zu erklärten. An den Kosten, die Berlin – sprich dem Steuerzahler – pro aufgenommenem UMF entstehen, habe sich seit dem Willkommensjubeljahr 2015 nichts geändert. Bei der Inobhutnahme durch die Senatsjugendverwaltung liegen die Kosten für Unterbringung eines UMF und für die Betreuung weiter bei 8000 bis 9000 Euro im Monat.

Die vom Landesjugendamt 2020 erfassten „jungen Menschen“ waren laut der Senatsverwaltung vorrangig Staatsangehörige aus Afghanistan (28 Prozent), Vietnam und Syrien (jeweils 11 Prozent), Gambia, Guinea (jeweils 5 Prozent), Marokko, ungeklärt (zumeist palästinensische Flüchtlinge ohne Staatsangehörigkeit), Russische Föderation, Ukraine, Algerien, Tunesien (jeweils 2-3 Prozent). Die übrigen dieser UMFs (25 Prozent) hatten die Staatsangehörigkeit von 30 weiteren Staaten. Das Alter gaben die „jungen Menschen“ mehrheitlich mit 14, 15 oder 16 Jahre an. 28 Prozent sagten, sie seien 17 Jahre alt. Die Anteile aller erfassten Mädchen und Jungen lag 2020 wie in den vergangenen Jahren bei etwa 14 Prozent weiblichen und 86 Prozent männlichen unbegleiteten Minderjährigen.

Der Tagesspiegel schweigt sich laut und vernehmlich darüber aus, dass  mindestens 40 Prozent dieser „jungen Menschen“ ihr Alter wissentlich falsch angeben und sehr wohl schon das Erwachsenenalter erreicht haben. Kommt man aus noch so fernen Ländern nach Deutschland „hereingeflüchtet“ – der UMF ist bestens darüber unterrichtet, dass es bei der Asylantragsstellung für Minderjährige spezielle Regeln gibt und die Familienzusammenführung mit der „Restfamilie“ im „Rund-um-sorglos-Deutschland“ auch schneller von statten geht.

Der Tagesspiegel schließt seinen anrührigen „Hauptsache- euch- geht- es- gut“-Artikel mit dem Hinweis: „Nach Tagesspiegel-Erfahrungen sind die Lebensläufe so unterschiedlich wie die jungen Menschen selbst. Manche wollen unbedingt wieder zu den Eltern zurück, einige haben die ihnen auferlegte Aufgabe des Familiennachzugs erfolgreich erledigt. Manche werden angesichts von seelischen Traumata kriminell und depressiv, andere machen Abitur oder eine Ausbildung im neuen, glücklichen Leben“.

Im Kommentarbereich des „Qualitätsblättchens“ scheint man irgendwie das Spielchen durchschaut zu haben:

„Für 8500 Euro im Monat könnte viel mehr Kindern im Herkunftsland geholfen werden.“

„Warum fehlt in einem Artikel wie diesem (wie in allen Artikeln zu umA) der Begriff Kindeswohl bzw. Kindeswohlgefährdung? Und auch „Manche werden angesichts von seelischen Traumata kriminell und depressiv, andere machen Abitur oder eine Ausbildung im neuen, glücklichen Leben.“ – kann man nur etwas kopfschüttelnd gegen Qualitätsjournalismus halten.“

„“….Junge Menschen aus Afrika beschreiben laut Iris Brennberger meist die Einreise über Italien und Spanien….“ Und die Dublin-Verordnung?“

„260 Euro pro Kind und pro Tag ist eine sehr stolze Summe. Da ist selbst ein 4-Sterne-Hotel mit Vollpension möglich für den Preis.“

„Sogar Säuglinge und Babys ohne Eltern wurden vom Landesjugendamt in Obhut genommen: Drei Prozent der Kinder waren unter drei Jahre alt, zwei Prozent zwischen vier und fünf Jahren, 16 Prozent zwischen sechs und 13 Jahren, Knapp über die Hälfte gaben an, 14, 15 oder 16 Jahre alt zu sein, 28 Prozent sagten, sie seien 17 Jahre alt.
Man fragt sich, was das für Eltern sind, die Ihre Kinder solchen Gefahren aussetzen.
Wohl in der Hoffnung, dass sie die „Flucht“ überstehen, damit man auch nach Deutschland kommt. Darf man die Frage stellen, wie sich 8.000 -9.000 € pro Kind erklären und warum es, wenn der Bezirk zuständig ist, sich dieser Betrag um ? reduziert?
Wenn täglich 2 Unbegleitete kommen, sind das ja auch weit über 600 im Jahr.“

„Als ich minderjährig war, hat der Staat keine 8500€ im Monat für meine Wenigkeit ausgegeben. Auch nicht, wenn man den Inflationsausgleich etc. einberechnet. Nicht annähernd. Deshalb finde ich es absurd, wenn immer wieder behauptet wird, dass man als weißer Deutscher „privilegiert“ wäre. Im Vergleich mit diesen Jugendlichen sind diese privilegiert, nicht ich. 8500€ im Monat für 500 Minderjährige ergibt übrigens gut 4 Millionen Euro im Monat und 51 Millionen Euro im Jahr. “  (SB)