n-tv ist ganz aus dem Häuschen: Endlich ein schwerer Covid-Fall unter den „Leugnern“!

Afd-MdB Thomas Seitz (Foto:Imago/Spicker)

Wann immer es einen Kritiker der Corona-Maßnahmen oder Lockdown-Gegner (in Deutschland mittlerweile allesamt unterscheidungslos als „Corona-Leugner“ geframed) selbst erwischt und er sich das Virus einfängt, hoffen deutsche Volkserziehungsmedien und Corona-Oberlehrer inständig, das Schicksal möge umso erbarmungsloser zuschlagen, um dem Grundsatz „wer nicht hören will, muss fühlen“ zur Läuterung der Uneinsichtigen Geltung zu verschaffen. Die dahintersteckende Menschenverachtung spricht Bände.

Nachdem Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro schnell wieder von Corona gesundet war, war darüber kein Wort zu lesen – anders als bei der triumphierenden Berichterstattung deutscher Mainstream-Organe nach seiner Infektion. Noch extremer war es bei Donald Trump: Dieser betrog mit seiner schnellen Genesung das „Gerechtigkeitsgefühl“ und die Erwartungen weltweit zehntausender Journalisten, die sich nichts Befriedigenderes hätten ausmalen können als ein auf der Intensivstation abröchelnder Orange Man, der das Virus doch angeblich stets verharmlost habe (obwohl er dieses nachweislich wenige kleingeredet hatte als die deutsche Regierung zu Beginn der Pandemie UND sich, anders als Merkel, frühzeitig um ausreichend Impfstoff für sein Volk gekümmert hat). Viele witterten Betrug und unterstellten Trump, er simuliere seine Gesundheit bloß. Als wäre in Wahrheit schon tot.

UK-Premier Boris Johnson tat den Populistenhassern im Medienbetrieb wenigstens den Gefallen, mit schwerem Verlauf ein paar Tage auf der Intensivstation zu verweilen und so möglicherweise für ein  hoffnungsfrohes Testimonial der ultimativen Virustödlichkeit taugen zu können – bis auch er das Klinikum wohlauf verließ und fortan zu denen gehörte, die das große und zufällige Glück hatten, Corona zu überleben (so die Insinuierung des veröffentlichten Tenors).

Und als sich im November dann angeblich mehrere führende „Querdenker“ infizierten, da schrieben die Panikgazetten ebenfalls voller Häme darüber – nichts jedoch über die unauffällige Genesung derjenigen, die am Ende (aus regierungsloyaler Journalistensicht) leider doch nicht wieder die Quittung für ihre Ignoranz bekamen. Am Ende wurde jeder dieser Beispiele nicht zur vermeintlichen Lektion für die Corona-„Verharmloser“, sondern zur Lektion für die Alarmisten – dass ihre Darstellung der Virusgefährlichkeit schlicht grob irreführend ist und es sich beim übergroßen Teil der Corona-Berichterstattung eben doch nur um unverhältnismäßige Panikmache handelt.#

Überlebende als Spielverderber

Obwohl somit also jeder dieser Karma-Schnurren zum Schuss in den Ofen wurde, können es die einschlägigen Medien nicht lassen – und bringen die Ätschibätsch-Pointe wieder und wieder aufs Tapet. Und sie sind ganz happy, wenn sie endlich einmal einen Kronzeugen finden, der die Maßnahmen für Wahnsinn hält UND wegen Corona wirklich um sein Leben kämpfen musste. Als schließe sich beides aus. So etwa im Fall des AfD-Politikers Thomas Seitz, gegen den „n-tv“ heute eine ätzende, zynische Salve abfeuert. Das Nachrichtenformat schreibt: „Er hält sich nicht immer an die Corona-Maßnahmen und zieht so den Ärger vieler Abgeordneter auf sich. Vor einigen Wochen erkrankte er selbst schwer an Covid-19. Nun kommt heraus, wie ernst es um den 53-Jährigen stand. Doch von einer ‚pandemische Lage‘ will er dennoch nichts wissen.“

Mehr noch: „Auch nach wochenlanger Behandlung auf der Intensivstation“ habe Seitz seine Haltung zu Corona „nicht grundlegend geändert„. Stattdessen sei er nun „innerlich zerrissen„, da er zwar „einerseits dankbar sei für eine zweite Lebenschance, andererseits aber der Auffassung sei, dass im vergangenen Jahr durch die Politik der Bundesregierung rund 90 Prozent der Ressourcen für die Zukunft unserer Kinder durchgebracht wurden.“ Was uns n-tv hier vermitteln will, ist wohl dies: Wer zu den 0,02 Prozent der gravierend von Corona betroffenen Deutschen zählt, der muss zwingend Lockdown, wirtschaftlicher Selbstvernichtung und der Wegsperrung von 100 Prozent aller Deutschen das Wort reden – weil er sonst ein verantwortungsloser Querulant ist. (DM)