Online-Duden wird durchgegendert: Wörterbuch soll geschlechtsneutral werden

Duden (Bild: shutterstock.com)

Nachdem der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich für Nichts zu blöde ist und seit einiger Zeit – einer Sprachbehinderung gleich – seine „Nachrichtensprecher*INNEN“ – die regierungstreuen Texte in „gendergerechter“ Sprache verlesen lässt, „reformiert“ sich nun auch der Duden. Die Online-Ausgabe des Duden-Verlags soll ebenfalls „geschlechtsneutral“ werden.

Konrad Duden (* 3. Januar 1829 – 1. August 1911) schuf das nach ihm benannte Rechtschreibwörterbuch der deutschen Sprache, den Duden, und beeinflusste damit maßgeblich die Entwicklung einer einheitlichen Rechtschreibung im deutschen Sprachraum. Seither legen in sogenannten „Rechtschreibreformen“ insbesondere in den 90er Jahren links-grüne Bildungsideologen in Kumpanei mit politischen Wegbereitern wie dem ehemalige bayerische Kultusminister Hans Zehetmaier (CSU) die Axt an unsere Sprache an. Das Zerstörungswerk an einer – wahrscheinlich „der“ – aussagekräftigsten, feingliedrigsten Sprache der Welt vollendet nun die Genderideologen aus dem linksradikalen Nest der Kampffeministen.

Dudenverlag biedert sich dem links-grünen Zeitgeist an

So kündigt der Dudenverlag lag, sein Online-Wörterbuch „gendergerecht“ überarbeiten zu wollen. Die Verstümmelung der deutsche Sprache stellen sich die Herausgeber so vor, dass alle 12.000 Personen- und Berufsbezeichnungen in der Weise geändert werden, dass es künftig statt eines Wortartikels zwei gibt – einen für die männliche und einen für die weibliche Form. Damit verschwindet faktisch das bei links-grünen Ideologen verhasste  generische Maskulinum bei Personenbezeichnungen von der Website duden.de.

Mehrere Sprachforschender kritisieren einmal mehr diese ideologiegetriebene Sprachverhunzung. Der Potsdamer Linguist Peter Eisenberg bezeichnet sie in der „Welt“ als „Irreführung des Lesers“. Die Wörter seien alle sowohl spezifisch männlich als auch generisch, also geschlechtsneutral verwendbar. Von der Sprachgemeinschaft würden sie auch so gebraucht. Es sei „grotesk und absolut unverantwortlich zu behaupten, Wörter wie Schüler, Arzt oder Mieter hätten keine geschlechtsabstrahierende Bedeutung. Die Duden-Redaktion sei dem „aktuellen Gender-Unsinn“ offenbar vollends verfallen“, befindet die Münchner Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Leiss.

Die schöne, neue – linke Welt

Dieser linke Irrsinn wird jedoch in seinem ganzen Ausmaß immer noch nicht ausreichend erkannt. Denn: Dass dieser massive ideologisch betriebene Eingriff aus linguistischer Sicht mehr als unnötig ist, ist unbestreitbar, da – wie Leiss und Eisenberg darstellen – seit jeher zwischen generischem und biologischem Geschlecht unterschieden wird. Danach sind im generischen Maskulinum zum Beispiel mit Bürger immer auch Bürgerinnen gemeint, mit Studenten auch die Studentin. Zudem stellt die deutsche Sprache nicht ausschließlich das Maskulinum in den Vordergrund. Es heißt zwar „Vaterland“, aber auch „Muttersprache“ und das Wort „Tochterunternehmen“ durfte – bislang zumindest –  unbeanstandet verwendet werden. Ob das wenig ausgefeilte, sprachlich anspruchslose Türkisch demnächst verboten wird, weil diese Sprache gar keine grammatischen Mittel hergibt, um einen Geschlechterunterschied zu bezeichnen, ist nicht bekannt.

Den Ideologen geht es bei der gendergerechten Sprache um nichts Anderes als um Umerziehung. Diesen linken „Erschaffern einer neuen Welt“ ist mehr als bewusst, wie sehr die Sprache das Denken beeinflusst. Da ihr Gender-Wahnsinn bei der Mehrheit der Gesellschaft nach wie vor nicht auf Wohlwollen trifft, haben radikalfeministischen Gesellschaftsumformer längst schon über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden, die deutsche Sprache „gendergerecht“ umzugestalten. Denn: Eine gesellschaftliche Debatte darüber gab es bislang nie. Die Zustimmung, die deutsche Sprache bis zur Unkenntlichkeit zu verstümmeln, ist nicht erfolgt.

Sprachbehinderte beim ÖR

Willige Helferlein fanden sich jedoch längst schon und diese sind hemmungslos bereit in Hochschulen, Behörden und sogenannte Gleichstellungsbüros Leitfäden für gendergerechte Schreibweisen herauszugeben und so das sauer verdiente Geld des Steuerzahlers im links-grünen Sprachumerziehungsprojekt zu versenken. Für den Sprachgebrauch im öffentlichen Dienst und im Schuldienst ist die Verwendung geschlechtsneutraler Formen in einigen Bundesländern bereits vorgeschrieben – im Land Berlin bereits seit 1991. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat sich ebenfalls diesem abartigen Blödsinn angeschlossen und verkündet seit einiger Zeit in Fernseh- und Radiobeiträgen die Merkel-Propaganda mit „gesprochenen Gendergap“. Wie Sprachbehinderte plappern die ÖR-Wahrheitsverkünder von “Politiker*innen” oder “Migrant*innen”, ohne jemals dazu vom Zwangsbeitragszahler legitimiert worden zu sein.

Dass sich ein Restrumpf gesunden Menschenverstandes bewahren lässt, zeigte Frankreich bereits vor drei Jahren. Dort stoppte Premierminister Édouard Philippe den Genderirrsinn und verfügte im November 2017 für alle Behörden, dass sie gendersensible Schreibweisen nicht mehr benutzen dürfen. Deutschland indes ist längst schon die fette Beute links-grüner Ideologen. Und diese Irren haben nicht nur die deutsche Sprache gekapert.  (SB)