AfD im Dauer-Sinkflug – das wahre Motiv der Altparteien für die ewige Krisenverlängerung?

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Eigentlich sollte man annehmen, dass die AfD als einzige Realopposition im Bundestag in der Pandemie massenhafte Stimmenzuwächse erzielte und sich zum Sprachrohr der Skeptiker und Gegner einer zunehmend autoritären Politik macht, die das dringend erforderliche parlamentarische Gegengewicht zum Merkel-Spahn’schen Corona-Regime bildet. Doch das genaue Gegenteil trat ein – was teilweise eine Folge hausgemachter Querelen und Selbstzerfleischung der AfD ist, was teilweise auch auf die erfolgreichen Panik- und Verleumdungskampagnen der Regierung zurückgeht.

Tatsächlich hat sich im vergangenen Jahr sage und schreibe jeder dritte AfD-Wähler von der Partei abgewandt; das Potenzial möglicher Wähler ist auf einem Tiefststand angelangt, schreibt „Bild„, und verweist auf aktuelle Umfragewerte, die einen Rückgang von 15 auf 10 Prozent belegen. Bei der sogenannten „negativen Sonntagsfrage“ gaben der Zeitung zufolge drei Viertel der Befragten – 74 Prozent – an, sie könnten sich prinzipiell nicht vorstellen, die AfD zu wählen. Für die von innerparteilichen Skandalen und buchstäblichen Flügel-Kämpfen gebeutelte Meuthen-Partei ein herber Rückschlag.

Für die schwarzlinksgrüne de-facto-Einparteienfront allerdings könnte es gar nichts Willkommeneres geben als diese Pandemie, in der ihr einziger verbliebener liberal-konservativer Widerpart wie Schnee in der Sonne dahinschmilzt. In der Krise rücken die angstkonditionierten Deutschen wie die Herdentiere zusammen – und drängen sich beim Altparteien-Establishment, das die (in Wahrheit durch nichts begründete) Hoffnung auf Stabilität und besonnenes Lavieren durch die Untiefen der Coronakrise verspricht.

Immer stärker drängt angesichts der rückläufigen AfD-Ergebnisse daher der Verdacht auf, dass hier abseits aller gesundheitspolitischen Alibi-Sachzwänge ein möglicherweise starkes zusätzliches Motiv (neben einigen anderen) besteht, die Krise auf unbestimmte Zeit zu perpetuieren, und durch unbefristete Lockdowns und Erzeugung zunehmender finanzieller Abhängigkeit der Bürger von staatlichen Hilfen die hohen Zustimmungswerte vor allem von CDU, SPD und Grünen zu erhalten. Mindestens bis zur Bundestagswahl, vielleicht noch darüber hinaus. Die AfD wird auf diese Weise immer wieder an den Rand der Bedeutungslosigkeit getrieben. (DM)