Zahl der Corona-Intensivpatienten sinkt, aber Krankenausgesellschaft jammert weiter

Foto: Krankenhaus (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Ungeachtet der Klagen und Berichten über überlastete Krankenhäuser sinkt tatsächlich die Zahl der Corona-Intensivpatienten seit einer Woche kontinuierlich. Nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) wurden am Montagabend gegen 18 Uhr bundesweit 5.273 Covid-19-Patienten intensiv behandelt, etwa so viele wie kurz vor Weihnachten. Über die Feiertage und den Jahreswechsel waren die Zahlen bis zum 3. Januar auf das bisherige Hoch bei 5.762 Corona-Intensivpatienten weiter geklettert, seitdem wurden wieder rund 500 Betten frei.

Einen solchen Rückgang hatte es seit Abklingen der ersten Welle im Frühjahr 2020 nicht mehr gegeben, damals allerdings auf nur etwa halb so hohem Niveau. Die Zahlen aus den Intensivstationen gelten als relativ unabhängig von Feiertags- oder anderen Meldeeffekten, da die Krankenhäuser verpflichtet sind, täglich die Daten durchzugeben.

Doch trotz zuletzt sinkender Covid-19-Belegungen auf Intensivstationen hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft vor einer Überlastung des Systems gewarnt. „Mit circa 6.000 intensivbehandlungsbedürftigen Patienten, deren Versorgung deutlich höhere Personalressourcen bündelt, ist ein hoher Belastungsgrad im System insgesamt erreicht, in vielen Kliniken vor Ort zum Teil bereits überschritten“, sagte Hauptgeschäftsführer Georg Braun der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Schon das Regelkrankheitsgeschehen, wie Infarkte, Unfälle und Operationen, binde in größerem Ausmaß intensivmedizinische Kapazitäten.

Um die Leistungsfähigkeit der medizinischen Versorgung in Zeiten der Corona-Pandemie zu sichern, seien Lockdown-Maßnahmen und Begegnungsbegrenzungen auf jeden Fall notwendig.

Ist die Krankenhaus-Lobby erst zufrieden, wenn die Krankenhäuser wieder leer gefegt sind? Aber dann würde auch der Geldhahn zugedreht werden. Und das kann doch nicht im Interesse derer sein, die mit kranken Menschen ihr Geld verdienen. (Mit Material von dts)