„Jungtürken“: Marcel Reif und die Rassismus-Jammerlappen, Check24 macht sich ein

Marcel Reif (Foto:Imago/Galuschka)

Das Problem an der medialen Dauerwurst „Rassismusdebatte“, an Black Lives Matter, Cancel-Culture und „woke“-Wahn sind vor allem die gravierenden Bildungslücken, frappierende Ahnungslosigkeit über historische Zusammenhänge und Parallelen, die von den „Aktivisten“ dieser neuen Un-Kulturrevolution an den Tag gelegt wird. Mit dem geistigen Tiefgang von Barbaren und Vandalen zertrümmern sie alles, was durch ihre Schwarzweißbrille keine Daseinsberechtigung mehr hat – und sie diffamieren jeden, der in ihren Augen „rassistisch“ tickt. Neuestes Opfer: Ausgerechnet Sportkommentator Marcel Reif.

Weil dieser im „Doppelpass“ auf Sport 1 eine Äußerung über „Jungtürken“ machte, wurde ihm ein Shitstorm der gesinnungsheuchlerischen Extraliga zuteil. Wörtlich hatte Reif gesagt: „Nach dem Spiel gegen Stuttgart gab’s ja die Herren Reus und Hummels, nicht etwa irgendwelche Jungtürken, sondern schon die Herren, um die es geht, die gesagt haben: Pass auf, wir sind eine Mannschaft, die kann nicht verteidigen.“ Was an der Formulierung „Jungtürken“ rassistisch ist? Gar nichts. So wenig wie an Jungdeutschen, Altskandinaviern und Uraltschweizern oder gar an „alten weißen Männern“ irgendetwas rassistisch wäre. Jungtürken, junge Türken – sofern es sich dabei um in der Bundesliga keinesfalls seltene Vertreter junger türkischer oder türkischstämmiger Staatsangehöriger handelt, so ist der Ausdruck semantisch völlig korrekt.

Im engeren Sinne – und ein gebildetes Empörungspublikum hätte dies gewusst – handelte es sich bei Jungtürken um die wichtigste liberale Reformbewegung in der Spätphase des Osmanischen Reichs, die für eine Verfassung und für Bürgerrechte im Sultanat eintraten und zu wichtigen geistigen Wegbereitern der später unter Atatürk vollzogenen nationaltürkischen Säkularisierung wurden. Jön Türkler ist bis heute ein stolzer und positiv besetzter Begriff – und keinesfalls eine Beleidigung. Schon deshalb kann der Ausdruck nicht rassistisch sein. Offensichtlich hat sich Marcel Reif hier ein launiges Wortspiel erlaubt, das jedoch den von ihm so bezeichneten Fußballern durchaus zur Ehre gereicht – und sie nicht diffamiert.

Fehlende Geschichtsbildung und Subtilität der BLM-Heulsusen

Kurzschluss-Schnappatmer der woken Aufreger-Fraktion wissen um diese feinsinnigen Hintergründe natürlich nicht Bescheid. Sie stürzen sich wie wilde Stiere auf die dargebotene Muleta und schäumen über jedes vorgefundene Triggerword. Das hat zur Folge, dass sich ein intellektueller Fremdkörper im Fußballbetrieb wie Marcel Reif dann von geistigen Tieffliegern wie „Poldi“ Podolski mangelnde Reife vorhalten lassen muss. Die Jammerlappen sind in allen Niveaus vertreten.

Wie ein abgerichteter Dackel über jedes hingehaltene Stöckchen springt hübsch brav auch die Chefredaktion von Sport1: „Dieser Begriff war zu keinem Zeitpunkt rassistisch gemeint gewesen. Das hat Marcel Reif in der Sendung auch noch einmal explizit klargestellt„, flötete Sport1-Chef Pit Gottschalk, der ferner betonte: „Grundsätzlich distanzieren wir uns wie auch unser Partner Check24 klar und deutlich von allem rassistischen Gedankengut.“ Fein aufgesagt! Und noch serviler gab sich der „Doppelpass“-Sponsor Check24:

(Screenshot:Twitter)

Hier ist also so beschäftigt damit, in Sack und Asche zu gehen und sein „mea maxima culpa“ herunterzubeten, dass man nicht eine Sekunde innehält, welch strafrechtlich relevanten Pöbeln man hier überhaupt die unverdiente Ehre einer Stellungnahme zuteil werden lässt. Bei Primitivlingen und „Menschenfreunden“, die einen gestandenen Mann mit Lebenserfahrung und zudem populären Moderator wie Marcel Reif als „rassistisches Kackschwein“ diffamieren, entschuldigt man sich nicht – sondern reicht ihre wohldokumentierten Beleidigungen allenfalls weiter an die Staatsanwaltschaft. Offenbar vernebelt das zum Sport und Showgeschäft gehörende schlechte Dauergewissen mancheinem in der Branche schon die Mattscheibe. (DM)