Richtig so: Erste US-Netzprovider blockieren Facebook und Twitter

Blockierung der Blockierer (Foto:Imago/FutureImage)

Derzeit läuft eine beispiellose, brandgefährliche Kampagne gegen die Redefreiheit rund über den Globus, angestiftet von den Big-Tech-Giganten an der US-Westküste, die nicht nur den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump eliminierten, sondern hunderttausende politisch unerwünschte Accounts in einer beispiellosen Säuberungswelle löschen. Schlimmer noch: Missliebige Konkurrenzdienste werden aus den App-Stores geschmissen, oder ihnen werden die Server gekündigt. Das De-Platforming ist in vollem Gange. Doch nicht die gesamte IT-Branche beteiligt sich an der ungeheuerlichsten Zensurwelle der jüngeren Geschichte.

Der unerträgliche Machtmissbrauch von Google, Twitter und Facebook mit Schützenhilfe von Amazon und mittlerweile sogar Webbrowser-Diensten wie Mozilla (Firefox) ruft offenbar Widerstand von unerwarteter Seite hervor: In den USA blockieren jetzt die ersten Internet-Provider die Seiten von Twitter und Facebook – als Reaktion auf deren Zensurwillkür. Hintergrund ist, dass sich viele wütende Kunden bei ihrem Netzbetreiber über das arrogante Verhalten der Social-Media-Giganten beschwert hatten und sie baten, die Stimme dagegen zu erheben.

Als erster Provider entschied nun laut „Breitbart News“ der im nördlichen US-Bundesstaat Idaho sowie in der Region Spokane (US-Bundesstaat Washington) tätige Anbieter „Your T1 WIFI„, Facebook und Twitter in seinem Netz nicht mehr zugänglich zu machen. Kleinere private Mitbewerber vor allem im mittleren Westen folgten dem Beispiel inzwischen. In einer Rundmail teilte „Your T1 WIFI“ mit, zwei Drittel der Kunden hätten sich auf Bitte um Stellungnahme hin empört über die Zensurkampagne von Facebook und Twitter gezeigt und gefordert, sie wollten deren Seiten und Apps nicht mehr länger in ihrem Webfeed angezeigt bekommen. Vor allem sollten auch ihre Kinder sie nicht länger aufrufen können.

Mit den eigenen Waffen geschlagen

Der Netzanbieter fackelte nicht lange – und handelte. Er wies zudem darauf hin, dass er ebenso den Versuch der großen Provider, missbillige Konkurrenten wie Parler zu vernichten, durchschaue. Ausdrücklich wurde jedoch klargestellt, dass es sich nur um eine Änderung der Standardeinstellungen handelte: Allen Kunden, die dies ausdrücklich wünschten, werde selbstverständlich der Zugang zu den geblockten Seiten weiterhin gewährt.

Für Facebook und Twitter droht hier ein Fiasko, sollten sich – vor allem im deregulierten Netzmarkt der USA, aber auch im Ausland – noch mehr Dienstleister zu ähnlichen Maßnahmen entschließen und deren Angebot blockieren: Im Nu könnten sie so den größten Teil ihrer Reichweite verlieren. Genau das müsste jedoch geschehen. Das Exempel, das „Your T1 WIFI“ und andere hier statuieren, ist exakt die richtige Antwort auf die Versuche allmächtiger Informationskonzerne, die totalitäre Meinungsunterdrückung und -kontrolle zu vollenden und so eine globale politische Agenda durchzudrücken. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Beispiel großflächig Schule macht! (DM)