Blackout auf der Autobahn: Bund will Stromanbietern Zwangs-Ladepausen für E-Autos erlauben

Berlin – Erst haben sie die Gutgläubigen mit finanziellen Anreizen in die Falle gelockt und jetzt schnappt sie zu: Das Bundeswirtschaftsministerium will Stromanbietern durch eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes die Möglichkeit einräumen, große Verbraucher wie Elektroautos und Wärmepumpen zeitweise ferngesteuert vom Netz zu nehmen.

Das geht aus dem Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums hervor, über den die „Welt am Sonntag“ berichtet. Darin wird in Paragraf 14a die sogenannte „Spitzenglättung“ geregelt, bei der „steuerbare Verbrauchseinrichtungen“, zu denen Elektroautoladestationen und Wärmepumpen gehören sollen, für bis zu zwei Stunden pro Tag keinen Strom bekommen können, wenn andernfalls eine Überlastung des Netzes drohen würde.

Scharfe Kritik an den Plänen des Ministeriums äußert die Autoindustrie: „Was Spitzenglättung genannt wird, bedeutet für die Kunden leider Abschalten“, sagte die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, der „Welt am Sonntag“. Und weiter: „Wenn das kommt, wäre es sehr schlecht für alle Besitzer von E-Autos und die Unternehmen, die jetzt E-Autos auf den Markt bringen.“ Das Wirtschaftsministerium habe einen „einseitigen Vorschlag zugunsten der Energiewirtschaft“ vorgelegt, das gefährde die Akzeptanz von E-Autos.

„Wenn das Gesetz so beschlossen wird, wirft es Deutschland auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität klar zurück.“ Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) kritisierte den Gesetzentwurf, er müsse nachgebessert werden. Begrüßt wird der Entwurf hingegen vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

„Die Spitzenglättung ist das Ergebnis eines langen, gutachterlich gestützten Prozesses im Bundeswirtschaftsministerium“, sagte BDEW-Chefin Kerstin Andreae dem Bericht zufolge. „Dabei wurden auch Alternativen diskutiert, aber wir sind überzeugt, dass die Spitzenglättung das am besten geeignete Instrument ist, um die Netzstabilität zu gewährleisten.“ Dem Energieverband gehe es darum, die Kosten für den Netzausbau gering zu halten.

„Es ist ineffizient, die Netze so auszubauen, dass auch noch in absoluten Spitzenzeiten die letzte Kilowattstunde geliefert werden kann, wenn eine kleine zeitliche Verschiebung des Verbrauchs ohne Komforteinbußen für die Kunden möglich ist“, argumentierte Andreae. „Dass wir unsere Netze weiter ausbauen müssen und werden, ist klar.“

Alles wird teurer, alles wird weniger, das ist die Konsequenz aus der katastrophalen Energiewende. Aber wer auf die „Angebote“ der Regierung und der ihr untergebenen Autoindustrie reinfällt, ist selber schuld.

Am besten ist, wenn alle Klimajünger ab sofort zu Fuß gehen und den Straßenverkehr denjenigen überlassen, die noch wissen, wie man sich heutzutage fortbewegt. (Mit Material von dts)

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