Von wegen, das Ding ist bis zum Sommer durch: Lauterbach hofft auf EM-Absage

Foto: Fußballfan der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft (über dts Nachrichtenagentur)

Wenn man nicht weiß, wo hinten und vorne ist, muss man die Leute belügen, mit falschen Hoffnungen betäuben und ansonsten das böse Ding durchziehen bis zum bitteren Ende.

Was haben sie die Skeptiker nicht verunglimpft, gar als Verschwörungstheoretiker beleidigt und in die rechte Ecke gestellt.

Doch nun kommt so Stück für Stück alles ans Tageslicht. Der Lockdown wird wohl niemals enden, schon gar nicht schon in diesem Sommer:

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach begrüßt Forderungen nach einer Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft – befürchtet aber eine noch drastischere Entscheidung. „Ich finde es gut, dass Berti Vogts den Gedanken einer Verschiebung äußert. Aber ich glaube, dass die EM komplett abgesagt wird, weil wir im März eine Situation haben werden, die in vielen Ländern Europas schlechter sein wird als heute“, sagte Lauterbach dem Nachrichtenportal T-Online.

Am 5. März will die UEFA über die Form der Austragung des Turniers entscheiden. Der SPD-Politiker gibt aber zu bedenken: „Wir könnten im März eine Situation erleben, in der kaum jemand überhaupt auf die Idee kommen wird, eine Fußball-EM auszutragen.“ In einer Kolumne hatte Vogts zuvor von den Organisatoren des Turniers gefordert, die geplante Durchführung im Sommer – in zwölf Ländern – zu überdenken.

„Verschiebt die Fußball-EM – sonst ist es zu spät“, schrieb der frühere Bundestrainer. Eine EM in nur wenigen Monaten sei „illusorisch“. Lauterbach stimmt zu: „Wir können in Europa nicht davon ausgehen, dass wir bis Mitte des Jahres ausreichend Impfstoff haben werden.“

Sollte ein Turnier im Juni tatsächlich möglich sein, sei es „am wahrscheinlichsten“, dass es ausschließlich Geisterspiele geben werde. Eine von Vogts angeregte Verschiebung in den Dezember hält Lauterbach allerdings nicht für sinnvoll. „Ich bin mir nicht sicher, dass wir im Winter 2021 schon wieder Großereignisse mit vielen Zuschauern sehen werden. Ich halte es für grundsätzlich möglich, aber sicher bin ich mir nicht.“ Die Entwicklung der Pandemie sei zu unklar. „Es kann sehr gut sein, dass wir bis zum Sommer die Mutation überall in Europa haben. Und bereits im März soll über die Form der Austragung der Fußball-EM entschieden werden. Ich persönlich glaube, dass wir im März eine sehr schlechte Lage haben werden – und das europaweit.“

Man könnte natürlich die Stadien zumindest bis zur Hälfte füllen, somit die Abstandsregeln einhalten. Wenn dann noch jeder eine Maske trägt, könnte doch eigentlich – glaubt man den Angaben der Regierung – nichts schief gehen.

Oder ist diese sagenumwobene Mutation so aggressiv, dass sie vielleicht durch alles hindurch gehen kann? (Mit Material von dts)